Neuigkeiten aus dem Archiv – 09.07.2018

Genozid, Flucht und Vertreibung gehören zu den schmerzhaften Phänomenen, die das 20. Jahrhundert charakterisieren. Als frühester systematischer Völkermord gelten die Deportationen und Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich der Jahre 1915/16, an denen das Wilhelminische Kaiserreich nach Auffassung des deutschen Bundestages (Armenienresolution 2016) eine Mitverantwortung trug. Einer, der sich vehement für die Rettung der Verfolgten einsetzte, war der Theologe Johannes Lepsius, der deswegen auch als „Schutzengel der Armenier“ gerühmt wurde. Mit seiner Deutschen Orient-Mission und der Hilfe von Aktivsten wie der Dänin Karen Jeppe versorgte er während der 20er Jahre Überlebende des Völkermordes etwa in Syrien – wie dieser von Naturfilm Hubert Schonger hergestellte Stummfilm zeigt.

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