Neuzugänge im Archiv – 19.11.09

Zwei privat gedrehte 16-mm-Filme halten Kiel und die nähere Umgebung – bis hin nach Eckernfoerde – lebendig.

Die Mitte der 30er Jahre entstandenen Aufnahmen befanden sich aufgrund schlechter Lagerung in einem ausgesprochen schlechten Zustand. Digitale Aufarbeitungstechniken haben die Filme zu neuem Leben erweckt.

Wir danken dem Übereigner für diesen Zuwachs an historisch interessanten Bildern und hoffen, dass wir damit nicht nur unseren norddeutschen Besuchern eine besondere Freude bereiten können.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 19.11.07

In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEiTUNG unter der Überschrift „Die Gentlemen bitten an Deck“ über die geplante Verfilmung der Versenkung des des britischen Truppentransporters „Laconia“ durch das deutsche U-Boot 156 und die sich daran anschließende Rettungsaktion durch die deutsche Seekriegsleitung.

Ein Kapitel des Krieges, das bisher von der Mehrheit der deutschen Historiker wenig beachtet wurde. Die sachlich beschriebenen Fakten zeichnen das Bild eines deutschen U-Boot-Kommandanten (Kapitän Gustav Julius Werner Hartenstein), der zunächst aus eigener Entscheidung und danach mit ausdrücklicher Zustimmung seines Befehlshabers Karl Dönitz sein eigenes Boot in Gefahr brachte, um in Seenot geratene Gegner und Verbündete (die sich als Kriegsgefangene auf dem torpedierten Boot befanden) zu retten.

In einem Punkt aber irrt ihr Autor: die vier Tage später erfolgte gezielte fünffache Bombardierung der aufgetaucht fahrenden und mit Rot-Kreuz-Fahnen versehenen deutschen U-Boote und der angehängten Rettungsboote, auf denen sich auch zahlreiche Engländer und Polen befanden, die die deutsche U-Boot-Besatzung aus Seenot gerettet hatte, durch einen bei klarer Sicht im Tiefflug angreifenden amerikanischen Liberator-Bomber ist weder „einem Kommunikationsproblem“ geschuldet, noch ein in Frage zu stellender eventueller „Mutwille“ der amerikanischen Luftwaffe. Es war gezielte Absicht, dem zahlreiche alliierte Soldaten zum Opfer fielen.

Da Hartenstein zuvor einen englischen Funkspruch abgesetzt hatte, in dem er gegnerische Schiffe zur Rettung aufforderte und zusicherte, dass kein Schiff, dass sich an der Rettung beteilgen würde, angegriffen würde, wussten die Amerikaner sehr genau, welche Tragödie sich sechshundert Seemeilen vor der liberianischen Küste abspielte.

Man darf gespannt sein, ob die verantwortlichen Filmemacher die Abläufe vorurteilsfrei darzustellen bereit sind, oder sich nur im Tauchgang der historischen Wahrheit nähern.

Wir haben schon vor Jahren in einem Dokumentarfilm über die „Geschichte der deutschen U-Boot-Waffe“ diesen Vorgang und die Behauptung, Dönitz habe wegen dieses Vorfalls den Befehl erteilt, auf Schiffbrüchige zu schießen, aufgearbeitet und Zeitzeugen befragt.

Neuzugänge im Archiv – 18.11.09

Soeben erreicht uns ein Paket mit diversen 16-mm-Filmen. Die Aufschriften auf den Rollen lassen den Rückschluss zu, dass es sich um zum Teil sogar farbige Privataufnahmen einer Europareise eines Amerikaners aus dem Jahr 1938 handelt. Wir sichten und stellen in Kürze Ausschnitte ein.

Den Eigentümern, die uns dieses umfangreiche Konvolut übereigneten, gilt unser herzlicher Dank!

Neuzugänge im Archiv – 18.11.09

Nach der sogenannten „Röhm-Revolte“ Ende Juni 1934, in deren Verlauf über 80 Menschen, darunter auch 50 höhere SA-Führer auf Befehl Hitlers erschossen wurden, war die Macht der SA gebrochen. Von den rund 4 Millionen Mitgliedern (Stand Sommer 1934) traten bis Kriegsende fast 3 Millionen aus.

Die SA war organisatorisch wie ein militärischer Verband gegliedert: Die oberste Befehlsgewalt lag bei der Reichsführung. Ihr unterstanden Obergruppen, die ihrerseits jede mehrere Gruppen umfassten.

Jede Gruppe gliederte sich in mehrere Brigaden, und diese wiederum in mehrere Standarten. Eine Standarte umfasste zwischen 3.000 – 4.000 Mann und gliederte sich in mehrere Stürme von 100 bis 200 Mann.

Die nachfolgenden Privataufnahmen aus dem Jahr 1937 zeigen Szenen aus der Ausbildung einer SA-Standarte. Die Gesamtlaufzeit der 16-mm-Rolle, die wir vor kurzem erwerben konnten, beträgt 14 Minuten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 17.11.2009

Soeben erschien als erster Film der Edition AugenBlick – Produktion Höffkes der Film „Mit der Kamera nach Stalingrad“ von Michael Kuball. (Vertrieb: Polar Film in Gescher)

Grimme-Preis-Träger Michael Kuball ist Autor zahlreicher, mit internationalen Auszeichnungen gewürdigter TV-Dokumentationen, darunter „Der unbekannte Krieg“ und „Geliebtes Leben“.

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und werden in Kürze weitere Neuerscheinungen unseres neuen Labels AugenBlick – Produktion Höffkes präsentieren.

Neuzugänge im Archiv – 17.11.09

„Erntedankfest in Holzweissig 1935“: Privataufnahmen eines Hobbyfilmers, der einen typischen Maifumzug im Dritten Reich festgehalten hat. Aufmärsche wie dieser bestimmten in vielen kleinen Orten und Städten das Bild des 1. Mai, der von den Nationalsozialisten als „Tag der Arbeit“ zum Feiertag erklärt wurde.

Neben den traditionellen Erntewagen dominierten im Dritten Reich vor allem die verschiedenen Gliederungen der Partei die Maiaufzüge und unterstrichen damit die ideologische Ausrichtung dieses Feiertages.

Wie hier in Holzweissig in der Nähe von Bitterfeld/Wolfen in Sachsen-Anhalt marschierte nicht selten das ganze Dorf mit; Zuschauer gab es so gut wie keine.

Neuzugänge im Archiv – 14.11.09

Bei der Sichtung von drei privat gedrehten 16-mm-Filmen aus Frankfurt, die uns von der Familie des Filmers zur Verfügung gestellt wurden, fanden wir auf der ersten Rolle neben rein familiären Aufnahmen etwa fünf Minuten Farbmaterial von einem Treffen deutscher Marineoffiziere.

Während eine der beiden anderen Rollen ausschließlich Urlaubsaufnahmen aus den 30er Jahren enthielt, hält die dritte Rolle den Alltag deutscher Luftwaffen-Soldaten in den Niederlanden fest.

Von Interesse für die Erforschung der Besatzungspolitik der deutschen Seite sind die Szenen, die den ungezwungenen Alltag zwischen deutschen Soldaten und niederländischen Frauen festhalten.

Neuzugänge im Archiv – 14.11.09

In Österreich konnten wir einen 9,5-mm Film mit einer Lauflänge von rund 15 Minuten erwerben, den ein Amateurfilmer 1938 bei einem Besuch italienischer Faschisten in Wien gedreht hat.

Wie uns angedeutet wurde, sind weitere privat gedrehte Originalfilme aus den Jahren 1936 bis 1940 vorhanden.

Wir sind bemüht, den gesamten Bestand zu erwerben, um ihn der historischen Forschung zugänglich zu machen.

Ausschnitte aus dem neu erworbenen Film stellen wir in Kürze ein.

Neuigkeiten im Archiv – 13.11.09

„Damals im Münsterland – Filmschätze aus den 30er Jahren“ hieß der Vortrag von Karl Höffkes im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages, zu dem der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn (CDU) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Freunde des Münsterlandes in Berlin e.V. geladen hatte. Die zahlreichen Gäste, darunter auch die Abgeordneten Reinhold Sendker, Wahlkreis Warendorf-Beckum und Karl Schiewerling, Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt, verfolgten mit Interesse Höffkes´ Ausführungen über die Bedeutung privat gedrehter Filme für die Geschichtswissenschaft und mit sichtbarem Vergnügen die Filmaufnahmen aus dem Dorfleben von anno dazumal. Plattdeutsche Kommentare und launige Zwischenrufe der „Exil-Münsterländer“ gestalteten den Abend im Bundestag ebenso informativ wie unterhaltsam.


Von links nach rechts: Karl Schiewerling, MdB, Jens Spahn aus Borken, MdB, Karl Höffkes, Reinhold Sendker, MdB

Neuigkeiten aus dem Archiv – 13.11.09

In Berlin konnten wir drei Rollen mit 16-mm-Filmmaterial erwerben, die um 1932/33 gedreht wurden. Der unbekannte Amateurfilmer hat vor allem in Dresden und Umgebung gefilmt. Seine Aufnahmen halten nicht nur die Schönheit Dresdens fest, sondern dokumentieren auch die politischen Ereignisse in der Stadt an der Elbe.

Aus Dessau erreichten uns zwei 9,5-mm Filme, die im Jahre 1936 entstanden sind. Die gut gefilmten Aufnahmen zeigen die Feiern zum 1. Mai in Berlin.

Auszüge stellen wir in Kürze ein.

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