Neuigkeiten aus dem Archiv – 18.03.2019

Vor 29 Jahren, am 4. Februar 1990, gründete sich die SED-Nachfolge-Partei PDS (Partei des Demokratischen Sozialismus), die 2007 in der Linkspartei aufging. Zum Abschluss des Bundestagswahlkampfes 1990 veranstaltete die Partei unter ihrem damaligen Vorsitzenden Gregor Gysi, Sohn des DDR-Ministers und -Staatssekretärs Klaus Gysi, eine Pressekonferenz im Karl-Liebknecht-Haus, von der uns ein fragmentarischer Mitschnitt vorliegt. Wir zeigen Ausschnitte dieser Pressekonferenz mit seltenen O-Tönen Gysis, der hier gemeinsam mit Christiane Reymann und Marlies Deneke auftritt.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 11.03.2019

Von nun an werden wir auf unserem Youtube-Kanal ab und zu auch englischsprachige Clips einstellen, wobei wir uns vor allem auf Materialien konzentrieren, die über Deutschland hinaus von zeit- und filmgeschichtlichem Interesse sind. Das erste Material, das wir hierfür ausgewählt haben, zeigen wir sowohl in einer englischen als auch in einer deutschen Kommentarfassung. Es handelt sich um Ausschnitte von um 1930 produzierten, stummen Werbefilmen, die unter Verwendung des heute fast vollkommen vergessenen Farbfilmverfahrens Sirius entstanden. Besonders sehenswert ist die einminütige Kaffee-Reklame „Spuk!“, der im März 1930 von der Berliner Filmprüfstelle zensiert wurde.

Starting today with a short clip of the earliest color film in our collection, we will offer the viewers of our Youtube channel occasional English-language clips. The clip we present today shows excerpts of advertisement films produced ca. in 1930. While the exact production dates are mostly unknown, one film, “Spuk!” (“Spook”), was approved by the Berlin censorship board in March 1930. The films were made using the subtractive two-color-process Sirius-Farbenfilm that is virtually forgotten nowadays, even by film historians.


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Neuigkeiten aus dem Archiv – 04.03.2019

Wir zeigen einen Querschnitt durch das Programm des Zirkus Busch, eines der Gründungsbetriebe des VEB Zentralzirkus (ab 1981 Staatszirkus der DDR), sowie Ausschnitte aus einem Interview mit dem Elefanten-Dompteur Peter John. Die Aufnahmen entstanden im August 1990 zu einem Zeitpunkt, als der zuvor staatlich subventionierte Zirkus unter marktwirtschaftlichen Bedingungen um sein Fortbestehen kämpfte. Noch im gleichen Monat stellte der Zirkus seinen Spielbetrieb ein.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 28.02.2019

1926 stellte Hans Cürlis diesen abendfüllenden Stummfilm her, der die Bedeutung kolonialen Tropenwaren für die deutsche Wirtschaft illustrieren und auch die Einbußen darstellen sollte, die mit dem Verlust deutscher Kolonien infolge des Ersten Weltkrieges einhergingen. Wir zeigen hier in geraffter Form den fünften Teil von „Die Weltgeschichte als Kolonialgeschichte“. Im Mittelpunkt dieses Teils steht die Frage nach Rohstoffen aus Übersee, auf die das Industrieland Deutschland angewiesen ist. Unser Sprecherkommentar gibt den originalen Wortlaut der Zwischentitel wider.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 25.02.2019

In unserem aktuellen Interview des Monats zeigen wir Ausschnitte eines Gespräches mit Ellen Richter, die von Herbst 1941 bis Anfang 1943 Mitarbeiterin im „Einsatzstab Reichsleiter Rosenberg“ war, nachdem sie zuvor im kontinentaleuropäischen Forschungsinstitut in Berlin gearbeitet hatte. Der „Einsatzstab“ gilt heute als eine der größten „Rauborganisationen“ des NS-Regimes: Sowohl im Westen als auch im Osten habe der „Einsatzstab“ Kulturgüter und Dokumente aus staatlichen Einrichtungen, Kunstgalerien, Bibliotheken und Archiven sowie von Privatpersonen entwendet und ins Deutsche Reich geschafft. Im apologetischen Blickwinkel von Ellen Richter, die u.a. in Kiew eingesetzt war, tritt dagegen der Kulturerhalt gegenüber dem Kulturraub in den Vordergrund. Sie berichtet, wie Mitarbeiter der Organisation Vandalismus durch Wehrmachtangehörigen in den besetzten Gebieten entgegentrat, und äußert ihre persönliche Einschätzung über den Parteiphilosophen und „Reichsminister für die besetzten Ostgebiete“ Alfred Rosenberg, der sich im internen Machtkampf nicht gegen seine Kontrahenten, insbesondere den „Reichskommissar“ für die Ukraine, Erich Koch, durchsetzen konnte.

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