Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.10

In München trafen wir Peter Schamoni („Majestät brauchen Sonne“), der an einer Filmdokumentation über seinen in Russland gefallen Vater und seinen von den Nationalsozialisten in ein Konzentrationslager eingelieferten Onkel arbeitet und bei der historischen Recherche auf die Dokumente und Bestände unseres Archivs zurückgreift.


Peter Schamoni zählt zu den erfolgreichsten deutschen Regisseuren und gehört zu den Unterzeichnern des sogenannten „Oberhausener Manifests“, das den radikalen Bruch mit dem bisherigen deutschen Filmschaffen besiegelte („Papas Kino ist tot“). Mit seinem Spielfilmdebüt „Schonzeit für Füchse“,  gewann er drei Deutsche Filmpreise sowie den „Silbernen Bären“ der Berliner Filmfestspiele.

Als Produzent feierte er seinen größten Erfolg mit dem Kultfilm „Zur Sache Schätzchen“, einer Komödie aus dem Münchner Studentenmilieu, deren Hauptdarsteller Uschi Glas und Werner Enke zu Ikonen der 68er Bewegung wurden.

1973 wurde er für sein Porträt des Wiener Künstlers Friedensreich Hundertwasser Hundertwassers Regentag für den Oscar nominiert.

Mit „Frühlingssinfonie“ verfilmte er 1983 an den Originalschauplätzen in der damaligen DDR die Liebesgeschichte von Robert und Clara Schumann (gespielt von Herbert Grönemeyer und Nastassja Kinski). Eine der seltenen filmischen Kooperationen zwischen Ost- und Westdeutschland.

2009 erhielt Peter Schamoni als Autor, Regisseur und Produzent den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Ehrenpreis für ein Lebenswerk. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer würdigte Schamoni als „großen und unverwechselbaren Filmkünstler“.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Peter Schamoni.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.10

Wir freuen uns, ab sofort exklusiv den gesamten Filmnachlass von Bernd Rosemeyer und Elly Beinhorn zu betreuen und anbieten zu können. Die Originalfilmrollen werden zur Zeit digitalisiert und verschlagwortet.

In München übergab uns Bernd Rosemeyer jun. den umfangreichen Filmnachlass seiner Eltern, die begeisterte Filmer waren und ihre großen sportlichen Erfolge auf mehreren Stunden Zelluloid festhielten.

Bernd Rosemeyer war neben Rudolf Caracciola einer der berühmtesten deutschen Automobilrennfahrer vor dem Zweiten Weltkrieg. Zunächst fuhr er Motorradrennen für NSU und DKW. Aufgrund seines großen Talents wurde er 1935 Werksfahrer der Rennabteilung der Auto-Union. Nur ein Jahr später wurde er Europameister.

Am 25. Oktober 1937 durchstieß er als erster Rennfahrer die Geschwindigkeitsgrenze von 400 km/h (gemessen: 406, 32 km/h über 1 km).

Bernd Rosemeyer heiratete am 13. Juli 1936 die berühmte und erfolgreiche Fliegerin Elly Beinhorn und hatte mit ihr einen Sohn, Bernd Rosemeyer jun., der später Sportarzt wurde.

Am 28. Januar 1938 starb Bernd Rosemeyer bei einem Versuch, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, als sein Wagen auf der Autobahn von einer Windboe erfasst wurde und sich mehrfach überschlug.

Wir danken der Familie Rosemeyer für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns, den historisch bedeutenden Filmnachlass betreuen und anbieten zu können.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.05.2010

Wir sind zurück von einer Reise quer durch Deutschland, bei der wir zahlreiche neue Kontakte knüpfen und wertvolle Filmbestände übernehmen konnten. Wir berichten ab Montag detailliert.

Aufgrund der Galileo-Sendung über unser Archiv (1,5 Millionen Zuschauer) haben wir Hunderte von emails, darunter auch elf Angebote über Privatfilmbestände erhalten, die wir in den nächsten Wochen sichten werden. Wir sind gewiss, dass wir aufgrund der Sendung weitere Hinweise auf Privatfilmmaterial erhalten werden.

Besonders erfreulich: Die Besucherzahl unserer website ist im Monat April auf eine neue Höchstzahl gestiegen: fast 62.000 Zugriffe signalisieren ein stetig wachsendes Interesse an unserer Arbeit.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.04.10

Im Rahmen der Fernsehreihe „Galileo“ strahlte Pro7 am Dienstag, den 27. April 2010, einen 14-minütigen Beitrag über die Arbeit des Filmesammlers Karl Höffkes aus.

Als Reaktion auf die Sendung haben wir schon vermehrt Filmfunde zu vermelden.

Um die Sendung nochmals sehen zu können, folgen Sie bitte dem Link auf die Pro7-Internetseite.

Link zur Pro7-Sendung

Neuzugänge im Archiv – 29.04.10

Aus dem Nachlass eines ehemaligen Zeiss-Ikon Mitarbeiters konnten wir in München 15 Rollen mit privat gedrehten 16-mm-Filmen erwerben. Die Filme entstanden zwischen 1936 und 1944 und enthalten überwiegend Aufnahmen aus Berlin. Ausschnitte stellen wir in Kürze ein.

Neuzugänge im Archiv – 29.04.10

In Ingolstadt konnten wir 10 Rollen mit Filmmaterial erwerben, die ein Kriegsberichter mit seiner privaten Kamera in Frankreich, im Baltikum und in Rußland drehte. Die professionellen Aufnahmen, ein Teil davon sogar in Farbe, haben eine Gesamtlaufzeit von rund 150 Minuten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 22.04.10

In Berlin entsteht zur Zeit eine Dokumentation mit dem Thema: „Ernst Reuter. Ein zerrissenes Leben“, die das Wirken des Sozialdemokraten und ehemaligen Bürgermeisters von Berlin beleuchtet und in Kürze in der ARD gesendet wird.

Wir freuen uns, diese Dokumentation mit Filmmaterial aus unserem Archiv unterstützt zu haben. Allen Kolleginnen und Kollegen wünschen wir guten Erfolg und hohe Einschaltquoten!

Neuigkeiten aus dem Archiv – 22.04.10

Das von uns gefundene, privat gedrehte Filmmaterial aus dem jüdischen Ghetto in Lotz stösst inzwischen weltweit auf Interesse.

Neben dem „Memoria y Tolerancia“ in Mexico City interessiert sich jetzt auch das Steven Spielberg Filmarchiv im United States Holocaust Memorial Museum für das Material.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 21.04.10

Dass unsere historische Arbeit zunehmend auch im universitären Bereich Anerkennung findet, zeigt die Einladung einer deutschen Universität an Karl Höffkes, im Rahmen eines Seminars über seine Arbeit und die neusten Archivfunde zu berichten.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner
Visit Us On FacebookVisit Us On YoutubeCheck Our Feed