Neuzugänge im Archiv – 04.11.09

Aus dem Nachlass eines Kommandeurs der deutschen Luftwaffe wurden uns 16-mm-Filmaufnahmen überlassen. Die Aufnahmen mit einer Gesamtlänge von rund 70 Minuten spiegeln das Leben in einem deutschen Nachtjagdgeschwader wieder und zeigen sehr seltene Aufnahmen des „SN 2“.

Als die britische Royal Air Force (RAF) zu Beginn des Jahres 1940 ihre Bomberangriffen auf Deutschland begann, die – zum Schutz der eigenen Maschinen und Besatzungen – vorwiegend in der Nacht durchgeführt wurden, suchte die deutsche Seite nach Möglichkeiten, diese Einflüge wirksam zu bekämpfen.

Zu Anfang des Krieges befand sich die Nachtjagd noch in der Erprobungsphase. Über die „Dunkle“ und „Helle“ Nachtjagd kam es schließlich zum Einsatz des Seeburg-Lichtenstein-Verfahren, das ab1942 die deutsche Nachtjagd revolutionierte. Die massive elektronische Aufrüstung der deutschen Nachtjäger mit dem neuesten Lichtenstein SN-2 Bordradar-Gerät, das wie ein Geweih an den Maschinen angebracht wurde, führte zu schweren Verlusten der alliierten Bomber.

Die damals gewonnenen Erkenntnisse gelten bis heute als Grundlage des modernen Luftkriegs und der Zielzuweisung für gelenkten Raketen.

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