Eine Filmaufnahme aus den 20er Jahren hält Szenen aus Gablonz an der Neiße lebendig. Gablonz hat eine bewegte Geschichte: zunächst Teil der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie, besetzten nach Ende des Ersten Weltkriegs und der Schaffung der Tschechoslowakei im Dezember 1918 tschechische Einheiten den Ort. Das Münchner Abkommen vom 29. September 1938 gliederte Gablonz zurück an das Deutsche Reich. Während des Krieges wurde die tschechische Minderheit verfolgt; die jüdische Bevölkerungsgruppe deportiert und ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten deutschen Bewohner auf Grund der Benes-Dekrete vertrieben.
Aufnahmen aus Gablonz sind aufgrund der Kriegsereignisse selten; umso erfreulicher, dass ein Stück Filmgeschichte erhalten geblieben ist.