Unmittelbar nach dem Anschluss Österreichs an das deutsche Reich begann die umfassende Neuorganisation und Ausrichtung aller staatlichen Einrichtungen. Ein von uns neu erworbener schwarz-weiß Film eines österreichischen Filmamateurs zeigt die Vereidigung der Wiener Polizei im März 1938.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.03.2015
„Auf der Flucht“, „Anne Frank“, „Geh doch nach drüben“, „Hannah Arendt“, „Deutschland-Saga“, Hitlers Volk“, „Lebensläufe“ und „Böse Bauten“: nur einige von vielen Dokumentationen, die aktuell auf Material aus unserem Archiv zurückgegriffen haben.
Vermehrt wenden sich auch Einrichtungen wie das „Institut für Zeitgeschichte“ oder die „Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten“ an uns, um unsere historischen Quellen für ihre wissenschaftlichen Forschungszwecke und Ausstellungen zu nutzen.
Aktuell möchten wir auch auf einen Arte-Beitrag am 15. März aufmerksam machen, für den wir ebenfalls historisches Filmmaterial beisteuern konnten:

„Geister, die sich scheiden – Richard Strauss und Kurt Weill“
Der Schönwetterkomponist und der Revolutionär – zwei gleichermaßen unterschiedliche wie berühmte Komponisten im Europa der dreißiger Jahre.
Beide sind Künstler aus ganzem Herzen. Beide schaffen unvergessliche Werke. Beide stehen exemplarisch für die Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen auf Kultur und Gesellschaft und auf Einflüsse zu achten.
Anhand dieser Lebensgeschichten stellt die Dokumentation von Michael Pfeifenberger die Frage: Welche politische Verantwortung trägt die Kunst – damals wie heute?
Und: Kann man das Werk eines Künstlers von dessen Biographie trennen?
Die Koproduktion von makido film und ORF 3sat wurde durch Zusammenarbeit mit dem BMBF, dem Nationalfonds der Republik Österreich für die Opfer des Nationalsozialismus und durch die Unterstützung der Familie Strauss sowie der Kurt Weill Foundation for Music möglich gemacht.
Die Dokumentation wird täglich vom 16.03. bis zum 04.04. auf PLANET wiederholt.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.03.2015
Aus Süddeutschland erreichte uns ein besonderer Filmschatz, gedreht von einem ehemaligen Mitglied der Deutschen Arbeitsfront: ca. 70 Minuten 16-mm Kodak-Farbmaterial in außergewöhnlich guter Qualität! Die Aufnahmen entstanden in den Jahren 1938 bis 1941.
Festgehalten wurde auch ein Besuch der damaligen Gauhauptstadt Augsburg, von dem wir hier Ausschnitte einstellen.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.03.2015
Unmittelbar nach dem „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich kam die Idee für eine Großveranstaltung des Reichskolonialbundes in Wien auf. Da sich zahlreiche Österreicher unter den bekannten deutschen Kolonialforschern befanden, war auch Österreich ein Land mit kolonialer Vergangenheit.
Um den „neuen Reichsbürgern“ die eigene Kolonialvergangenheit näher zu bringen, sollte im Mai 1939 neben der Reichskolonialtagung auch eine große Kolonialausstellung in den Hallen des Messepalastes Wien stattfinden. Es lagen bereits fertige Ausführungspläne vor, als bekannt wurde, dass auch Dresden eine große Kolonialausstellung plante.
Um keine Konkurrenz zu schaffen, sprachen die Verantwortlichen Dresden die Ausstellung und Wien die Reichskolonialtagung zu und stellten für 1940 eine genau umgekehrte Regelung in Aussicht.
Die Wiener Tagung vom 16. bis 18. Mai 1939 wurde ein großer Erfolg. Mit Unterstützung der Organisation „Kraft durch Freude“ brachten Sonderzüge Tausende Besucher nach Wien. Bei öffentlichen Veranstaltungen wurden bis zu 60.000 Teilnehmer gezählt. Eine Vielzahl von Zeitungsberichten und Bildern zeugen vom Besucheransturm und vollen Straßen mit uniformierten Marschkolonnen.
Farbfilmaufnahmen dieser Veranstaltung sind bis heute unbekannt.
Nach intensiven Nachforschungen ist es uns gelungen, eine 16-mm-Filmrolle zu erwerben, die zum ersten Mal die Ereignisse dieser Tage in Farbe lebendig erhält.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.03.2015
Köln im Wiederaufbau. Farbfilm-Aufnahmen zu Beginn der 1950er Jahre. Der Aufschwung ist unübersehbar – trotzdem findet der Filmer immer noch Spuren des letzten Krieges.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 27.02.2015
Aus dem bereits erwähnten größeren Nachlass eines Filmamateurs stammen auch diese Aufnahmen. Sie zeigen das noch unzerstörte Dresden im Sommer des Jahres 1938 – ein Jahr vor Beginn des Zweiten Weltkriegs.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.02.2015
Bei der Sturmflut von 1962 kam es zu einer Flutkatastrophe an der deutschen Nordseeküste. Außergewöhnlich schwer betroffen war das Unterelbegebiet mit der Hansestadt Hamburg; allein dort starben 315 Menschen in den Fluten.
Ein Filmamateur, dessen Nachlass uns übereignet wurde, hat die dramatischen Ereignisse festgehalten.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 21.02.2015
Unser Youtube-Channel hat mit 58533 Abrufen in den letzten 28 Tagen eine neue Höchstmarke erreicht.
Unsere Website verzeichnete im Januar 272.705 Zugriffe.
Unsere Archivbestände konnten wir durch zahlreiche Neuerwerbungen und Überlassungen weiter ausbauen.
Aus den USA erreichten uns zwei 16-mm-Farbfilme einer Europareise aus dem Jahr 1939. Aus Süddeutschland erhielten wir einen 16-mm-Farbfilm, der ua. den Wachwechsel vor dem so genannten „Braunen Haus“ auf dem Königsplatz in München festhält. Vier Filme eines Wehrmachtssoldaten zeigen den Alltag im besetzten Frankreich, der Nachlass eines Amateurfilmers aus Ostberlin hält das Leben in der ehemaligen DDR fest.
Weitere Neuerwerbungen: exzellente Farbaufnahmen aus Berlin zwischen Kriegszerstörung und Wiederaufbau, ein Konvolut aus Franken aus den Jahren 1934 und 1939, zwei 16-mm-Farbfilmrollen einer Europareise im Jahre 1939, eine 16-mm-Rolle aus den Tagen der Befreiung von Paris, Aufnahmen vom U-Boot-Bunkerbau in La Rochelle sowie der umfangreiche Nachlass eines SS-Rottenführers mit Filmaufnahmen der militärischen Ausbildung und der Einsätze in Frankreich und Russland zwischen 1938 und 1942, inklusive der vollständig erhaltenen Tagebücher.
Parallel zum Ausbau des Archiv wachsen die Lizenzbestellungen in- und ausländischer Filmproduktionen und Sender. In den letzten Tagen lizenzierten wir Material unter anderem an: MHoch2, Roche production, ZDF, Cineteve, ARD, Raritan Valley, Program33, RBB, Kollektiv Zürich, Astfilm, Cocottes production, NDR, Gruppe 5 und Elephant production.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 20.02.2015
Das Konzentrationslager Buchenwald auf dem Ettersberg bei Weimar war eines der größten Konzentrationslager auf deutschem Boden. Von Juli 1937 bis April 1945 waren etwa 250.000 Menschen aus allen Ländern Europas im Konzentrationslager Buchenwald inhaftiert. Die Zahl der Todesopfer wird auf etwa 56.000 geschätzt, darunter 11.800 Juden.
Ein privat gedrehter Film aus den 60er Jahren hält einen Besuch des Konzentrationslagers durch eine Gruppe DDR-Bürger fest.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 17.02.2015
1987 feierte Berlin sein 750jähriges Stadtjubiläum. Im Vorfeld dieses Ereignisses entstand ein Amateurfilm, der die Atmosphäre in der zu dieser Zeit noch geteilten Stadt in vielen verschiedenen Szenen festhält. Baumaßnahmen und fertige Gebäude, die Mauer, das Brandenburger Tor und der Übergang am Checkpoint Charly werden ergänzt durch Bilder aus dem Berliner „Untergrund“ und von beliebten öffentlichen Plätzen.
Wir freuen uns, dass dieser außergewöhnlich gut gedrehte Farbfilm unseren Archivbestand zu Berlin ergänzt.
