Neuigkeiten aus dem Archiv – 18.12.2012

Neben Filmaufnahmen gehören private Schriftquellen in Form von Briefen, Tagebüchern und sonstigen Dokumenten zu den wichtigsten historischen Quellen. Sebastian Kuboth aus München sammelt diese Zeitzeugnisse und wertet sie auf seiner Seite Geschriebene Geschichte aus. In einem Sonderbeitrag für unsere Rubrik Filmgeschichte hat er für uns Korrespondenzen von Filmfirmen der NS-Zeit und Aussagen über zeitgenössische Filme zusammengestellt, darunter Materialien aus einem Nachlass mit Briefen der Schauspielerin Greta Schröder („Nosferatu“, „Kolberg“). Wir wünschen ihm viel Erfolg für seine Sammeltätigkeit und hoffen auf weitere Funde, die die Entstehung, den Hintergrund und die Rezeption der damaligen Filmproduktion für die Nachwelt dokumentieren.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir auch auf eine spannende Brief-Edition verweisen, die als Open-Source-Dokument im Netz einsehbar ist: Alexander Lernet-Holenia und Maria Charlotte Sweceny, editiert von Christopher Dietz.
Der österreichische Schriftsteller Alexander Lernet-Holenia dürfte einigen unseren Lesern als Verfasser der Romane „Ich war Jack Mortimer“, „Der Baron Bagge“ und „Die blaue Stunde“ („Mars im Widder“) bekannt sein. Lernet-Holenia schrieb auch mehrere in der NS-Zeit verfilmte Drehbücher und arbeitete 1941/42 bei der Heeresfilmstelle, die vor allem militärische Lehr- und Ausbildungsfilme produzierte.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 17.12.2012

Reichswehrmanöver 1927 in der Umgebung von Dresden: Aufnahmen vom Übersetzen über die Elbe mit anschließender Parade. Ein 35-mm-Film, gedreht von einem Dresdner Lichtspielhausbesitzer, aus dessen Nachlass wir ein großes Konvolut zeithistorisch interessanter Filme übernehmen konnten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 14.12.2012

1924 lud das Heidenheimer Volksschauspiel auf Schloss Hellenstein zur Aufführung von Schillers „Wilhelm Tell“ ein. Es ist ein Glücksfall, dass ein örtlicher Filmamateur die Aufführung auf einem 35-mm-Film festhielt und sogar mit Zwischentiteln versehen hat. Diese und mehrere weitere Rollen überließ uns dankenswerterweise eine Dame aus Heidenheim, in deren Besitz sich die Filmbestände befanden und die jüngst auf unser Archiv aufmerksam geworden ist.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 14.12.2012

Fritz Lang (Metropolis) privat gedreht bei Dreharbeiten: das sind für jeden Cineasten außergewöhnliche Aufnahmen. Wir entdeckten diese Szenen in einem aktuell übernommenen, umfangreichen filmischen Nachlass eines der bekanntesten deutschen Schauspieler.

Auf mehr als zwanzig 16-mm-Filmrollen sind – teils auch in Farbe – wichtige Kapitel der deutschen Filmgeschichte von der Mitte der 30er bis in die 70er Jahre festgehalten.

Besonders eindruckvoll sind auch die während der Dreharbeiten entstandenen Aufnahmen im Kreis bekannter Kolleginnen und Kollegen. Die Rollen werden derzeit in HD abgetastet und in Kürze auf unserer Website vorgestellt.

Mit diesem außergewöhnlichen Konvolut konnten wir erneut einen bedeutenden Filmschatz für unser Archiv erwerben und für die Öffentlichkeit erhalten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.12.2012

In gleich drei Sendungen des gestrigen Abends fand unser Material Verwendung: „Stille Nacht in Stalingrad“/ZDF, „Winter 42/43 Kriegswende“/Arte und „Barbarossa“/N24.

Wir danken den Kolleginnen und Kollegen und freuen uns über die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Über zwei außergewöhnliche Filmfunde, die uns gestern erreichten, berichten wir in Kürze, sobald die Sichtungsarbeiten an den insgesamt über 20 Rollen abgeschlossen sind.

Aktuell recherchieren in unserem Archiv Dokumentarfilmer aus den USA und Israel. Über die Projekte berichten wir nach Fertigstellung.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.12.2012

25. 7. 1927: Sommerausflug des Vereins der Lichtspieltheaterbesitzer von Dresden und Umgebung in die Sächsische Schweiz. Mit dem Salondampfer „Dresden“ geht es elbaufwärts. Wie von Lichtspieltheaterbesitzern zu erwarten, wird dabei jedes Detail im Film festgehalten. Zu sehen sind: Pillnitz, das Industriegebiet Heidenau, Pirna, das Basteigebiet, Landgang in Wehlen und Aufstieg zur Bastei.

15 Minuten schönstes 16-mm-Filmmaterial, für dessen Überlassung wir sehr danken!

Neuigkeiten aus dem Archiv – 11.12.2012

Noch im November 1942 hat es den Anschein, als trage Hitlerdeutschland den Sieg über die Alliierten davon. Doch mit der Landung der Amerikaner in Nordafrika und der für die deutsche Wehrmacht desaströs endenden Schlacht bei Stalingrad beginnt die Wende im Zweiten Weltkrieg. In den Monaten von November 1942 bis März 1943 werden die Weichen für die Zukunft der Menschen in Europa neu gestellt.
In dem Dokumentarfilm berichten prominente Zeitzeugen, wie sie diese entscheidende Zeit erlebt haben. Und Amateuraufnahmen – also Bilder, die ohne staatliche Zensur entstanden – geben den Blick auf den Kriegsalltag frei.

Für diese TAG/TRAUM-Produktion, die heute Abend um 20.15 auf arte und am 7. Januar um 22.45 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird, konnten wir in größerem Umfang Material beisteuern. Wir wünschen viel Erfolg!

Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.12.2012

Der Kreis Mohrungen war der am westlichsten gelegene Kreis in Ostpreußen. Er bestand von 1818 bis 1945 und gehörte zum Regierungsbezirk Königsberg. Ein privat gedrehter Schmalfilm aus den späten 30er Jahren hält die Atmosphäre der Stadt, in der zu dieser Zeit etwa 8.000 Menschen lebten, lebendig. Da viel Filmmaterial aus Ostpreußen am Ende des Krieges verloren ging, sind Aufnahmen wie diese besonders wertvoll.

Mohrungen blickt nicht nur auf eine bewegte Geschichte zurück. In dieser Stadt wurde 1744 Johann Gottfried von Herder geboren. Er war einer der einflussreichsten Schriftsteller und Denker deutscher Sprache im Zeitalter der Aufklärung und zählt mit Christoph Martin Wieland, Johann Wolfgang Goethe und Friedrich Schiller zum klassischen Viergestirn von Weimar.

Die Aufnahmen zeigen ua. sein Geburtshaus und eine Büste, mit der die Stadt ihren berühmten Sohn ehrte.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 08.12.2012

Colorierte 35-mm-Filme, wie dieser mit dem Titel „Japanische Akrobatik“, waren zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr beliebt, weil es zu dieser Zeit noch keine echten Farbfilme gab. Ein Konvolut, das wir in Österreich erwerben konnten, enthielt mehrere dieser alten Filme; für jeden Cineasten ein kleiner „Leckerbissen“.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.12.2012

Im Februar/März 1931 bereiste ein Ehepaar aus Süddeutschland Marokko. Das nordafrikanische Land stand zu dieser Zeit noch unter französischem Protektorat. War die Reise schon etwas außergewöhnliches, so sind die dabei entstandenen Filmaufnahmen eine Rarität. Wir konnten zwei Filmrollen mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 30 Minuten für unser Archiv erwerben.

Eine Rolle ist ein so genannter „Linsenrasterfilm“, der mit einer entsprechenden Linse abgespielt, Farbaufnahmen der französischen Fremdenlegion und eines Aufmarsches der marokkanischen Armee enthält. Wir bemühen uns derzeit um die dafür notwendige Technik.

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