Neuigkeiten aus dem Archiv – 30.09.2013

Auf der Website Berlin Story ist eine Rezension der Dokumentation „Hitlers Berlin in Farbe“ erschienen. Das Material dieses Films stammt komplett aus unserem Archiv.


Hitlers Berlin in Farbe 1933 bis 1938

Ich sehe was, was Du nicht siehst – so könnte die Aufgabenstellung gelautet haben, aus Alltagsfilmen die Geschichte des Nationalsozialismus in Berlin – und darüber hinaus – zu erzählen.

Selten handelt es sich dabei um professionelle Aufnahmen für eine Wochenschau, sondern ganz überwiegend um Schnipsel von privaten Filmaufnahmen, viele davon aus dem Archiv von Karl Höffkes in Gescher. Mit diesem Material soll die Geschichte das Nationalsozialismus erzählt werden.

Hermann Pölking kann das. Er sieht in den Bildern die Geschichte. Er hat in der einen Seite seines Gehirns die Filme gespeichert, jede einzelne Szene. In der anderen den großen Bogen der Geschichtserzählung. Nur wenn beides kongenial zusammenkommt, kann ein so guter Film entstehen, wie er auf diesen beiden DVDs mit einer Gesamtlaufzeit von zwei Stunden.

Was nehmen Menschen mit der neuen Kamera und dem teuren Farbfilm auf? Weihnachten, die Bescherung, die schönen neuen Panzer für den Knaben und wie er unterm Tannenbaum damit spielt und sich freut. Pölking und Linn Sackarnd legen darunter die Radio-Weihnachtringsendung von allen Fronten und man kommt gar nicht erst auf die Idee, dass es sich bei den Filmen natürlich durchgehend um Stummfilme handelt.

Hitlers Berlin in Farbe 1933 bis 1945 ist allen zu empfehlen, die in hervorragender Qualität und brillant erzählt wissen möchten, wie Menschen mitgemacht haben, sich gewehrt haben, das Leben in der Diktatur, im Krieg und danach ertragen haben.

Der Film (beide DVDs in einem Paket) ist in der Buchhandlung Berlin Story Unter den Linden 40 für 19,95 Euro erhältlich.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 27.09.2013

Bilder von der Ostfront: Seltene Farbfilmaufnahmen des Zarenschlosses Zarskoje Selo 25 Km südlich von Sankt Petersburg, in dem das berühmte Bernsteinzimmer untergebracht war; ein Geschenk Friedrich Wilhelm I. von Preußen an Peter den Großen.

Szenen aus dem ersten Kriegswinter 1940/41 lassen ahnen, welchen Strapazen die Soldaten im Osten ausgesetzt waren.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 25.09.2013

Manöver und Geschicklichkeitsfahrten: Bilder aus dem Alltag der 1. Panzerdivision. Unter den Beobachtern ist auch Ernst Friedrich Christoph Sauckel, Gauleiter des NS-Gaues Thüringen und ab März 1942 Generalbevollmächtigter für den Arbeitseinsatz.

Nach Kriegsende wird Sauckel durch das Internationale Militärtribunal in Nürnberg zum Tode verurteilt und hingerichtet.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.09.2013

Die aus unserem Archivmaterial gefertigte zweiteilige Dokumentation „Hitlers Berlin Farbe 1933 bis 1945“ wird ab sofort großflächig in verschiedenen Tageszeitungen und Wochenmagazinen beworben. Einen aktuellen Werbetrailer stellen wir nachfolgend vor:

Neuigkeiten aus dem Archiv – 23.09.2013

Heute vor 80 Jahren wurde in zeitgemäß propagandistischem Rahmen in Frankfurt-Schwanheim der erste Spatenstich zum Bau der Autobahn zelebriert. Wir erinnern an das Ereignis mit unserem neuen Dokumentarfilm Straßen der Vergangenheit.

Der Film-Soundtrack des Ambient-Musikers Christian Fiesel mit Stücken aus den Jahren 2011-2013 wird im Oktober als Digital Release (SBDocu001) auf dem Berliner Elektronik Label SEPARATED BEATS verfügbar gemacht.

Anlässlich des RAB-Jubiläums startet auch eine neue Internet-Präsenz, auf die wir gerne hinweisen möchten: ReichsAUTOBAHNEN – gestern und heute

Wir unterstützen dieses Vorhaben gerne und rufen diejenigen Leser auf, die eigene Sammlungen zu den Reichsautobahnen besitzen oder entsprechende Forschungen betreiben, sich mit der Redaktion von ReichsAUTOBAHNEN in Verbindung zu setzen.
Aus dem Ankündigungstext:

Autobahn ohne Geschichte geht nicht
Die in der über 100-jährigen Geschichte der Autobahnen recht kurze Phase der Reichsautobahnen von 1933 – 1949 hat diesem früher zukunftsweisendem und heute nicht mehr wegzudenkenden Verkehrsweg in vielerlei Hinsicht zahlreiche bleibende Prägungen hinterlassen.
„Autobahn“, „Autobahngeschichte“ oder gar „Reichsautobahn“ wecken als Begriffe häufig negative Assoziationen. Zahlreiche Mythen und Legenden ranken sich um die Entstehung der Autobahn und ihrer Vorläufer.
Keinem Verkehrsweg oder Verkehrsmittel kann man ohne den jeweiligen gesellschaftlichen Kontext gerecht werden. Dort wo die ideologischen Komponenten des damaligen Regimes den Autobahnbau beeinflußten, sind diese aufzuzeigen. Ebenso ist auch hier für ,Nazi-Jubelbilder‘ kein Platz. Respekt verdienen lediglich die damaligen Leistungen der Autobahnbauer.
Die Seite „ReichsAUTOBAHNEN – gestern und heute“ erhebt keinen wissenschaftlichen Anspruch. Die sorgfältig und umfangreich recherchierten Beiträge bemühen sich jedoch um journalistische Qualität und wissenschaftliche Belastbarkeit. Gerne wird auch dazu gelernt und Neues erfahren. Hinweise, Anregungen und Fragen werden daher freundlichst entgegen genommen.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 20.09.2013

Wie berichtet, stellen wir parallel zu unserem Filmarchiv auch unser historisches Fotoarchiv online. Angesichts der Fülle an Fotografien, die digitalisiert und inhaltlich bestimmt werden müssen, kann das nur schrittweise geschehen.

Als Schatz erwies sich dabei eine unscheinbare Kiste mit rund 200 Fotos, die sich als privater Nachlass des 1934 ermordeten SA-Führers Ernst Röhm entpuppte. Wir stellen nachfolgend einige Bilder ein.

Kolleginnen und Kollegen in den Print-Redaktionen werden noch gesondert über unseren Newsletter informiert.







Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.09.2013

Wie berichtet, konnten wir den kompletten Filmnachlass eines ehemaligen Offiziers der 1. Panzerdivision für unser Archiv erwerben.

Die Aufnahmen – gesamt sechs Stunden – liegen jetzt in HD vor.

Die Filme umfassen den gesamten Kriegseinsatz der 1. Panzerdivision während des West- und Ostfeldzuges sowie den Einsatz in Griechenland. Ein kleiner Teil ist in Farbe.

Die hier eingestellten Ausschnitte zeigen ua. Heinz Guderian während des Vormarsches in Frankreich. Guderian war seit 1938 General der Panzertruppe und gleichzeitig „Chef der Schnellen Truppen“ im Oberkommando des Heeres. Er war damit zuständig für die Aufstellung, Ausbildung, Technik und Taktik der motorisierten Einheiten sowie der Kavallerie der gesamten Wehrmacht.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 11. 09. 2013

Neben zahlreichen privat gedrehten Filmen, konnten wir bei unserer letzten Sichtungsreise auch einen umfangreichen, historisch bedeutsamen Bildbestand für unser Archiv erwerben. Die rund 140 Fotos stammen aus Bromberg/Westpreußen.

Der Ort wurde bekannt durch den so genannten „Bromberger Blutsonntag“, bei dem am 3. und 4. September 1939, wenige Tage nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht nach Polen, Volksdeutsche durch aufgebrachte Polen ermordet wurden.

Die exakte Zahl der Toten des 3. und 4. September 1939 in Bromberg wird sich nicht mehr feststellen lassen. Durch den Vergleich aller verfügbaren Quellen wie Einwohnerregistern und Kirchenbüchern sowie den namentlichen Abgleich verschiedener Opferlisten gilt aber als gesichert, „dass die Zahl der beim ,Bromberger Blutsonntag´ Getöteten vermutlich 400 überschritten hat“.

Der komplette Bildbestand wird durch entsprechende Informationen ergänzt und zeitnah unter archiv-akh.de veröffentlicht.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05. 09. 2013

Am 23. September dieses Jahres jährt sich zum 80. Mal der Baubeginn der Reichsautobahnen. Anlässlich dieses Jahrestages wird unsere Dokumentation Straßen der Vergangenheit bei Polarfilm auf DVD erscheinen. Die Gestaltung des Films übernahm Dirk Alt, der für uns bereits das Porträt über den Amateurfilmer Walther Bever-Mohr Pech auf Skiern – Glück auf Schienen herstellte.

Die fachliche Beratung leisteten die beiden ausgewiesenen Autobahn-Spezialisten Frank Buchhold und Hans-Peter Fuhrmann. Wir weisen bei dieser Gelegenheit alle interessierten Leser auf die folgenden Internetseiten hin: EAutobahn und AutobahnGeschichte

Für die musikalische Untermalung konnten wir den Tonkünstler und Ambient-Musiker Christian Fiesel gewinnen, dessen avantgardistisch-experimentelle Soundkulissen dem Film zusätzliche Tiefe verleihen. Seine Diskographie ist hier einsehbar. Erreichbar ist der Musiker via Facebook.

Aus dem Filmmanuskript:
Der Mythos der Reichsautobahnen wirkt weiter, obwohl ihr Gesicht längst verschwunden ist: unkenntlich geworden unter den nach 1945 durchgeführten Baumaßnahmen und der explosionsartigen Zunahme des PKW- und Schwerlastverkehrs. Das bundesdeutsche Fernverkehrsnetz umfasst heute 120 Autobahnen mit einer Gesamtlänge von rund 13.000 Kilometern. Stark frequentierte Abschnitte werden mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke von knapp 200.000 Personen- und Nutzfahrzeugen befahren. Die Bundesautobahnen dienen nicht der Repräsentation und verkünden keine Weltanschauung. Sie tragen einem rein funktionalen Mobilitätskonzept Rechnung: dem Fernverkehr die schnellste Verbindung zu schaffen.

Und doch: Wann immer von Autobahnen die Rede ist, hallen im kollektiven Gedächtnis Mythen nach, die aus der NS-Zeit in unsere Gegenwart reichen:
Mythen vom Aufbruch … von der Versöhnung der Technik mit der Natur … von der Beseitigung der Arbeitslosigkeit.
Wenn Auschwitz ein Symbol ist für die teuflische Entfaltung industrieller Technik im Nationalsozialismus – so verleihen die Reichsautobahnen derselben Epoche bis heute ein attraktives Gesicht. Sie waren nicht nur das größte und ehrgeizigste Bauvorhaben der NS-Zeit – sie waren vor allem das populärste.
Unser Film erzählt ihre Geschichte mit Archivmaterial – denn 90 Prozent ihrer Bausubstanz existiert heute nicht mehr. Sie sind – Straßen der Vergangenheit.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05. 09. 2013

Wie berichtet, ist die Doppel-DVD „Hitlers Berlin in Farbe 1933 – 1945“ erschienen, die von
den Filmemachern Hermann Pölking-Eiken und Linn Sackarnd ausschließlich aus Farbfilmmaterial aus unserem Archiv für den Berliner „Tagesspiegel“ zusammengestellt wurde.

Erste Anzeigen werben für das Produkt als „atemberaubende Dokumentation“.

Wir arbeiten bereits an weiteren Dokumentationen ausschließlich aus privat gedrehten Farbfilmen.