Neuigkeiten aus dem Archiv – 25.09.2019

Heute präsentieren wir einen unserer herausragenden Funde der letzten Monate. Dieser 16-mm-Film entstand am 29. Oktober 1933 im oberpfälzischen Neumarkt anlässlich einer Gedenkveranstaltung für Hitlers zehn Jahre zuvor verstorbenen Mentor Dietrich Eckart. Eckart hatte nicht nur zu dem Unterstützerkreis gehört, der Hitler zu Beginn der 20er Jahre Kontakte in die Münchner Oberschicht ermöglichte, sondern soll mit seiner paranoid-antisemitischen Weltanschauung auch einen unwesentlichen Einfluss auf den späteren Diktator ausgeübt haben.
Unser Filmfund dokumentiert die Gedenkveranstaltung in Neumarkt und enthält u.a. Nahaufnahmen Hitlers und eines seiner engen Vertrauten, des Gauleiters von München-Oberbayern, Adolf Wagner. Trotz schlechten Wetters sind die Bilder gut gelungen und zudem ausgezeichnet erhalten.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 11.09.2019

Wir wiesen bereits darauf hin, dass unser Youtube-Kanal in den vergangenen Wochen und Monaten von Video-Löschungen betroffen war, die im Zusammenhang mit der aktuellen Zensurwelle auf Youtube stehen. Auf unsere Nachfragen hin konnten uns keine inhaltlichen Gründe hierfür genannt werden. Um deutlich zu machen, welch hohes Maß an Willkür hierbei zum Tragen kommt, stellen wir sukzessive die gelöschten Materialien wieder ein. Heute zeigen wir eine kommentierte Fassung eines Privatfilms, der unter dem Titel „Hitler-Tag“ einen SA-Aufmarsch in München 1932 zeigt. Wahrscheinlich handelt es sich um die Abschlussveranstaltung der Münchener NSDAP zu den Reichstagswahlen am 31. Juli 1932.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.09.2019

Heute vor 80 Jahren begann der deutsche Angriff auf Polen, der die englische und französische Kriegserklärung an das Reich nach sich zog: So brach ein europäischer Konflikt aus, der sich in den folgenden zwei Jahren zum Weltenbrand ausweiten sollte. Wir erinnern an den deutschen Angriffskrieg auf Polen mit dem Kurzfilm „Siege“ (deutsch: „Belagerung“) den der US-amerikanische Dokumentarist und Kameramann Julien Bryan (*1899, † 1974) produzierte. Bryan hielt sich als einziger ausländischer Filmkameramann in Warschau auf, während die Stadt belagert und von der Luftwaffe bombardiert wurde. Mit Unterstützung der Stadtverwaltung konnte er ungehindert Aufnahmen machen und hielt insbesondere das Elend der Zivilbevölkerung auf Film und Foto fest. Anschließend gelang es ihm, sein Material aus dem besetzten Land zu schmuggeln und, heimgekehrt in die USA, einen zehnminütigen Kurzfilm daraus zu montieren, der bei den Oscar-Verleihungen 1941 nominiert und später in die amerikanische National Film Registry eingetragen wurde (einem Verzeichnis besonders wertvoller Filmdokumente).
Wir zeigen den berühmten Kurzfilm hier erstmal mit einem originalgetreuen deutschen Sprecherkommentar.

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