Neuigkeiten – 25.03.2011

Zahl des Tages: Gestern Abend konnten wir im laufenden Monat März bereits mehr als 71.000 Zugriffe auf unsere website verzeichnen. Der Kreis der Interessierten wächst damit ungebrochen. Eine Entwicklung, die sich auch in den zahlreichen Angeboten von Filmmaterial niederschägt, die uns derzeit erreichen.

Erfreuliches: aus Italien erreicht uns aktuell eine Anfrage für eine Sonderedition mit 24 Dokumentarfilmen über die Ereignisse der Jahre 1933 – 1945. Begleitet werden soll die Serie von 12 Büchern, die ebenfalls aus unserem Archivmaterial erstellt werden sollen.

Entdecktes: Ostpreußen. Ein 16-mm-Film, den wir von privater Seite erhielten, zeigt eine wunderbar gefilmte Schiffsreise von Elbing durch das ostpreußische Oberland. Ausschnitte folgen.

Neuigkeiten im Archiv – 25.03.11

Nach dem Ersten Weltkrieg gewann das Faltbootfahren in Deutschland viele Freunde. Das Wasserwandern wurde innerhalb weniger Jahre zu einem beliebten Volkssport. Es war günstig, weil man im Zelt schlief und sich selbst versorgte, es war gesund und es war schön, umgeben von Wasser, Luft und Sonne Deutschland aus dieser ungewöhnlichen Perspektive kennen zu lernen.

Eine große Unbequemlichkeit bedeuteten für jeden Faltbootfahrer die Stauwehre bei Mühlen, Wasserkraftanlagen und Flussschleusen. Um das Hindernis zu umgehen, musste man das Boot entleeren und auf dem Landweg tragen. Nicht selten musste der Weg doppelt zurückgelegt werden, um alle Reiseunterlagen wieder zusammen zu haben, denn das leichte Boot durfte nicht beladen getragen werden. Die Gefahr, dass es brechen würde, war zu groß. Um den Faltbootfahrern die Tour angenehmer zu gestalten, entstand im Jahre 1935 in Hausen am Main das erste Faltboothebewerk der Welt. Ein Amateurfilm, den wir soeben erstehen konnten, hält fest, wie das Hebewerk funktionierte.

Neuigkeiten – 24.03.2011

Eine französische Produktion arbeitet derzeit an einer Dokumentation über Reinhard Heydrich und das auf ihn verübte Attentat im Jahr 1942. Die Kolleginnen und Kollegen fanden dazu in unserem Archiv umfangreiches Material zu den Themenbereichen „Besetzung der Tschechoslowakei“, „Verfolgung der tschechischen Juden“ und „Reinhard Heydrich“. Wir freuen uns, diese wichtige Dokumentation mit unserem Archivmaterial unterstützen zu können.

Aus Berlin erreicht uns eine Anfrage zur Unterstützung einer geplanten Ausstellung zur Geschichte des Dritten Reiches. Auch in diesem Fall helfen wir gerne.

Für eine umfangreiche Reihe von apps will ein öffentlich-rechtlicher Sender in größerem Maße auf unseren Archivbestand zurückgreifen.

Eine soeben erworbene 16-mm-Rolle erweist sich als historischer Schatz, denn sie enthält brillante 16-mm-Farbfilmaufnahmen von einem Gausportfest der Hitlerjugend im Sommer 1941 und von einer Altmetallsammlung im April 1940. Nie gesehene Farbaufnahmen, die einen unverstellten Einblick in das Innenleben des NS-Regimes gestatten. Ausschnitte stellen wir in Kürze ein.

Am Rande notiert: eine Nachorder von 1.500 DVDs durch einen Katalogversender, der erst kürzlich einige unserer historischen Titel in sein Programm aufgenommen hat, ist ein erneuter Beleg für das wachsende Interesse an geschichtlichen Themen. Wir freuen uns über diese Zahlen und wünschen weiterhin erfolgreichen Verkauf.

Neuigkeiten im Archiv – 24.03.11

Zwischen November 1944 und Frühjahr 1945 wurden vier Ausgaben der sogenannten „Panorama – Wochenschauen“ fertig gestellt, die ausschließlich im neutralen und besetzten europäischen Ausland zum Zweck der Propaganda für NS-Deutschland gezeigt wurden. In welchen Ländern die „Panorama-Wochenschauen“ gezeigt wurden, ist bis heute ungeklärt. Diese speziell für das Ausland hergestellten Wochenschauen enthalten nur wenige Frontaufnahmen, legen vielmehr den Schwerpunkt auf die Darstellung ziviler Inhalte. Die militärischen Niederlagen der Wehrmacht, die Verfolgung der Juden und die Zerstörungen deutscher Städte durch alliierte Luftangriffe werden ausgeblendet. Offenbar sollten diese Filme vermitteln, das Deutschland – allen Ereignissen zum Trotz – noch immer ein intaktes, kriegsfähiges und wirtschaftlich starkes Land ist.

Nach langer Suche konnten wir im Ausland drei der vier Folgen im Originalzustand erwerben und digital bearbeiten. Für historisch Interessierte stellen wir nachfolgend zwei Ausschnitte ein, die dokumentieren, wie die NS-Propaganda funktionierte und auf welche Weise das Dritte Reich auch noch im letzten Kriegsjahr versuchte, die historische Wahrheit zu vertuschen.

Neuigkeiten im Archiv – 23.03.11

Bilder vom Mai 1945, aufgenommen in Amsterdam. Teile eines ca. 15 Minuten langen Films, den wir freundlicherweise aus Berlin erhielten.
Im Zuge des Westfeldzuges hatten deutsche Truppen am 15. Mai 1940 die Stadt besetzt. Fast die gesamte jüdische Bevölkerung und zahllose deutsche jüdische Immigranten wurden deportiert und ermordet. Als Amsterdam fünf Jahre später befreit wurde, begrüßten die Menschen die einrückenden alliierten Truppen begeistert. Ein amerikanischer Kameramann drehte bei dieser Gelegenheit diese Farbaufnahmen.

Neuigkeiten – 22.03.2011

Die wachsende Wertschätzung, die unser Filmarchiv genießt, belegt ein Schreiben, das uns aktuell vom „Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge“ erreicht: 

„Am 29. April 2011 wird in der Gedenkstätte Sandbostel (am Rande eines kleinen Ortes zwischen Bremen und Hamburg) der Befreiung des ehemals dort befindlichen Kriegsgefangenen- und Konzentrationslagers gedacht, in dem zwischen 1939 und 1945 ca. 500.000 Menschen aus über 60 Nationen inhaftiert waren, von denen bis zu 20.000 den Tod fanden. Den Mittelpunkt der Gedenkveranstaltung bildet in diesem Jahr das Schicksal der etwa 50.000 sowjetischen Kriegsgefangenen, die hier zu Tausenden an Hunger, Seuchen und Entkräftung starben. Die Feierstunde wird von Schülern eines örtlichen Gymnasiums mitgestaltet, die zu diesem Zweck einen etwa 10minütigen Dokumentarfilm über das Leben und Leiden der Gefangenen anfertigen möchten. Dieses Filmprojekt wird von mir in meiner Eigenschaft als Schulreferent beim Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge begleitet.

Der Grund, warum ich mich an Sie wende, ist folgender: Zur Erläuterung der Vorgeschichte – Angriffs und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion – würden wir gerne eine kurze Sequenz aus der bei Polar Film erschienen Dokumentation „Unternehmen Barbarossa – Der Krieg im Osten“ verwenden, genauer gesagt eine etwa 20-30 Sekunden lange Passage aus dem Abschnitt 24:18 – 26:08, in dem große Mengen sowjetischer Rotarmisten nach ihrer Gefangennahme zu sehen sind. Leider verfügen wir über keine finanziellen Mittel, um Sie für die Verwendung dieser Ausschnitte zu entschädigen. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn Sie trotzdem Ihre Einwilligung geben könnten. Zur Gedenkfeier am 29.04. werden etwa 500 Gäste aus dem In- und Ausland erwartet, darunter auch Überlebende des Lagers Sandbostel; die Veranstaltung ist selbstverständlich nicht kommerziell (d.h. Eintrittsgelder werden nicht erhoben) und dient ausschließlich dem Zweck, die Erinnerung an die Toten lebendig zu halten.“

Ein Wunsch, dem wir gerne nachkommen.

Neuigkeiten im Archiv – 22.03.11

Aus dem Filmkonvolut, das wir aus dem Besitz eines Leipziger Filmamateurs übernehmen konnten (wir berichteten bereits darüber), stellen wir heute noch einen Ausschnitt aus dem Leipziger Zoo ein. Die Aufnahmen entstanden im Jahre 1936.

Nach dem Ersten Weltkrieg übernahm die Stadt den Zoologischen Garten und begann mit dem Wiederaufbau. Finanziell hilfreich war der Verleih von Tieren an Filmproduktionen. Zwischen 1920 und 1935 wurde das Gelände auf fast 13 Hektar erweitert. In dieser Phase entstanden auch das Dickhäuterhaus, die Bärenburg und weitere Einrichtungen, die für die damalige Zeit außergewöhnlich waren. Der im Zuge der Kriegsentwicklung geschlossene Leipziger Zoo öffnete schon am 6. Mai 1945 wieder seine Pforten.

Neuigkeiten – 21.03.2011

Unsere Sichtungsreise nach Stuttgart, Gernsbach, Pirmasens, Kaiserslautern und Worms war ebenso anstrengend wie erfolgreich. Neben konkreten Hinweisen zu möglichen weiteren Filmbeständen, konnten wir eine Fülle von Dias und Bildern und insgesamt 31 (!) Filmrollen mit privat gedrehtem Material aus den 30er Jahren übernehmen. Besonders erfreulich: ein wesentlicher Teil der Filme (z.B. Zoppot bei Danzig) ist in Farbe.

Wir danken für die Überlassung, die vertrauensvollen Gespräche und die vielfältige Unterstützung unserer Arbeit.

In den kommenden Wochen bin ich ua. in Berlin, in Norddeutschland und im Raum Coburg. Ich bitte um Kontaktaufnahme, wenn Besucher unser website, die in diesen Regionen wohnen, über interessantes Material verfügen. Gruß Karl Höffkes

Zum Schluss noch einen Blick auf unsere website: bis einschließlich gestern (20. 3.), können wir im laufenden Monat März bereits mehr als 56.000 Zugriffe verzeichnen.

Neuigkeiten im Archiv – 21.03.11

1936 drehte ein Filmamateur aus Leipzig diese Aufnahmen: die Bilder entstanden auf der Kleinmesse am Neuen Platz, auf der Reichsautobahn und während einer Feier „100 Jahre Leipzig – Dresdener Eisenbahn“.
Der uns überlassene Film hat eine Lauflänge von ca. 35 Minuten und hält die Abläufe in Leipzig von 1933 bis 1945 fest.

Neuigkeiten im Archiv – 19.03.11

Klare und helle Innenaufnahmen aus den 30er Jahren sind relativ selten, weil die Kameras ohne ausreichendes Licht in aller Regel dunkle Bilder produzierten. Umso erfreulicher ist ein Filmfund, den wir bei unserer letzten Reise in Berlin machten: etwa 30 Minuten hervorragend gedrehtes 16-mm-Material aus dem Jahr 1937, das die Arbeit in einer Fotokamerafabrik festhält.

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