Neuzugänge im Archiv – 05. 01. 2011

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam auch das Ende der freien, politisch unabhängigen Jugendbewegung. Bünde wurden aufgelöst oder verboten, andere reihten sich freiwillig in die Hitlerjugend ein. Filmaufnahmen aus der Zeit vor 1933, aus der Ära des Wandervogels und der bündischen Jugend sind daher Raritäten. Umso erfreulicher ist es, wenn auf einem alten Film einige dieser raren Bilder auftauchen.

Die nachfolgenden Szenen entstammen einem Film, den ein Mitglied des „Vereins für ländliche Wohlfahrts- und Heimatpflege“ um 1930 gedreht hat. Die Aufnahmen sind insgesamt 28 Minuten lang und zeigen Szenen aus der Grenzmark Posen, aus Monschütz in Schlesien, Parkentin in Mecklenburg und aus dem Ahrtal.

Neuzugänge im Archiv – 04. 01. 2011

Dass die Kölner allen politischen Gegebenheiten zum Trotz ihren Humor nicht verloren haben, hält ein Film aus dem Jahre 1939 fest. Bilder vom letzten Karnevalszug vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Aus dem Archiv – 03.01.2011

Vor wenigen Tagen berichtete SPIEGEL ONLINE über den verstorbenen CDU-Wirtschaftspolitiker Klaus H. Scheufelen, der unter der Codebezeichnung CAEDGE C – 120 als Informant für die CIA tätig war. Dass Scheufelen nach dem Krieg als Raketeningenieur in den USA arbeitete, ist bekannt; weniger bekannt ist, dass er schon vorher zum engsten Kreis der deutschen Raketen-Pioniere gehörte.

Seine diesbezügliche Tätigkeit und seine Zusammenarbeit mit Wernher von Braun schildert Herr Scheuefelen in einem Interview, welches ich in seinem Hause mit ihm führen durfte.

Aktuelles zur Homepage – 03.01.2011

Obwohl wir aus den angezeigten Gründen (siehe unsere Veröffentlichung vom 01.01.2011) mehrere Wochen lang keine neuen Filmfunde auf unserer website eingestellt haben, konnten wir im Dezember 2010  50.035 Zugriffe verzeichnen.

Wir bedanken uns für das ungebrochene Interesse an unserer Arbeit und wir hoffen, dass es uns in diesem Jahr gelingen wird, die Zugriffe kontinuierlich zu steigern.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.01.2011

Durch den Hinweis eines befreundeten Sammlers konnten wir soeben den Filmnachlass des deutschen Maschinenbautechnikers Arno Fischer übernehmen. Fischer gilt als Begründer der Unterwasserkraftwerkstechnik. 

Unterstützt von Gauleiter Schwede (Gau Pommern) konnte Fischer seine Pläne im Jahre 1935 in Rostin an der Persante umsetzen.  Die NS-Propaganda feierte das Bauwerk als das „erste Wasserkraftwerk der Welt“.

Der umfangreiche Filmnachlass von Arno Fischer hält nicht nur die Arbeiten und das fertige Unterwasserkraftwerk in Rostin, sondern auch das später erbaute Kraftwerk in Steinbach an der Iller in allen Einzelheiten fest.   

Neuzugänge im Archiv – 03. 01. 2011

Aus dem Nachlass eines ehemaligen Angehörigen des 9. Infanterie-Regiments erhielten wir diese Aufnahmen, die
unmittelbar beim Einmarsch der Wehrmacht in die Sowjetunion entstanden. Die Einheit galt als Elite-Regiment, das sich der preußischen Tradition verpflichtet fühlte und dem NS-Regime ablehnend gegenüber stand. Zahlreiche Angehörige der späteren Widerstandbewegung gegen Hitler entstammen diesem Regiment. Der Film dokumentiert den Einsatz des Regiments in Polen und die ersten Wochen des Russlandfeldzuges und ist insgesamt 12 Minuten lang.

Neuzugänge im Archiv – 02. 01. 2011

Während einer Reise durch Süddeutschland drehte ein Urlauber Nürnberg, das die Nationalsozialisten zur „Stadt der Reichsparteitage“ erklärt hatten. Seine Aufnahmen zeigen neben der Altstadt Nürnbergs auch das Reichsparteitagsgelände. Der 8-mm-Film hat eine Lauflänge von 14 Minuten.

Neuzugänge im Archiv – 01. 01. 2011

Aus den zahlreichen Neueingängen der letzten Wochen stellen wir nachfolgend Ausschnitte aus zwei Privatfilmen vor, die uns aus Neuss und Stuttgart erreichten.

Die ersten Aufnahmen stammen von einem 8-mm-Film, der im Jahre 1938 während eines Schützenfestes in Rietberg/Kreis Gütersloh gedreht wurde. (Gesamtlänge des Originalfilms ca. 15 Minuten).

Der zweite Film dokumentiert eine großangelegte Luftschutzübung der Freiwilligen Feuerwehr Untertürkheim ebenfalls aus dem Jahr 1938. Mit einer Lauflänge von ca. 38 Minuten ist dieser professionell gedrehten 16-mm Film ein besonders interessantes Dokument über die Geschichte des Luftschutzes in Deutschland kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.