Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.02.2018

Der „Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus“ – oder kurz: „Tag der Befreiung“ – wurde in der DDR seit 1950 als Gedenktag für die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 begangen. Von SED und Besatzungsmacht gelenkte Feierstunden und Kundgebungen wurden auf den Soldatenfriedhöfen der Roten Armee abgehalten – so auch im Thüringischen Pößneck, wo die hier vorgestellten Aufnahmen im Jahr 1955 entstanden. Neben der Heroisierung der sowjetischen Streitkräfte zeigen sie auch Sport- und Unterhaltungsangebote, darunter einen Rummelplatz mit allerlei militaristischen Angeboten für die Kleinsten, der sich aber vordergründig antimilitaristisch gibt: Als Schießbudenfigur fungiert die Karikatur eines adlig-preußischen Reaktionärs.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 09.02.2018

Als der US-amerikanische Präsident Ronald Reagan am 11. Juni 1982 zum Staatsbesuch in West-Berlin eintrifft, haben die Beziehungen zwischen den NATO- und den Warschauer-Pakt-Staaten einen Tiefpunkt erreicht. Aus Protest gegen die US-Rüstungspolitik gehen militante Demonstranten aus dem autonomen Spektrum gegen den von einem massiven Polizeiaufgebot begleiteten Reagan-Besuch auf die Straße und richten am Nollendorfplatz Verwüstungen an. In kurzen, aussagekräftigen Einstellungen hat ein West-Berliner Filmamateur den Einsatz der Polizei und deren Zusammenstöße mit linken Demonstranten vor der eigenen Wohnungstür dokumentiert – ebenso wie das Schlachtfeld auf dem Nollendorfplatz, Aufräumarbeiten und Anti-Reagan-Graffitis.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 07.02.2018

Der Suedkurier berichtet auf seiner Website über den den Villinger Fastnachtsfilm des Kulturfilmers Hubert Schonger. Der Artikel ist unter dem folgenden Link erreichbar: Suedkurier – Alter Fastnachtsfilm aus Villingen von 1928/29 aufgetaucht

Hubert Schonger war neben Hans Cürlis und Fritz Boehner der größte Kultur- und Naturfilm-Produzent der 30er und 40er Jahre. Unsere Agentur vertritt sowohl den filmischen Nachlass von Hubert Schonger als auch die Nachlässe von Hans Cürlis und Fritz Boehner.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05.02.2018

Nachdem der Italien-Tourismus zunächst vor allem dem Großbürgertum in Deutschland vorbehalten war, gewinnt Italien als romantisch verklärtes Urlaubsland mit seinen besonderen Kultur- und Landschaftsattraktionen seit den 1920er Jahren auch bei der deutschen Mittelschicht an Bedeutung. Insbesondere Badeurlaube an der malerischen Küste Liguriens erfreuen sich steigender Beliebtheit. Unser Film zeigt neben typischen Reisezielen wie Mailand und Venedig auch Szenen vom alpinen Bergsteigen.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.02.2018

Brillante Farben weist dieser gut erhaltene Kodachrome-Schmalfilm auf, der seltene Aufnahmen aus dem Sudetenland enthält, genauer: aus der Kreisstadt Podersam (tschechisch: Podbořany). Eine Einstellung des im April 1940 entstandenen Familienfilms zeigt die Stadt im Flaggenschmuck. Im Hintergrund ist dabei die 1781 errichtete barocke Dekanalkirche St. Peter und Paul zu sehen.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.02.2018

Am 2. Februar berichtet das ZDF in der Sendung „aspekte“ über Erich Kästners „Geheimes Kriegstagebuch“, das in den Jahren 1941 bis 1945 entstanden ist.

Auch für diesen Beitrag konnten wir wieder umfangreiches Material aus unserem Archiv bereitstellen.

Quelle: Atrium

Gibt es ein richtiges Leben im falschen? Am Ende seines Lebens, ausgebrannt und vom Alkohol gezeichnet, war sich Erich Kästner da nicht mehr so sicher. Während der Nazi-Zeit emigrierte er nicht wie viele seiner Künstler-Freunde, sondern blieb in Deutschland, obwohl offiziell mit einem Schreibverbot belegt. Nicht nur, weil er es nicht übers Herz brachte, seine geliebte Mutter im Stich zulassen, sondern vor allem, um später Zeugnis ablegen zu können, um den großen Roman über die Jahre der Nazi-Diktatur zu schreiben. Einen Roman, den er freilich nie beendet hat. Die Frage nach dem Warum könnte nun sein lange verschollenes Kriegstagebuch beantworten. Es ist – überspitzt formuliert – ein Dokument des künstlerischen Scheiterns und zeigt einen unverstellten Blick auf einen großen Moralisten, der den eignen moralischen Maßstäben nicht immer genügt. Gerade in Zeiten des erstarkenden Rechtspopulismus kann Kästners legendenumwittertes „Blaues Buch“ den Nachgeborenen auch als Warnung dienen: Es reicht nicht, sich über die braunen Populisten lustig zu machen. Wer sie nicht frühzeitig und entschieden bekämpft, muss ihnen ohnmächtig in den Untergang folgen.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 31.01.2018

Welche Bedeutung die katholische Kirche für die Bevölkerung Italiens auch während der Regentschaft Mussolinis hatte, lässt sich an Aufnahmen wie diesen erkennen, die ein Tourist in Venedig drehte. Ärmlich aussehende Pilger ziehen durch die Lagunenstadt, die Männer barhäuptig, während die Frauen Bündel und Körbe mit Opfergaben auf den Köpfen balancieren. Ihre Pilgerstäbe sind mit Pinienzweigen geschmückt. Auch einen kurzen, gut ausgeleuchteten Ausschnitt eines Gottesdienstes hielt der schmalfilmende Tourist im Bild fest.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 30.01.2018

Immer wieder erreichen uns von privater Seite Schenkungen und Überlassungen interessanter Filmbestände wie dieser mit 50 Filmen im 8-mm Format aus den Jahren 1936 bis 1944.

Wir danken und freuen uns über das Vertrauen, das unserer Arbeit damit entgegengebracht wird.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.01.2018

In der Frühzeit des Kinos hatten die Filme nur eine Länge von ungefähr zwanzig Metern, was einer Vorführdauer von nicht einmal sechzig Sekunden entspricht. Da es sich zudem um statistische Aufnahmen handelte, die noch nicht durch Schnitte zu richtigen Erzählungen erweitert wurden, kam es für die Hersteller darauf an, kurze, aber ausdrucksstarke Handlungen auf ihren Filmstreifen zu bannen. Sketche und Slapstick waren daher im frühen Kino an der Tagesordnung. Wir zeigen ein Beispiel für diese Tradition, die allerdings bald, mit der fortschreitenden Evolution des Mediums, durch anspruchsvollere Inhalte abgelöst wurde. Die Aufnahmen entstanden im Dresdener Zwinger.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.01.2018

Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust zeigt 3sat morgen zwei Dokumentation zu diesem Thema.

Die erste Dokumentation „Der Briefmarkensammler. Die Geschichte einer wundersamen Rettung“ (3Sat, Samstag, 27. Januar, 19:30 Uhr) erzählt von der Begegnung der Tochter eines deutschen Zivilbeamten, der Juden im besetzten Polen vor dem Tod bewahrte, mit den von ihm geretteten Überlebenden. Wir konnten zu dieser Produktion historisches Filmmaterial aus unserem Archiv beisteuern.

Danach folgt im Anschluss die Dokumentation „Nicht mit uns! Überleben in Zeiten des Todes“. Sie erzählt die Geschichte von Walter Frankenstein, der mit Frau und zwei neugeborenen Kindern in Berlin auf abenteuerliche Weise den Holocaust überlebte.

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