Gestern berichteten wir bereits über einen von uns übernommenen Nachlass eines Touristen, der seine Rundreise durch Europa – nur wenige Monate vor Kriegsbeginn – mit seiner Kamera festhielt. Aufgrund zahlreicher Bitten stellen wir heute aus dem gleichen Fundus Aufnahmen aus Schottland ein.
Neuzugänge im Archiv – 03.12.09
Im Spätsommer 1938, ein Jahr vor Kriegsbeginn, drehte ein Tourist im Verlauf einer Europareise Bilder eines Kontinents, der wenig später in Blut und Tränen untergehen würde. Soeben konnten wir mehrere Filmrollen mit einer Laufzeit von fast zwei Stunden erwerben.
Nachfolgend stellen wir Auszüge seiner Aufnahmen aus Holland ein.
Neuzugänge im Archiv – 03.12.09
Passend zu einem Artikel in der gestrigen Ausgabe der Bild Zeitung („Deutschland zahlt noch immer für den ersten Weltkrieg“) erreichte uns heute ein Paket mit zahlreichen 35-mm-Filmen aus den Jahren 1914 – 1920, die ein Filmamateur aufgenommen hat.
Für diejenigen, die den oben genannten Artikel nicht gelesen haben sollten, zitieren wir nachfolgend die wichtigsten Passagen (Hervorhebung durch unsere Redaktion):
„Deutschland zahlt noch immer Kriegsschulden des 1. Weltkriegs – über 90 Jahre nach dem Versailler Vertrag! (…) Der noch offene Betrag für Zins- und Tilgungsleistungen beläuft sich auf rund 56 Mio. Euro. (…) Getilgt hat Deutschland bis 1952 rund 1,5 Milliarden Mark. Die entstandenen Zinsforderungen wurden 1953 wegen der Gebietsverluste Deutschlands bis zur Wiedervereinigung zurückgestellt. Am 3. Oktober 1990 traten sie mit 20 Jahren Laufzeit in Kraft“.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.12.09
Die letzten Tage waren geprägt von zahlreichen Gesprächen und Vorträgen, die das Archiv einer wachsenden Zahl von Interessierten weiter bekannt machen.
Vor der Berliner Landesgruppe des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr sprach Karl Höffkes gemeinsam mit Prof. Dr. Ortwin Buchbender (ehem. Wissenschaftlicher Direktor der Akadamie der Bundeswehr für Information und Kommunikation) auf einem sicherheitspolitischen Seminar in der Julius-Leber-Kaserne in Berlin.
Bei den zahlreichen Anwesenden stießen die Ausführungen der beiden Referenten auf großes Interesse.



Neuigkeiten aus dem Archiv – 25.11.09
Materialanforderungen aus den USA (Szenen aus der Frühzeit der NS-Bewegung), Italien (Befreiung Mussolinis vom Gran Sasso) und Frankreich (Liebe zwischen französischen Frauen und deutschen Besatzungssoldaten), die uns gestern erreichten, belegen, dass der privat gedrehte Film als historische Quelle zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Wir bemühen uns weiterhin, alle Wünsche zeitnah und mit aussagekräftigen Bildern zu erfüllen.
Neuzugänge im Archiv – 25.11.09
Um die am Kriegsende zusammenbrechenden Fronten mit kampffähigen Soldaten zu stabilisieren, besetzten die Verantworlichen Positionen im Hinterland zunehemend mit Frauen, Mädchen und Hitlerjungen.
In der letzten Phase des Krieges bestanden vor allem Flugabwehrgeschütz-Besatzungen fast ausschließlich aus Hitlerjungen. Als im Zuge des Volkssturms alle Männer vom 16. bis zum 60. Lebensjahr, die nicht der Wehrmacht angehörten, zu den Waffen gerufen wurden, füllte man die entstandenen Lücken mit weiblichen Helferinnen auf.
Eine seltene Filmaufnahme, entstanden im März 1945 während eines alliierten Bombenangriffs in der Nähe von Würzburg, zeigt eine Flakbatterie, in der auch junge Mädchen zum Einsatz kamen.
Neuzugänge im Archiv – 24.11.2009
Soeben haben wir zwei acht-mm-Filme erworben, die in den Jahren 1940 und 1941 von einem Angehörigen einer Flakeinheit in Mainz und Frankfurt gedreht wurden.
Nach Sichtung und Abtastung stellen wir Ausschnitte ein.
Neuzugänge im Archiv – 24.11.09
Aus Süddeutschland erhielten wir einen umfangreichen Filmnachlass eines ehemaligen Frontberichterstatters, der mit seiner privaten Schmalfilmkamera die verschiedenen Stationen seiner Tätigkeit festhielt.
Das über zwei Stunden lange Material ist eine historische Quelle ersten Ranges. Unter den Aufnahmen finden sich auch diese Szenen aus dem Krakauer Ghetto, die den unmenschlichen Charakter des NS-Regimes deutlich machen.
Neuzugänge im Archiv – 23.11.09
Nach dem sogenannten „Anschluss“ Österreichs im Jahr 1938 nutzten zahlreiche deutsche Urlauber die Möglichkeit, ihre Sommerferien in der „Ostmark“, wie Österreich im NS-Jargon genannt wurde, zu verbringen.
Einer von ihnen drehte diese Aufnahmen.
Neuzugänge im Archiv – 20.11.09
Ein Zufallsfund auf einem Flohmarkt im Ruhrgebiet bereichert unser Archiv um einen privat gedrehten 16-mm-Film aus dem Jahre 1939. Die ruhig gedrehten Farbaufnahmen halten in einer Länge von fast zehn Minuten Motive einer Rheinfahrt fest.
Ein Stück deutscher Kulturgeschichte ist damit dem Vergessen entrissen.
