Neuigkeiten aus dem Archiv – 25.10.2014

Ein vollständiger, historisch wirklich bedeutender Nachlass erreichte uns als Geschenk aus Berlin. 15 Rollen 8-mm-Filmmaterial, gedreht von einem ehemaligen Wehrmachtssoldaten, der seinen Dienst in einer Eisenbahngeschütz-Einheit verrichtete. Ein Großteil des Materials ist in Farbe gedreht.

Die hier eingestellten Aufnahmen entstanden während der Belagerung von Leningrad. Die Leningrader Blockade durch die deutsche Heeresgruppe Nord und finnische Truppen dauerte vom 8. September 1941 bis zum 27. Januar 1944. Schätzungen gehen von etwa 1,1 Millionen zivilen Bewohnern der Stadt aus, die infolge der Blockade ihr Leben verloren. Die meisten von ihnen verhungerten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 23.10.2014

Wie bereits angekündigt ist nun die 5-teilige Dokumentation „Ostpreußen: Panorama einer Provinz – erzählt aus alten Filmen 1913-1948“ im Berliner be.bra verlag erschienen. Hermann Pölking-Eiken, der gemeinsam mit uns für die Archivrecherche des Himmler-Films „Der Anständige“ verantwortlich zeichnete, erstelllte diesen einzigartigen Film über Ostpreußen mit Material, das zu großen Teilen aus unserem Archiv stammt. Darüber hinaus haben wir die Produktion in der finalen Phasen der Postproduktion unterstützt und die DVDs gemastert.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 22.10.2014

Lange haben wir keine Ausschnitte aus neu gefundenen historischen Filmen auf unsere Seite eingestellt. Ein Umstand, der der stark gestiegenen Nachfrage nach unserem Material durch Fernsehsender und Filmproduktionen geschuldet ist.

Im laufenden Jahr haben wir bereits mehr als 200 Produzenten beraten und mit zum Teil umfangreichem Filmmaterial ausgestattet und täglich erreichen uns weitere Anfragen und Bestellungen. Um die Zusammenarbeit mit unseren Kunden und Partnern zu verbessern, haben wir in den vergangenen Wochen unsere Archivseite überarbeitet und optimiert. Unter www.archiv-akh.de ist jetzt ein großer Teil unserer Archivbestände einsehbar; die Verschriftung des Material wird täglich aktualisiert.

Um den zahlreichen Wünschen nach Veröffentlichung neuer Filmfunde auf unserem Youtube-Channel nachzukommen, haben wir uns personell verstärkt. In nächster Zeit finden alle Interessierten wieder regelmäßig interessante Ausschnitte aus filmischen Neuzugängen.

Nachfolgend stellen wir als erstes Ausschnitte aus einem ca. 60 Minuten langen 16-mm-Film vor, der im Jahre 1940 im Zuge der erweiterten Kinderlandverschickung in der damaligen „Bayerischen Ostmark“ entstanden ist. Die professionell gedrehten Aufnahmen ergänzen den bereits im Archiv vorhandenen Bestand zum Thema „Kinderlandverschickung“. Wie alle anderen Filme, so liegen auch diese Aufnahmen in HD-Qualität vor.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 15.10.2014

Internationaler „Home Movie Day“ am 18. Oktober 2014

Auch 2014 beteiligt sich die in Prenzlauer Berg und Charlottenburg ansässige Firma screenshot Filmdigitalisierung am weltweit stattfindenden „Home Movie Day“. An diesem Tag geht es darum den Menschen das Bewusstsein für die Bedeutung des Schmalfilmerbes zu schärfen und die Möglichkeiten des Zugangs zu diesen historischen Schätzen kostenlos zur Verfügung zu stellen und zu erklären. Weltweit beteiligen sich in vielen Städten Archive und Dienstleister auf ehrenamtlicher Basis. Jeder ist eingeladen Schmalfilme mitzubringen und es besteht die Möglichkeit die Filme durch die Mitarbeiter inspizieren zu lassen und gemeinsam mit anderen Gästen anzuschauen. Die Technik zur Digitalisierung wird erläutert und es gibt kostenlose Beratung zu Pflege und Archivierung der wertvollen Filmoriginale.

Am Samstag den 18. Oktober von 11 bis 16 Uhr ist es soweit, jeder ist herzlich eingeladen mit Film oder einfach nur Interesse an lebendiger Geschichte vorbei zu schauen. Für kleine Snacks und Getränke ist gesorgt.

www.homemovieday.org
www.screenshot-berlin.de

Ort und Zeit:
screenshot Studio
Zillestraße 9, 10585 Berlin-Charlottenburg
Tel. (030) – 896 10 716

Neuigkeiten aus dem Archiv – 08.10.2014

Am 23. September wurde die Dokumentation „Glück auf Schienen – Pech auf Skiern: Die Filmschätze des Walther Bever-Mohr“ in Schwelm vorgeführt. Dazu ist auf derwesten.de ein Artikel erschienen.

Die vielen Seiten einer prägenden Persönlichkeit in Schwelm

Filmemacher Walther Bever-Mohr gehörte zweifelsfrei zu den bedeutendsten Söhnen der Stadt. Ihm zu Ehren veranstaltete der Verein für Heimatkunde nun einen Themenabend, der mit rund 60 Personen eine große Resonanz verzeichnete.

Im Veranstaltungsraum der Sparkasse erfuhren die Gäste nach der Begrüßung durch Heimatvereins-Vorsitzende Anne Peter zunächst jede Menge Wissenswertes aus dem Leben und Wirken Bever-Mohrs. Anschließend startete ein Dokumentationsfilm über den berühmten Schwelmer mit dem Titel „Pech auf Skiern – Glück auf Schienen“ – ein sehenswerter Filmreigen, der insgesamt vier seiner Werke aus den Jahren 1939 bis 1950 folgen ließ. Darunter fanden sich auch alte Aufnahmen des früheren Stadtbild Schwelms.

Darüber hinaus erfuhren die Zuschauer aus erster Hand, was den Filmemacher und Schauspieler auszeichnete. Denn auch Neffe Hans Dietrich Mohr war gekommen und gab Einblicke zur Persönlichkeit seines Onkels, bei dem er Teile seiner Kindheit und Jugend verbracht und viele prägende Momente erlebt habe. „Mein Onkel konnte die Menschen faszinieren, war ein sehr humorvoller Mensch und steckte voller skurriler Geschichten“, schilderte Mohr. „Außerdem war er ein exzellenter Parodist und konnte andere Menschen täuschend ähnlich nachmachen“, erzählte sein Neffe.

Als beliebter Künstler seien Bever-Mohr und seine Werke zuweilen auch von den Nazis zu Propagandazwecken missbraucht worden, doch habe er sich stets davon distanziert, erläuterte Mohr. „Die Nazis haben ihn gemocht, aber er die Nazis nicht.“ So habe Bever-Mohr jede Menge verbotene Literatur besessen und zudem Nazi-Strippenzieher wie auch Adolf Hitler regelmäßig parodiert und ins Lächerliche gezogen.

Walther Bever-Mohr war trotz dieses Balanceakts in Schwelm als erfolgreicher Unternehmer tätig, leitete viele Jahre lang die Türschlösser produzierende Firma „Bever-Klopphaus“. Zudem war der 1901 geborene und in Düsseldorf aufgewachsene Tausendsassa liberaler Abgeordneter im Stadtrat. „Mein Onkel war eine prägende Persönlichkeit für Schwelm, vor allem kulturell, aber auch politisch“, findet der Neffe. Übers Puppentheater in der Jugend, seiner späteren Leidenschaft fürs Bühnen-Theater sowie der Fotografie kam er schließlich zum Film. Als das Amateuerfilmen in den 30er Jahren zum Volkssport wurde, entdeckte auch der Schwelmer seine Begeisterung fürs Filmemachen. Als Mitglied und späterer Präsident des deutschen Amateurfilm-Bunds und mit hochwertigem Kameraequipment ausgestattet, entdeckte er früh die Leidenschaft zum Farbfilm für sich und gehörte hier Anfang der 40er Jahre zu den Pionieren.

Nachdem die Werke Bever-Mohrs lange Jahre im Besitz des Wuppertaler Schmalfilm-Clubs gewesen waren, sind sie 2009 von Produzent Karl Höffkes wiederentdeckt und digitalisiert worden.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.09.2014

Vor 75 Jahren begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Aus diesem Anlass sendet das ZDF eine zweiteilige Dokumenation. Der erste Teil Zweiter Weltkrieg – Der erste Tag wird heute Abend um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Der zweite Teil mit dem Titel Zweiter Weltkrieg – Das erste Opfer folgt am nächsten Dienstag (9. September) ebenfalls um 20.15 Uhr.

Wir konnten aus unseren Archivbeständen zu beiden Produktionen Material beisteuern.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 13.08.2014

Um die Gräuel des „Islamischen Staates“ in Syrien und im Irak zu stoppen, rüsten die USA und Europa kurdische Kämpfer mit modernen Waffen aus. Wir haben Angehörige der Paschmerga begleitet und können sofort aktuelle Aufnahmen zur Verfügung stellen:

Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.08.2014

Zahlreiche Sender und Produktionen haben für ihre Beiträge zum Gedenken an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren auf historisches Material aus unserem Archiv zurückgegriffen. Im Zuge der historischen Aufarbeitung konnten wir auch das viel beachtete Multimedia-Projekt der Springer Gruppe „Im Großen Krieg“, das auf dem Nachlass des deutschen Soldaten Fritz Rümmelein aufbaut, mit seltenem Filmmaterial aus unserem Fundus bestücken.

Bild: Im großen Krieg – Leben und Sterben des Leutnants Fritz Rümmelein
Bild: Erster Weltkrieg

Der Vertrag über die Zusammenarbeit zwischen unserem Archiv und der Holocaust Forschungsstelle Yad Vaschem in Israel ist unterzeichnet. Konkrete Arbeiten an überlieferten Filmdokumenten zur Geschichte des Holocaust beginnen in Kürze.

Zahlreiche Neuerwerbungen haben unseren Filmbestand wieder beträchtlich erweitert: aus Norddeutschland erreichten uns ca. zwanzig 16-mm-Rollen mit historischen Aufnahmen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, in Süddeutschland konnten wir fünf Rollen mit Farbfilmmaterial eines deutschen Luftwaffenoffiziers – gedreht im besetzten Frankreich 1940/41 – erstehen, in Berlin haben wir einen umfassenden Nachlass mit 35-mm Wochenschauen aus den Jahren 1910 bis 1918 gefunden.

Besondere Erwähnung verdienen auch zwei Rollen mit Privatfilmaufnahmen, die während der Olympischen Spiele 1936 entstanden, eine Farbfilmrolle, gedreht von Hitlers Piloten Hans Baur, ein Teil des als verschollen geltenden Filmnachlasses von Eugen Richter (darunter Farbfilmaufnahmen vom KdF-Kongress 1938 in Hamburg), Farbaufnahmen eines Radrennen in Breslau, zwei 16-mm-Farbfilme aus Jugoslawien 1937, drei 16-mm-Rollen aus dem Nachlass eines Arztes, aufgenommen während seiner Fronteinsätze sowie diverse Privatfilmrollen aus den Feldzügen im Westen und Osten. Zahlreiche weitere Rollen müssen noch gesichtet und inhaltlich bestimmt werden.

Wir stellen in Kürze Ausschnitte aus dem neu gefundenem Material auf unseren Seiten vor.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.06.2014

Für den Berliner be.bra verlag erstellt der Autor Hermann Pölking-Eiken derzeit einen einzigartigen Dokumentarfilm über Ostpreußen. Die alten Filme stammen im Wesentlichen aus unserem Archiv und sind das Ergebnis von fast 30 Jahren intensiver Sammelleidenschaft.

Fünf Stunden Ostpreußen in privaten Filmaufnahmen: eine unvergleichliche Zeitreise in das Land zwischen Memel und Weichsel.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.06.2014

Die Messerschmitt 323 „Gigant“, ein zunächst mit vier, danach mit sechs Motoren ausgerüstetes Transportflugzeug der deutschen Luftwaffe, war das größte landgestützte Transportflugzeug des Zweiten Weltkriegs.
Die Maschine besaß eine Spannweite von 55 Metern und einen fast 30 Meter langer Rumpf, der über ein großes Bugtor LKWs und sogar Schützenpanzer aufnehmen konnte. Eine Eigenschaft, die vor allem bei der Versorgung des Deutschen Afrikakorps von Bedeutung war.
Aus einer Privatsammlung wurde uns ein rund 30 Minuten langer 35-mm-Film übereignet, der den Bau und den Einsatz dieser Maschine dokumentiert. Die Aufnahmen liegen komplett in HD vor. Einen Ausschnitt stellen wir an dieser Stelle ein.

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