Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.11.2014

Zwei neu erworbene, privat gedrehte 16-mm Filme zeigen einen Aufmarsch englischer Kolonialtruppen, wahrscheinlich in Britisch-Indien. Wer nähere Angaben zu den Aufnahmen machen kann, setzt sich bitte mit uns in Verbindung.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.11.2014

60 Minuten lang ist ein Film über das „Kriegs-Winterhilfswerk 1939/40“, der uns aus dem Nachlass eines ehemaligen Kameramanns übereignet wurden. Die sehr gut gedrehten Aufnahmen zeigen ua. den damaligen Reichsleiter Dr. Robert Ley bei der öffentlichen Sammlung.

Wikipedia gibt zum Stichwort „Winterhilfswerk“ folgender Hinweis: „Das Winterhilfswerk des Deutschen Volkes (kurz Winterhilfswerk oder WHW) war in der Zeit des Nationalsozialismus eine Stiftung öffentlichen Rechts, die Sach- und Geldspenden sammelte und damit bedürftige „Volksgenossen“ entweder unmittelbar oder über Nebenorganisationen der „Nationalsozialistischen Volkswohlfahrt“ (NSV) unterstützte.

Durch das Winterhilfswerk konnte das NS-Regime die materielle Not von Teilen der Bevölkerung lindern und zur inneren Stabilisierung beitragen. Zugleich zielte die Spendensammlung auf das Zusammengehörigkeitsgefühl der „Volksgemeinschaft“. Das Spendenaufkommen übertraf ab dem Rechnungsjahr 1939/1940 die Summe, die aus Steuermitteln für öffentliche Fürsorgeverbände aufgebracht wurde. Der Staatshaushalt wurde somit von Sozialausgaben entlastet.“

Neuigkeiten aus dem Archiv – 07.11.2014

Aus Sammlerkreisen wurde uns ein umfangreicher 8-mm-Filmnachlass eines Mediziners zugänglich gemacht, der während seines Einsatzes bei der Deutschen Luftwaffe im besetzten Frankreich gedreht hat. Die Aufnahmen zeigen neben zur Arbeit eingesetzten kriegsgefangenen französischen Kolonialsoldaten und Sanitätsübungen auch die Rettung einer über dem Atlantik abgeschossenen und von Deutschen Marinefliegern geretteten britischen Flugzeugbesatzung. Seltene Szenen, die wir so bisher noch nie gesehen haben.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.11.2014

Gerne machen wir auf einen interessanten Beitrag in der aktuellen Ausgabe von „Militär und Geschichte“ über die Propagandaarbeit während des Ersten Weltkriegs aufmerksam.

Als DVD-Tipp verweist der Artikel auf unsere fünfteilige Dokumentation „Der Erste Weltkrieg“, die als DVD Box mit über sechs Stunden Spielzeit von Polar Film vertrieben wird.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05.11.2014

Durch die freundliche Vermittlung eines Sammlers konnten wir erneut ein umfangreicheres Konvolut an Privatfilmen für unser Archiv erwerben.

Die Rollen beinhalten ua. Aufnahmen aus Bremerhaven 1939, Magdeburg 1939 bis 1944, Halle, Leipzig, Hannover 1940, Hahnenklee, Bremen, Reichenberg, Dresden 1939 und aus Stettin 1940. Lazarettaufnahmen der Wehrmacht in Braunlage 1943, Aufnahmen der Wehrmacht an verschiedenen Fronten in Polen, Holland, Flandern und Russland.

Besonders interessant sind die ca. 15 Minuten langen Farbfilmaufnahmen aus Stettin, Königsberg, Elbing und Dresden.

Ein zweites kleineres Konvolut erreichte uns aus Halle. Die vier Filmrollen enthalten neben anderen Aufnahmen auch Szenen aus der pommerschen Stadt Kolberg.

Ausschnitte stellen wir nach erfolgten HD-Abtastung auf unseren Seiten ein.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.11.2014

Als ein ganz besonderer Fund erwies sich ein 16-mm-Farbfilm, den wir in England erstanden haben. Er zeigt in brillanten Farben den Besuch des belgischen Königs Leopold III. in London am 22. 3. 1937. Bei diesem Besuch erläuterte Leopold III. Vertretern der britischen Regierung ua. die belgische Position bezüglich der strikten Neutralität im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Deutschland.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 30.10.2014

Für zeitgeschichtliche Dokumentarfilme stellt der nationalsozialistische Massenmord an den europäischen Juden ein schwieriges Thema dar, zumal von dem Vernichtungsprozess so gut wie kein Film- und Fotomaterial existiert. Dies hat zur Folge, dass man sich dem Holocaust filmisch lediglich annähern kann – daher hat etwa Claude Lanzmann in seinem achtstündigen Werk Shoah (1985) konsequent auf die Verwendung von Archivmaterial verzichtet. Auch wir versuchen uns in unserem zurzeit in Produktion befindlichen Film Volksgenossin – Frauen im Dritten Reich an einer solchen Annäherung. Der Zweiteiler, den der Historiker Dirk Alt gestaltet, soll von Mitverantwortung und Partizipation bis zu Widerstand und Verfolgung das ganze Spektrum weiblicher Erfahrungen während der NS-Zeit abbilden; er wird im Laufe des kommenden Jahres auf DVD erscheinen. Wir zeigen vorab einen Ausschnitt, der den Leidensweg jüdischer Frauen im Vernichtungslager Auschwitz behandelt. Die Interviews führte Maurice Philip Remy mit den Auschwitz-Überlebenden Dagmar Ostermann, Dr. Ella Lingens und Anita Lasker-Walfisch, die Musik stammt von dem schwedischen Dark-Ambient-Künstler Magnus Zetterberg.

Wie berichtet, haben wir einen Kooperationsvertrag mit der Gedenkstätte Yad Vaschem in Jerusalem geschlossen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit erreichte uns aktuell folgende Anfrage, die zeigt, welcher Wert unseren Filmarchivalien inzwischen zugesprochen wird.

Dear Mr. Hoeffkes,

The International School for Holocaust Studies at Yad Vashem is currently working on a Holocaust Education Video Tool Box for educators. The project involves producing short instructional videos designed to provide teachers and educators with practical, hands-on pedagogical and methodological knowledge for teaching the Holocaust. The videos include interviews with educators and historians and will also be accompanied with historical archival footage.

You can watch the films we produced last year here:
http://www.yadvashem.org.il/yv/en/education/video/index.asp

The films are intended for educational use only. We would like to include some footage from your collections

Thanks and Best Regards from Jerusalem,
The Internet Department
The International School for Holocaust Studies,
Yad Vashem

Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.10.2014

Filmaufnahmen aus dem Leben der Deutschen Jugendbewegung vor der Gleichschaltung durch die Nationalsozialisten, sind rar. Um so mehr freuen wir uns über einen ca. 35 Minuten langen Film, der eine Großfahrt von Jungen und Mädchen Anfang der 30er Jahre nach Budapest und zu der Deutschen Minderheit im Banat zeigt. Wir danken den Rechteinhabern für die großzügige Überlassung!

Brauner Sozialismus – Die Deutsche Arbeitsfront im Dritten Reich

Brauner Sozialismus? Die Sozialisten marschierten bekanntlich unter der roten Fahne – was haben dann die Nazis mit dem Sozialismus zu tun?

Unsere neue Dokumentation gibt Antworten, denn die Nationalsozialisten waren durchaus keine „Rechten“, wie es heute allgemein dargestellt wird. In ihrer Frühzeit waren sie zum Teil sogar linksradikal. Adolf Hitler fing in München bei der kleinen „Deutschen Arbeiterpartei“ an, drückte ihr seinen Stempel auf und entwickelte sie schließlich zu einer Massenbewegung, die sich „National-Sozialistische Deutscher Arbeiterpartei“ nannte.

Gegen die politische Rechte grenzte sich die NSDAP scharf ab. In ihrer Parteihymne wurde die Reaktion ausdrücklich verdammt.

Allerdings wurde schon vor der Machtübernahme 1933 deutlich, dass der Realpolitiker Hitler das Bündnis mit den herrschenden gesellschaftlichen Schichten suchen würde, um seine Ziele zu verwirklichen. Seine linksnationalistischen Anhänger versuchten dennoch, das Dritte Reich zu einem sozialistischen Staat zu machen.

Hitlers Staat wurde kein sozialistischer, war aber mit sozialistischen Elementen durchsetzt. Dafür stand vor allem die „Deutsche Arbeitsfront“

Neuigkeiten aus dem Archiv – 27.10.2014

Aus einem Nachlass konnten wir mehrere alte 35-mm-Filme erwerben, darunter auch die hier in Ausschnitten gezeigten etwa 10 Minuten langen Dokumentaraufnahmen vom „Großen Schützenfestzug anlässlich des 18. Deutschen Bundesschießen am 17. Juli 1927 in München“. Da Aufnahmen wie diese in der Regel in keinem Archiv vorhanden sind, freuen wir uns über derartige „Filmschätze“ besonders.

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