Neuzugänge im Archiv – 21.05.2010

Zwei acht-Millimeter-Schmalfilme, die wir in Köln erwerben konnten, halten Szenen aus dem Kriegsgeschehen in Lettland fest. Die Aufnahmen mit einer Gesamtlaufzeit von 22 Minuten, enstanden in den Jahren 1941 – 1944.

Nach dem Angriff auf die Sowjetunion 1941 eroberten deutsche Truppen auch das Gebiet um Riga. In der Zeit von 1941 bis 1944 war die lettische Hauptstadt Verwaltungssitz des Reichskommissars Ostland, Hinrich Lohse.

1944 wurde die Stadt durch die Rote Armee erobert. Bei den harten Kämpfen wurde die Altstadt Rigas schwer beschädigt. Lettland wurde erneut von der Sowjetunion okkupiert und Riga zur Hauptstadt der sogenannten „Lettischen Sozialistischen Sowjetrepublik“.

Ereignisse, die auf den jetzt gefundenen Filmen eines Angehörigen einer deutschen Artillerieeinheit festgehalten wurden.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 21.05.10

Gerne weisen wir auf die Dokumentation „Ernst Reuter – ein zerrissenes Leben“ hin, die am 26. Mai in der ARD ausgestrahlt wird.

Den Verantwortlichen, die für die Produktion auch auf historisches Material aus unserem Archiv zurückgegriffen haben, wünschen wir trotz der späten Sendezeit gute Einschaltquoten.

Neuzugänge im Archiv – 18.05.10

Was auf den ersten Blick wie eine fröhliche Feier anmutet, gewinnt erst durch die richtige historische Einordnung seinen Stellenwert: die nachfolgend eingestellten Aufnahmen stammen von einem privat gedrehten Film, der am 25. 5. 1941 – also nur drei Wochen vor Beginn des Russlandfeldzuges – im Hotel Excelsior in Frankfurt entstand und der die Abschiedsfeier einer Einheit festhält, die am kommenden Tag an die russische Grenze verlegt wurde.

Neuzugänge im Archiv – 18.05.10

Eine 16-mm-Rolle, die wir heute von einem Händler aus Bochum erhielten, erwies sich bei der Sichtung als kleiner historischer Schatz: der 16-mm-Kodacolor-Farbfilm mit dem Titel „Der letzte Friedensurlaub“ enthält wunderschön gefilme Szenen aus Kampen/Sylt aus dem Sommer 1939.

Der ca. sieben Minuten lange Film ergänzt unsere bereits im Archiv liegenden Farbfilmaufnahmen aus Sylt.

Nach dem Abtasten stellen wir Ausschnitte vor.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 18.05.2010

Die von uns angestrebte Vernetzung mit Dokumentarfilmern und Archiven nimmt weiter Gestalt an: bei einem in naher Zukunft angesetzten Treffen mit Filmern, Archivinhabern und Historikern sollen konkrete Schritte zur Zusammenarbeit besprochen werden.

Wir informieren weiter.

Neuzugänge im Archiv – 18.05.10

Wie bereits berichtet, konnten wir vier 16-mm-Filmrollen erwerben, die die Ausbildung einer deutschen Panzerjägerabteilung festhalten. Die im Jahr 1941 in Antwerpen gedrehten Aufnahmen sind insgesamt 60 Minuten lang.

Die in der Regel von einem Stativ gedrehten Szenen zeigen in professionellen Einstellungen den Ausbildungsweg deutscher Panzerjäger von der Musterung bis zum Abschlussmanöver.

Wir danken an dieser Stelle den Erben noch einmal für die Überlassung des Materials.

Neuzugänge im Archiv – 17.05.2010

Wie bereits berichtet, haben wir ein Filmsegment erhalten, dass die judenfeindlichen Maßnahmen des NS-Systems gegen die letzten Dresdner Juden festhält. Der insgesamt 27 Minuten lange Film, der durch jahrzehntelange Lagerung in einem feuchten Keller arg gelitten hat und der die Verhaftung von Juden im November 1942, ihre unmenschliche Behandlung und ihre Zwangsunterbringung in einem Barackenlager in Hellerberg zeigt, zählt zu den erschütterndsten Zeugnissen der menschenverachtenden NS-Rassepolitik.

Der Film reißt unvermittelt ab, so dass davon ausgegangen werden muss, dass weitere Szenen existieren. Wir gehen jeder Spur nach und versuchen, das fehlende Teil zu finden.

Kolleginnen und Kollegen, die im Rahmen ihrer Dokumentationen auf diese Aufnahmen zurückgreifen wollen, können eine kostenlose DVD bei uns anfordern.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.05.10

WAZ sei Dank: Obwohl der Artikel in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ über unser Archiv und der damit verbundene Aufruf, sich bei uns zu melden, sofern man Privatfilme besitzt, schon einige Wochen her ist, meldete sich ein weiterer aufmerksamer Leser, der uns einen interessanten Filmstock aus Familienbesitz anbot.

Unter den zahlreichen Filmen sollen sich auch einige 17,5 Filme aus den 20er Jahren befinden. Das ausgesprochen seltene Format mit einer Mittelperforation verspricht den Nachlass eines Filmers, der schon früh seiner Leidenschaft nachging und bis in die 40er Jahre hinein gefilmt haben soll.

Wir sichten das Konvolut in der kommenden Woche und berichten weiter.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.05.10

Wie verschiedene Zeitungen berichten, hat das tschechische Fernsehen am 6. Mai einen bislang unbekannten Amateurfilm über ein Massaker an Deutschen in Prag ausgestrahlt, das am 10. Mai 1945 stattgefunden hat und dem Dutzende deutsche Zivilisten zum Opfer gefallen sind. Wir stehen im Kontakt zu den tschechischen Stellen und bemühen uns um Ankauf des Amateurfilms.

In diesem Zusammenhang erreichte uns aus Österreich ein Hinweis, dass es einen weiteren Amateurfilm geben soll, der ein ähnliches Massaker an deutschen Zivilisten festhält.

Wir recherchieren und informieren weiter.

Neuzugänge im Archiv – 16.05.10

Bei diversen Terminen in und um Dresden konnten wir etwa 70 Minuten privat gedrehter 16-mm-Filme aus den 30er Jahren erwerben. Historisch von besonderem Wert ist ein ca. 15 Minuten langer Film, der im Jahre 1942 entstand und der den Abtransport der letzten in Dresden verbliebenen Juden in ein Arbeitslager festhält.

Auszüge stellen wir am 17.05. ein.

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