Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.05.2013

Wie bereits berichtet, konnten wir vor kurzem ein umfangreiches 16-mm-Film-Konvolut eines ehemaligen AGFA-Direktors für unser Archiv erwerben.

Aus dem rund fünf Stunden langen Material stellen wir als ersten Ausschnitt einige Aufnahmen ein, die während der Sommerolympiade 1936 in Berlin entstanden sind.

Die Szenen zeigen das filmische Können und die hervorragende Qualität der Filme, die komplett in HD vorliegen und unseren Bestand der Jahre 1932 bis 1939 erweitern.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.2013

Gerne weisen wir auf die Filmpremiere der Dokumentation „Wir haben es doch erlebt: Das Ghetto von Riga“ hin, die am 14. Mai 2013 um 18 Uhr im Kino Cinema Münster gezeigt wird.

Der Regisseur des Films, Jürgen Hobrecht, hat für diese Dokumentation auch auf Material aus unserem Archiv zurückgegriffen.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.05.2013

Ein Blick zurück auf den vergangenen Monat, den wir erfreulich erfolgreich abschließen konnten:

1. Für unsere Website können wir exakt 296.372 Zugriffe verbuchen. Ein neuer Höchststand, der sich auch in vielen Zuschriften, Fragen, Anregungen, Tipps und Angeboten niederschlägt.

2. Der Zugriff auf unseren youtube-Kanal hat die 40.000er Marke übersprungen und liegt bei 40.411 im Monat April. Ebenfalls ein neuer Rekord.

3. Das Film-Archiv ist im Monat April erfreulich angewachsen. Durch verschiedene Schenkungen und einige außergewöhnliche Zukäufe (wir berichteten) konnten wir den Bestand um rund 14 Stunden erweitern, die komplett in HD vorliegen.

Da uns heute 12 privat gedrehte Filmrollen aus den Jahren 1934 bis 1939 erreichten, sind wir überzeugt, auch den laufenden Monat mit einem ähnlichen Zuwachs abschließen zu können.

4. Das Lizenzgeschäft mit fertigen Produktionen: die Trilogie „So war Deutschland“ konnten wir an den Verlag „Readers Digest/Das Beste“, den Zweiteiler „Hitlers Berlin in Farbe“ an N24 lizenzieren. Die Firmengruppe DeAgostini/Atlas übernahm von uns einen zeithistorischen Titel zur preußischen Geschichte, der Verlag Morisel einen Film über das „Landleben in Thüringen“ und die Firma Polar Film einen Dreiteiler über die ehemalige DDR. Da wir inzwischen über drei komplette HD-Schnittplätze verfügen, arbeiten wir parallel an vielen neuen Themen, die wir beizeiten bekannt machen.

5. Unser Kerngeschäft ist die Lizenzierung von Filmmaterial an Produktionen und Sender. Insgesamt erreichten uns im Monat April rund 50 Anfragen; so viele wie noch nie. 21 mal konnten wir Material lizenzieren und damit aktuelle Filmprojekte unterstützen. Da viele Filmemacherinnen und Filmemacher noch im Schnitt sind, wird sich diese Zahl im Laufe der kommenden Wochen sicher noch deutlich erhöhen.

Ich bin im Mai für einige Tage im Nahen Osten unterwegs. Wer Filmmaterial besitzt, kann sicher aber jederzeit an mich wenden und einen Termin mit mir ausmachen. Ich bedanke mich für das Interesse an unserer Arbeit und verbleibe mit besten Grüßen auch von allen Mitarbeitern,
Karl Höffkes

Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.05.2013

Diese Aufnahmen eines Werbefilms aus den 1930er Jahren, die den Produktionsablauf in einer Zuckerfabrik in Dessau festhalten, sind Teil einer großzügigen Schenkung, die uns aktuell aus Sachsen erreichte. Wir danken für die Überlassung.

Wenn auch Sie interessante Filmaufnahmen besitzen, die für die Zukunft gesichert werden sollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.05.2013

Mit 57 Dörfern war die Kolonie Halbstadt die größte Siedlung, die mennonitische Siedler aus Westpreußen auf dem Gebiet der heutigen Ukraine gründeten. Das Gebiet wird im Westen vom Fluss Molotschna begrenzt, der der Siedlung ihren russischen Namen „Molotschna“ gab.

Nach der Besetzung Halbstadts durch die Wehrmacht wurden aus Freiwilligen so genannte „volksdeutsche Reiterregimenter“ aufgebaut, die der SS unterstanden. Eines davon, das „1. Volksdeutsche Reiterregiment der Waffen-SS“ hatte in Halbstadt seinen Sitz. Das Regiment hatte etwa 565 Reiter und war in der Torpedofabrik in Tokmak untergebracht. Die Männer wurden zum Ernteeinsatz, zum Partisaneneinsatz und für örtliche Sicherungsmaßnahmen abgestellt. Im Oktober 1943 wurde das Regiment geschlossen nach Warschau überführt.

Das fruchtbare Gebiet um Halbstadt sollte nach der Vorstellung der Nationalsozialisten zu einer Mustersiedlung unter deutscher Führung ausgebaut werden, deren Ziel es war, die Lebensmittelversorgung der deutschen Bevölkerung zu sichern.

Im Sommer 1943 entstanden in und um Halbstadt Filmaufnahmen, die den Stand der Entwicklung und den Einsatz des 1. Volksdeutschen Reiterregiments dokumentieren sollten. Nach langer Suche konnten wir die kompletten Filmrollen (Gesamtlauflänge über zwei Stunden) unversehrt in einer ukrainischen Sammlung finden und für unser Archiv erwerben.

Kurze Zeit nachdem die Aufnahmen entstanden, wurden die Einwohner von Halbstadt in den so genannten Warthegau evakuiert. Hier wurden sie bei Kriegsende von der Roten Armee überrollt und zurück nach Sibirien und Kasachstan deportiert.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.04.2013

Eben erreicht uns die traurige Nachricht, dass die Fachzeitschrift schmalfilm mit der kommenden Ausgabe (Nr. 610) eingestellt wird. Seit fast 65 Jahren erschien der schmalfilm als „Fachmagazin für Filmer und Sammler“ und ist damit nicht nur die dienstälteste, sondern auch letzte Zeitschrift für die Klientel der Analog-Hobbyfilmer, die durch den Schwund geeigneter Produkte vor allem im letzten Jahrzehnt stark zusammenschrumpft ist. Gegründet wurde der schmalfilm im Jahr 1949 von Hellmuth Lange, dem führenden Kopf des Braunschweiger BDFA (Bund deutscher Filmamateure), von dem sich auch einige Filme in unserem Archiv befinden. Obwohl das Medium Schmalfilm mit dem Aufkommen des Video-Formats Anfang der 80er Jahre zunehmend an Bedeutung verlor, konnte sich die Zeitschrift dank ihrer treuen Stammleserschaft bis heute behaupten – nicht zuletzt dank engagierter Szene-Berichterstattung, eines gefälligen Lay-Outs und ansprechender Themenwahl, die den Blick über den Tellerrand nicht scheute.
Mit dem Verschwinden des schmalfilm ist die deutsche Printmedienlandschaft zweifellos um ein hochwertiges Traditionsmagazin ärmer geworden.
Über die Hintergründe der Entscheidung äußert sich Chefredakteur Jürgen Lossau hier.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 23.04.2013

In Cloppenburg setzt ein umtriebiger Unternehmer schon früh auf ein neues Medium, um für das reichhaltige Angebot seines örtlichen Kolonialwarenladens zu werben: den Film.

1924 entstehen diese Bilder eines aufstrebenden Familienunternehmens im Oldenburgischen. Neben heimischen Erzeugnissen werden auch Kaffee, Tee und Kakao angeboten – Luxusgüter, die sich nicht jedermann leisten kann.

Dass die „bessere Gesellschaft“ das Angebot zu würdigen weiß, soll das eigens bestellte Auto mit Chauffeur dokumentieren. Der wartet geduldig und von den Kindern bestaunt, während seine „Herrschaften“ im Laden einkaufen.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 18.04.2013

Soeben erschien im Münchner Morisel Verlag unsere Dokumentation „Thüringen wie es einmal war“ (Historische Filmaufnahmen aus der Landwirtschaf) als DVD. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und wünschen gute Umsätze!

Bei dieser Gelegenheit machen wir auch gerne auf eine Buch-Neuerscheinung im Morisel Verlag aufmerksam, die viele unserer Leser interessieren wird: „Die Gesichter der UFA“ von Friedemann Beyer.

Friedemann Beyer
Die Gesichter der UFA – Starportraits einer Epoche

Hundert Porträts bedeutender Filmschauspieler der Ufa-Zeit dokumentieren die Vielfalt darstellerischer Persönlichkeiten der 1920er bis 1940er Jahre. Sie erinnern aber auch an eine Ära, als es in Deutschland ein funktionierendes Starsystem gab, das mit Hollywood konkurrieren konnte. Friedemann Beyer zeichnet in komprimierter Form die biografischen und künstlerischen Stationen der Künstler und ihrer Filme nach und ergänzt die Texte mit seltenen zeitgenössischen Porträtaufnahmen. Ein unverzichtbares Kompendium für Filmfreunde.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.04.2013

Mit Parolen wie „Deutsche wehrt Euch! Kauft nicht bei Juden!“ – begannen die Nationalsozialisten am 1. April 1933 einen reichsweiten Boykott gegen jüdische Geschäfte, Ärzte und Rechtsanwälte.

Deutsche, die allen Parolen zum Trotz, in jüdischen Geschäften einkaufen wollten, wurden von Angehörigen der SA und der SS am Betreten gehindert.

Private Filmaufnahmen dieser Aktionen sind eine große Seltenheit. Um so interessanter sind die hier eingestellten Aufnahmen, die die Ereignisse dieses Tages in Leipzig festhalten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.04.2013

„So war die Zeit“ lautet der Titel einer Filmtrilogie mit nie gesehenen privaten Filmaufnahmen der 30er Jahre, die soeben im bekannten „Readers Digest Verlag Das Beste“ erschienen ist.

Das Material stammt komplett aus unserem Archiv
und wurde von dem bekannten Filmemacher Hermann Pölking-Eiken zu einer außergewöhnlichen Dokumentation zusammengestellt. Der eingestellte Trailer lädt ein zu einer einzigartigen Zeitreise in ein Deutschland, das heute so nicht mehr existiert.

Wer Interesse am Erwerb dieser Trilogie hat, wende sich bitte an: Reader’s Digest Das Beste Verlag.

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