Nicht schlecht finden wir, dass in der ersten Juniwoche mehr als 18.000 Zugriffe auf unsere Seite erfolgt sind.
Wir versprechen für die kommenden Tage interessante Ausschnitte aus neugefundenem Filmmaterial!

Zeitgeschichte und mehr
Nicht schlecht finden wir, dass in der ersten Juniwoche mehr als 18.000 Zugriffe auf unsere Seite erfolgt sind.
Wir versprechen für die kommenden Tage interessante Ausschnitte aus neugefundenem Filmmaterial!
Ich werde am 11. und 12. Juni in Berlin sein, um altes Filmmaterial zu sichten. Falls einer unserer Leser noch Filme anzubieten hat, bitte ich um Kontaktaufnahme. Ich kann nach Absprache noch Termine einschieben.
Vom 19.- 22. Juni bin ich in Süddeutschland. Bisher stehen Würzburg, Nürnberg und München als Sichtungsorte fest. Falls einer unserer süddeutschen Leser historisch bedeutsames Material anzubieten hat, bitte ich ebenfalls um Kontaktaufnahme.
In der letzten Juniwoche bin ich in Thüringen, Anfang Juli in Wien und Umgebung unterwegs, um verschiedene Filmkonvolute zu sichten. Auch für diese Reisen können noch Termine vereinbart werden.
Mit Dank und freundlichen Grüßen
Karl Höffkes
Die Verbundenheit unserer Leserinnen und Leser zu unserer Arbeit hat sich auch in Hamburg als Fundament des gemeinsamen Erfolgs erwiesen.
Aus verschiedenen Quellen konnten wir rund sechs Stunden (!) privat gedrehtes Filmmaterial erwerben, darunter Aufnahmen aus: Finnland und Afrika, aus dem Westfeldzug, vom Balkankrieg, vom Einsatz auf Kreta und vom Russlandfeldzug. Darüber hinaus rund 40 Minuten vom Kriegseinsatz eines Jagdgeschwaders, diverse Aufmärsche, Urlaubsaufnahmen aus Ostpreußen und weitere historisch interessante Szenen.
Etwa 40 Minuten sind in Farbe gedreht.
Die Sichtung wird uns einige Tage beschäftigen. Wir informieren an dieser Stelle weiter.
Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bei allen, die mich so gastfreundlich aufgenommen und mir Ihre Filmschätze anvertraut haben. Auf weitere gute Zusammenarbeit!
„Winterhilfswerk-Sammlung“ in Esslingen. Alltagsaufnahmen wie diese, die jenseits der NS-Propaganda entstanden, sind für die historische Aufarbeitung des Dritten Reiches von wachsendem Interesse.
Parallel zur Dokumentation der Verbrechen der Nationalsozialisten, beschäftigen sich Filmproduktionen im In- und Ausland zunehmend mit dem Alltagsleben der Deutschen in den Jahren vor und während des Zweiten Weltkriegs. Zur Erklärung der Ereignisse können Szenen, wie die nachfolgend eingestellten, beitragen.
Neckarshalde/Esslingen 1939. Die nachfolgenden Filmaufnahmen, die einen unverstellten Blick in den Alltag des Dritten Reiches ermöglichen, verdanken wir einer freundlichen Dame aus Berlin, die durch einen Internetbeitrag auf unser Archiv aufmerksam wurde und uns daraufhin elf 16-mm-Rollen überließ, die ihr Vater in den 30er und 40er Jahre drehte.
Die Aufnahmen halten vor allem alltägliche Szenen aus Süddeutschland fest und sind wegen ihrer Geschlossenheit als historische Quelle von besonderer Wertigkeit.
Potsdam mit seinen zahlreichen Schlössern und Garten zählten schon in den 30er Jahren zum „historischen Pflichtprogramm“ für viele Touristen.
Ein Filmamateur aus Breslau, dessen Nachlass wir vor wenigen Tagen übernehmen konnten, drehte dabei, bei einer sich anschließenden Schiffstour über die Berliner Seen und einem Tag im Strandbad Wannsee umfangreiche Aufnahmen, aus denen wir nachfolgend einige Szenen veröffentlichen.
Drei Minuten mit historischen Wert: eine kleine 8-mm-Rolle, die heute bei uns eintraf, erwies sich als historisches Schwergewicht. Der privat gedrehte Film hält die Siegesparade der Wehrmacht in Warschau fest. Gedreht wurden die Bilder in unmittelbarer Nähe des deutschen Diktators Adolf Hitler, der mehrfach in Großaufnahme zu sehen ist.
Da wir bislang keine Privataufnahmen von diesem Ereignis besaßen, vervollständigen die ruhig gedrehten Szenen unseren Archivbestand.
Ausschnitte stellen wir nach der Digitalisierung ein.
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Von Interesse sind auch die neu angekauften Privatfilmaufnahmen eines bekannten Karnevalzuges aus dem Jahre 1939. Die offenen antisemitischen Parolen einiger Festwagen machen deutlich, wie sehr die aggressive NS-Propaganda Breitenwirkung erzielen konnte.
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Angeboten wurden uns heute mehrere 16-mm-Rollen, die neben Aufnahmen aus Berlin auch Szenen aus einem Bühnenprogramm eines bekannten deutschen Kabaretts aus dem Jahr 1932 enthalten sollen, in dem ein Schauspieler auf der Bühne als Hitlerimitation agiert.
Wir berichten weiter, sobald wir die Aufnahmen gesichtet haben.
Wir freuen uns, dass der ORF (Österreichische Rundfunk) für eine aktuelle Dokumentation umfangreich auf Farbfilmmaterial aus unserem Archivmaterial zurückgegriffen hat. Den genauen Sendetermin geben wir in Kürze bekannt.
In Frankreich beginnt in Kürze die Arbeit an einer mehrteiligen Dokumentation über die frühen Jahre des Nationalsozialismus. Die verantwortlichen Redakteure besuchen uns in der kommenden Woche vor Ort und sichten zwei Tage lang passendes Filmmaterial.
Das hören wir gerne: ein bekannter britischer Fernsehsender, dessen Dokumentation wir mit bislang nie gezeigtem Filmmaterial unterstützt haben, bedankt sich für die schnelle und unkomplizierte Zusammenarbeit.
Soeben wird uns eine private Filmaufnahme angeboten, die bei der „Reichspogromnacht“ entstanden und die die Zerstörung einer jüdischen Synagoge zeigen soll.
Wir bemühen uns um Ankauf des Material und informieren weiter.
Viele Zuschriften, die uns erreichten, baten um weitere Informationen zu den neuentdeckten Farbaufnahmen, die Galileo in seinem Beitrag über unser Archiv zum erstenmal zeigte.
Die Aufnahmen entstanden vor genau 71 Jahren bei einer Siegesparade für einen Militäreinsatz, den es offiziell bis dahin nicht gegeben hat. Am 6. Juni 1939 marschierten die Einheiten der „Legion Condor“ durch Berlin. Mit dieser Parade und einem sich anschließenden Appell im Lustgarten inszenierten die Nationalsozialisten ihren ersten militärischen Sieg, den sie gemeinsam mit italienischen
Truppen an der Seite des nationalspanischen Generals Franco im spanischen Bürgerkrieg errungen hatten.
Die Propaganda war vollkommen: Berlin war mit Hakenkreuzfahnen geschmückt, die Kinder hatten schulfrei und die Berliner standen Spalier, um die als Kriegshelden gefeierten Spanienkämpfer zu begrüßen.
Gleichzeitig erschien in der inzwischen gleichgeschalteten deutschen Presse eine Flut von Zeitungsberichten zum Einsatz der „Legion Condor“, in der die deutsche Führung den Sieg Francos als Sieg über den Bolschewismus feierte.
Über die willkommene Gelegenheit, neuentwickelte Waffen in einem Krieg testen zu können, wurde ebenso geschwiegen, wie über die zahlreichen Opfer unter der Zivilbevölkerung. Guernica wurde mit keinem Wort erwähnt.
Damit der Tag den Berlinern in Erinnerung blieb, erhielt die Wannseestraße in Zehlendorf den Namen „Spanische Allee“. So heißt sie noch heute.
Der Film, den ein Tourist aus seinem Hotelzimmer drehte, hat eine Gesamtlauflänge von 17 Minuten. Der Gesamtzustand war durch falsche Lagerung ausgesprochen schlecht. Nur durch eine aufwendige Einzelbildabtastung konnten wir die Aufnahmen für die historische Forschung bewahren.