Neuigkeiten aus dem Archiv – 20.09.2013

Wie berichtet, stellen wir parallel zu unserem Filmarchiv auch unser historisches Fotoarchiv online. Angesichts der Fülle an Fotografien, die digitalisiert und inhaltlich bestimmt werden müssen, kann das nur schrittweise geschehen.

Als Schatz erwies sich dabei eine unscheinbare Kiste mit rund 200 Fotos, die sich als privater Nachlass des 1934 ermordeten SA-Führers Ernst Röhm entpuppte. Wir stellen nachfolgend einige Bilder ein.

Kolleginnen und Kollegen in den Print-Redaktionen werden noch gesondert über unseren Newsletter informiert.







Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.09.2013

Wie berichtet, konnten wir den kompletten Filmnachlass eines ehemaligen Offiziers der 1. Panzerdivision für unser Archiv erwerben.

Die Aufnahmen – gesamt sechs Stunden – liegen jetzt in HD vor.

Die Filme umfassen den gesamten Kriegseinsatz der 1. Panzerdivision während des West- und Ostfeldzuges sowie den Einsatz in Griechenland. Ein kleiner Teil ist in Farbe.

Die hier eingestellten Ausschnitte zeigen ua. Heinz Guderian während des Vormarsches in Frankreich. Guderian war seit 1938 General der Panzertruppe und gleichzeitig „Chef der Schnellen Truppen“ im Oberkommando des Heeres. Er war damit zuständig für die Aufstellung, Ausbildung, Technik und Taktik der motorisierten Einheiten sowie der Kavallerie der gesamten Wehrmacht.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 11. 09. 2013

Neben zahlreichen privat gedrehten Filmen, konnten wir bei unserer letzten Sichtungsreise auch einen umfangreichen, historisch bedeutsamen Bildbestand für unser Archiv erwerben. Die rund 140 Fotos stammen aus Bromberg/Westpreußen.

Der Ort wurde bekannt durch den so genannten „Bromberger Blutsonntag“, bei dem am 3. und 4. September 1939, wenige Tage nach dem Einmarsch der Deutschen Wehrmacht nach Polen, Volksdeutsche durch aufgebrachte Polen ermordet wurden.

Die exakte Zahl der Toten des 3. und 4. September 1939 in Bromberg wird sich nicht mehr feststellen lassen. Durch den Vergleich aller verfügbaren Quellen wie Einwohnerregistern und Kirchenbüchern sowie den namentlichen Abgleich verschiedener Opferlisten gilt aber als gesichert, „dass die Zahl der beim ,Bromberger Blutsonntag´ Getöteten vermutlich 400 überschritten hat“.

Der komplette Bildbestand wird durch entsprechende Informationen ergänzt und zeitnah unter archiv-akh.de veröffentlicht.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05. 09. 2013

Am 23. September dieses Jahres jährt sich zum 80. Mal der Baubeginn der Reichsautobahnen. Anlässlich dieses Jahrestages wird unsere Dokumentation Straßen der Vergangenheit bei Polarfilm auf DVD erscheinen. Die Gestaltung des Films übernahm Dirk Alt, der für uns bereits das Porträt über den Amateurfilmer Walther Bever-Mohr Pech auf Skiern – Glück auf Schienen herstellte.

Die fachliche Beratung leisteten die beiden ausgewiesenen Autobahn-Spezialisten Frank Buchhold und Hans-Peter Fuhrmann. Wir weisen bei dieser Gelegenheit alle interessierten Leser auf die folgenden Internetseiten hin: EAutobahn und AutobahnGeschichte

Für die musikalische Untermalung konnten wir den Tonkünstler und Ambient-Musiker Christian Fiesel gewinnen, dessen avantgardistisch-experimentelle Soundkulissen dem Film zusätzliche Tiefe verleihen. Seine Diskographie ist hier einsehbar. Erreichbar ist der Musiker via Facebook.

Aus dem Filmmanuskript:
Der Mythos der Reichsautobahnen wirkt weiter, obwohl ihr Gesicht längst verschwunden ist: unkenntlich geworden unter den nach 1945 durchgeführten Baumaßnahmen und der explosionsartigen Zunahme des PKW- und Schwerlastverkehrs. Das bundesdeutsche Fernverkehrsnetz umfasst heute 120 Autobahnen mit einer Gesamtlänge von rund 13.000 Kilometern. Stark frequentierte Abschnitte werden mit einer durchschnittlichen täglichen Verkehrsstärke von knapp 200.000 Personen- und Nutzfahrzeugen befahren. Die Bundesautobahnen dienen nicht der Repräsentation und verkünden keine Weltanschauung. Sie tragen einem rein funktionalen Mobilitätskonzept Rechnung: dem Fernverkehr die schnellste Verbindung zu schaffen.

Und doch: Wann immer von Autobahnen die Rede ist, hallen im kollektiven Gedächtnis Mythen nach, die aus der NS-Zeit in unsere Gegenwart reichen:
Mythen vom Aufbruch … von der Versöhnung der Technik mit der Natur … von der Beseitigung der Arbeitslosigkeit.
Wenn Auschwitz ein Symbol ist für die teuflische Entfaltung industrieller Technik im Nationalsozialismus – so verleihen die Reichsautobahnen derselben Epoche bis heute ein attraktives Gesicht. Sie waren nicht nur das größte und ehrgeizigste Bauvorhaben der NS-Zeit – sie waren vor allem das populärste.
Unser Film erzählt ihre Geschichte mit Archivmaterial – denn 90 Prozent ihrer Bausubstanz existiert heute nicht mehr. Sie sind – Straßen der Vergangenheit.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05. 09. 2013

Wie berichtet, ist die Doppel-DVD „Hitlers Berlin in Farbe 1933 – 1945“ erschienen, die von
den Filmemachern Hermann Pölking-Eiken und Linn Sackarnd ausschließlich aus Farbfilmmaterial aus unserem Archiv für den Berliner „Tagesspiegel“ zusammengestellt wurde.

Erste Anzeigen werben für das Produkt als „atemberaubende Dokumentation“.

Wir arbeiten bereits an weiteren Dokumentationen ausschließlich aus privat gedrehten Farbfilmen.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05.09.2013

Auf Einladung verschiedener Filmemacher war ich einige Tage in Israel, um über Kooperationen in Fragen neuer Dokumentarfilme und über die Übernahme von Lizenzmaterial in unser Archiv zu verhandeln.

Die Gespräche verliefen ausgesprochen erfolgreich; erste gemeinsame Schritte sind beschlossen.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03. 09. 2013

Die bereits angekündigte, aus dem Material unseres Archivs erstellte Dokumentation „Hitlers Berlin in Farbe 1933 – 1945“ ist jetzt erschienen. Die Doppel-DVD wird exklusiv vom Berliner „Tagesspiegel“ vertrieben und kann hier bestellt werden.

Wir wünschen den Kolleginnen und Kollegen vom „Tagesspiegel“ viel Erfolg und bedanken uns bei allen Beteiligten für die angenehme Zusammenarbeit.

Start der Online-Datenbank unseres Archives

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Freunde,

nach intensiver Vorarbeit können wir Ihnen unsere Online-Datenbank präsentieren. Sie erreichen diese Website unter folgender URL:

www.archiv-akh.de

In dieser Datenbank befindet sich eine detaillierte Auflistung unseres Archivbestandes an Film-, Interview- und Fotomaterial: rund 1.300 Filmstunden, davon ca. 140 in Farbe, sowie 1400 Interviews mit Zeitzeugen aus den Jahren 1914-1945. Unsere rund 4.000 Farbdias aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellen wir in den nächsten Wochen schrittweise ein. Die timecodegenaue Verschriftung des Filmmaterials wird ständig ausgebaut.

Mit dieser Datenbank können Sie unser Film- und Interviewarchiv jederzeit nach Stichworten durchsuchen und die entsprechenden Szenen direkt online ansehen. Hinweis für Cutter: Die Previewvideos können für den Vorschnitt im Avid Media Composer genutzt werden.

Zur schnellen Orientierung erstellen wir nach und nach thematische Schwerpunkte. Hierunter finden Sie eine Auflistung der wichtigsten Szenen unseres Archivs zu einzelnen historischen Ereignissen, Personen und Orten.

Selbstverständlich stehen wir weiterhin in gewohnter Qualität und Schnelligkeit für alle Ihre Anfragen zur Verfügung und unterstützen Sie gerne bei Ihrer Suche nach Archivmaterial. Kolleginnen und Kollegen, die im Zuge ihrer Recherchearbeiten vorhandenes Material bei uns vor Ort sichten möchten, können dies gerne auch weiterhin tun. Drei komplett ausgestattete HD-Sichtplätze stehen dafür kostenfrei zur Verfügung.

Für Hinweise und Vorschläge zum weiteren Ausbau unserer Datenbank sind wir dankbar – jede Verbesserung macht die Suche nach passendem Material leichter.
Wir freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit und bleiben
mit freundlichen Grüßen
Karl Höffkes

Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.09.2013

Da wir in den vergangenen Wochen mit Nachdruck die Vorarbeiten für die online-Stellung unseres Archivbestandes www.archiv-akh.de vorangetrieben haben, geben wir – bevor wir ab sofort wieder in gewohnter Weise über neue Filmfunde und Neuigkeiten im Zusammenhang mit unserem Archiv berichten – an dieser Stelle einen kurzen Überblick über die wichtigsten Punkte der letzten Wochen:

1. Die Übernahme des Archivbestandes der Münchner Filmproduktion MPR („Hitler – eine Bilanz“, „Hitlers Helfer/Martin Bormann“, „Das Bernsteinzimmer“, „Der Untergang der Wilhelm Gustloff“, „Mythos Rommel“, „Die Zarentochter Anastasia“, „Offiziere gegen Hitler“, „Holocaust“ ua.) den wir ab sofort exklusiv lizenzieren, hat unser zeitgeschichtliches Angebot erheblich erweitert. Über 1.000 Digibetabänder sind inzwischen auf Festplatten überspielt, gesichert und verschriftet. Erste Anfragen konnten bereits mit passendem Material bestückt werden.

2. Daneben erweitern zahlreiche Neuerwerbungen von historischem Filmmaterial unseren Bestand. So konnten wir ua. zwei 16-mm-Filme aus dem Nachlass eines hohen SA-Führers (darauf viele nie gesehene Aufnahmen mit Ernst Röhm), 12 Rollen aus dem Nachlass eines Offiziers des 1. Panzerregiments, mehrere Rollen aus dem Nachlass eines Angehörigen des Deutschen Afrikakorps sowie einen 16-mm Film eines Husarenregiments von 1906 erwerben. Alle Aufnahmen werden derzeit in HD abgetastet und sind in Kürze in Ausschnitten auf unserer Website und nach timecodegenauer Verschriftung komplett in unserem online-Archiv (www.archiv-akh.de) zu sehen.

3. Bis Ende August haben wir mehr als 100 x laufendes Material aus unserem Archiv an Sender und Produktionen lizenziert. Da dabei teilweise umfangreich auf unsere Bestände zurückgegriffen wurde, sind Umsatz und Gewinn im Vergleich zum Vorjahr erfreulich gestiegen. Diese Entwicklung gibt uns die Möglichkeit, weitere Zukäufe zu realisieren. Wie verhandeln derzeit über die Übernahme von Rechten und Beständen mit in- und ausländischen Firmen. Konkrete Angaben erfolgen nach Abschluss.

4. Neben den DVD-Neuerscheinungen bei Polar Film und Morisel sind in Zusammenarbeit mit verschiedenen Filmemachern aus unserem Archivmaterial diverse Dokumentationen entstanden, die über Sondervermarktungswege angeboten werden. Über den Dreiteiler „So war die Zeit“, den die Verlagsgruppe Readers Digest/Das Beste vertreibt, haben wir bereits berichtet. Aktuell erschienen ist die zweiteilige DVD-Edition „Hitlers Berlin in Farbe“, die vom Berliner „Tagesspiegel“ herausgegeben wird. Für die italienische Verlagsgruppe „DeAgostini“ bereiten wir derzeit eine Dokumentationsreihe mit 22 Titeln vor, die in Kürze ediert wird.

5. Auf unserer Website konnten wir im August rund 286.000 Zugriffe verzeichnen. Unser YouTube-Channel zählt inzwischen über 660.000 Abrufe. Dieses Interesse an unserer Arbeit schlägt sich auch in zahlreichen Zuschriften und Angeboten nieder, für die wir herzlich danken. Wir sind bemüht, alle Anfragen zeitnah zu beantworten.

6. Die nächste Sichtungsreise führt uns vom 7. bis 11. August nach Bamberg, Coburg, Bayreuth, München und Augsburg. Gerne können zusätzliche Termine im Rahmen dieser Reise mit uns abgesprochen werden.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.08.2013

Bialystok ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Podlachien. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs kam die Stadt gemäß der Vereinbarungen des Hitler-Stalin-Pakts zur Sowjetunion. 1941 wurde das Gebiet im Zuge des Ostfeldzuges von der Wehrmacht besetzt.

Im gleichen Jahr brannten die Nationalsozialisten die Große Synagoge von Bialystok nieder und errichteten das Ghetto Bialystok. Die meisten jüdischen Opfer wurden ins KZ Treblinka sowie nach Auschwitz zur Vernichtung transportiert.

Ein 16-mm-Privatfilm aus dem Jahre 1941, den wir aktuell für unser Archiv erwerben konnten, hält auf ca. 18 Minuten Szenen aus Bialystok fest.

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