NEUIGKEITEN – 25.08.2011

Unter dem Motto „Auf der Suche nach natürlichen Farben – 150 Jahre Farbphotographie“ veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und das Industrie- und Filmmuseum Wolfen (IFM) im Oktober eine Tagung in der ehemaligen Agfa-Filmfabrik Wolfen (bei Bitterfeld). Die Tagung wird maßgeblich organisiert von Gert Koshofer, der für unsere Rubrik Filmgeschichte einen Beitrag über die Geschichte der farbigen Schmalfilme beigesteuert hat. Wir möchten daher auf diese Tagung besonders hinweisen und unseren interessierten Lesern den Besuch empfehlen.

Aus der Pressemitteilung:

„Vor 150 Jahren, am 17. Mai 1861, hat der schottische Professor James Clerk Maxwell in der Royal Institution of Great Britain in London zum ersten Mal eine Farbaufnahme öffentlich projiziert. Das Jahr 1861 kann somit als Beginn der Farbphotographie angesehen werden, auch wenn ihre allgemeine Verbreitung noch lange auf sich warten ließ. Der Durchbruch der für den Photographen alltäglich einsetzbaren Farbphotographie erfolgte vor 75 Jahren (1936) mit der Einführung der ersten Mehrschichtenfarbfilme von Kodak und Agfa. Anlässlich dieses doppelten Jubiläums findet vom 28. bis 30. Oktober 2011 die Fachtagung „Auf der Suche nach natürlichen Farben – 150 Jahre Farbphotographie“ in der ehemaligen Agfa Filmfabrik Wolfen in Bitterfeld statt. Gemeinsame Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und das Industrie- und Filmmuseums Wolfen (IFM). Zum mehrtägigen Kolloquium treffen sich anerkannte Fachleute. In über einem Dutzend Vorträgen erörtern hochgeschätzte Referenten das Phänomen „Farbe“, den technischen Weg zur Farbphotographie und den Reiz ihrer Anwendung. Zudem stellen sie künstlerische Strömungen, Sammlungen und Archive vor sowie die Arbeit berühmter Photographen mit dem Farbfilm und dessen journalistischen oder propagandistischen Einsatz. Anmeldeschluss für die Teilnahme am Kolloquium ist der 28. September 2011.“

Weitere Informationen hier.

Zum Abschluss der Tagung, am 30. Oktober, 15 Uhr, findet im historischen „UT Connewitz“-Filmtheater in Leipzig eine von Gert Koshofer eingeleitete Vorführung des ersten Agfacolor-Spielfilms Frauen sind doch bessere Diplomaten statt. Eintritt: 5 Euro (Studenten und Rentner: 4 Euro).

Die folgenden Bildproben geben einen kleinen Einblick in die Materie, die Gegenstand der Tagung sein wird:

Hermann Harz: Aral-Tankstelle um 1936
Hermann Harz: Aral-Tankstelle um 1936
Wolfgang Jacobi Hotel Kaiserhof, Berlin 1938
Wolfgang Jacobi: Hotel Kaiserhof, Berlin 1938

Walther Benser KdF-Dampfer
Walther Benser: KdF-Dampfer

Neuigkeiten / 23.08.2011

Melde mich aus Damaskus. Inzwischen konnte ich erste Eindruecke auch ausserhalb von Damaskus gewinnen. Gestern war ich in Hama, etwa 210 Kilometer von Damskus entfert. Bei diesem Besuch ergaben sich interessante Gespraeche sowohl mit Befuerwortern wie mit Oppositionellen. Ich berichte in Kuerze Genaueres.

Neuigkeiten – 19.08.2011

Aufgrund zahlreicher Nachfragen, warum wir in den letzten Tagen nur sehr sporadisch über Neuigkeiten und Neuzugänge berichten, möchte ich kurz mitteilen: Ich bin bis zum 26. 8. in Syrien unterwegs. In den kommenden Tagen werde ich meine Erfahrungen vor Ort an dieser Stelle veröffentlichen, um allen Interessierten ein möglichst authentisches Bild der Ereignisse zu vermitteln. 

Archivmäßig konnten wir in den letzten Tagen zahlreiche Neuzugänge verzeichnen, darunter eine einstündige Filmreise von 1935 von Hamburg nach Marokko, einen 16-mm-Film aus Nürnberg/Reichsparteitagsgelände aus dem Jahre 1942 und einen Privatfilm (von 1938) einer jüdisch-holländischen Familie, die später nach Auschwitz deportiert wurde. Mehrere Pakete sind noch ungeöffnet. ich kann mich darum erst nach meiner Rückkehr kümmern.

Die Nachfrage nach unserem Archivmaterial ist ungebrochen. Das ZDF nutzte in seiner hochgelobten Dokumentation „Geheimakte Mauerbau“ ebenso unser Material, wie viele andere Sender. Details dazu und Ausschnitte aus dem neugefundenen Material folgen nach meiner Rückkehr aus Syrien.

Ich wünsche schöne Sommertage.

Karl Höffkes

NEUIGKEITEN – 17.08.2011

Wir möchten auf eine Filmvorführung mit zeithistorisch interessanten Farbfilmen hinweisen, die unser Mitarbeiter Dirk Alt betreuen wird. Zum Welttag des audiovisuellen Erbes, am 27. Oktober, wird das Berliner Zeughauskino vier Farbtonfilme vorführen, von denen drei wahrscheinlich zum ersten Mal überhaupt öffentlich gezeigt werden.

Auf dem Programm stehen:

Ein Agfacolor-Film, aufgenommen im Herbst 1937 (Die Postkutsche) (Kurzspielfilm, ca. 20 Minuten)

Ein Lied verklingt (1938/39) (Kurzspielfilm, ca. 30 Minuten)

Ich werde nie vergessen (1939) (Werbefilm, ca. 4 Minuten)

Artillerie greift ein! (1940/41) (Propagandafilm, ca. 57 Minuten)

Die Veranstaltung läuft als Sonderprogramm unter dem Titel: „Das Agfacolor-Farbfilmverfahren im Kinoformat 1937-1941″. Details hier.

Der Kurzspielfilm „Ein Lied verklingt“ zeigt die ersten Agfacolor-35-mm-Aufnahmen des damaligen Ufa-Stars Irene von Meyendorff, die später in den Farbfilmen Veit Harlans „Opfergang“ und „Kolberg“ zu sehen war. Für unsere Leser dürfte auch der bislang nur in Ausschnitten im Fernsehen gezeigte Wehrmachtfilm „Artillerie greift ein!“ von Interesse sein. „Artillerie greift ein!“ (Regie: Heinz Paul) ist ein Gemeinschaftswerk von Ufa, OKW und Heeresfilmstelle, von dem wir nachfolgend zwei zeitgenössische Standbilder einstellen. (Quelle: „Der Deutsche Film“ Nr. Nr. 8/9 1942, S. 10/11.)

Neuigkeiten – 05.08.11

Ab dem 18. August ist die neue DVD unseres Labels AugenBlick Media im Handel oder direkt bei unserem Partner POLARFILM erhältlich:

Olympia 1936 – Die Olympischen Spiele 1936 in privaten Filmaufnahmen

Die Olympischen Spiele des Jahres 1936 nehmen in der Sportgeschichte eine besondere Position ein. Bis heute wird ihre Deutung kontrovers diskutiert. Ausgetragen vom 6. bis 16. Februar in Garmisch-Partenkirchen und vom 1. bis 16. August in Berlin und Kiel (Segelwettbewerbe) waren sie die ersten Olympischen Spiele, die in einer Diktatur stattfanden.

Ereignisse wie diese wecken Begehrlichkeiten: Durch große finanzielle und personelle Förderung versuchte das nationalsozialistische Regime seine vorgebliche Friedfertigkeit zu demonstrieren und das Renommee des Dritten Reiches im Ausland zu verbessern.

Zunächst von Boykottforderungen bedroht, erlebten sie einen Teilnehmer- und Zuschauerrekord mit zahlreichen sportlichen Höchstleistungen. In hohem Maße staatlich gefördert, wurden diese Olympischen Spiele zum bis dahin größten Sportfest der Welt. Unter den Zuschauern befanden sich auch zahlreiche Filmamateure, die im Gegensatz zu den Wochenschauen ohne besondere politische Intention nur für den privaten Gebrauch drehten. Ihre Filmaufnahmen, die einzigen, die keine staatliche Zensur durchlaufen mussten, sind daher einzigartige Zeitdokumente.

Für „Olympia 1936” sind diese bisher nie öffentlich gezeigten Amateurfilme zum ersten Mal zu einer facettenreichen Dokumentation über die Olympischen Spiele des Jahres 1936 zusammengestellt worden.

Ein Film von Emanuel Hübner

Neuigkeiten im Archiv – 04.08.11

Auf nachfolgenden Privataufnahmen glauben wir den berühmten Arzt Albert Schweitzer sehen zu können. Leider wissen wir nicht, wo diese Aufnahmen entstanden sein könnten. Die Entstehungszeit datieren wir auf Mitte der 20er Jahre. Gibt es unter unseren Besuchern einen Spezialisten, der uns weiterhelfen kann? Vielen Dank!

Neuigkeiten im Archiv – 29.07.11

Seltene Aufnahmen von einem Begräbnis eines Flamen, der im Ostfeldzug auf deutscher Seite gekämpft hat und fiel, gingen uns aus Rotterdam zu. Ob weiteres Filmmaterial zu diesem historisch interessanten Kapitel vorhanden ist, klären wir zurzeit ab.

Neuigkeiten im Archiv – 28.07.11

1932 entstand eine umfassende Filmdokumentation über das sogenannte „100.000 Mann Heer“, das Deutschland aufgrund des Versailler Vertrages unterhalten durfte. Der mehr als eine Stunde lange Film, der in weiten Teilen beim Traditionsregiment 9 in Potsdam gedreht wurde, ist nach unserem Kenntnisstand selbst im Bundesfilmarchiv nicht in voller Länge erhalten. Eine vor kurzem gefundene 35-mm-Filmkopie mit der Aufschrift „letzte existierende Kopie“ liegt uns jetzt abgetastet vor. Nachfolgend veröffentlichen wir daraus erste Ausschnitte.

Neuigkeiten im Archiv – 25.07.11

Aus Süddeutschland erreichten uns sieben Filmrollen aus dem Besitz eines ehemaligen Parfümeriefabrikanten. Einer der Filme hält den Produktionsablauf zur Herstellung von Zahnpasta Mitte der 30er Jahre fest. Wir danken den Erben für die großzügige Überlassung des Materials.

NEUIGKEITEN – 23.07.2011

Der Ufa- und Farbfilmspezialist Michael Krüger, der im Mai für unsere Rubrik Filmgeschichte einen Beitrag über die Dokumente des frühen Farbspielfilms beigesteuert hat, möchte unseren Lesern nach und nach einen Einblick in die seltenen Kinoaushangfotos zu diesen Filmen präsentieren, von denen nur ein Teil in dem von uns bereits vorgestellten Bildband Ufa in Farbe abgedruckt wurden. Die Reihe eröffnet heute der erste abendfüllende deutsche Farbspielfilm Frauen sind doch bessere Diplomaten, der vor 70 Jahren in Berlin seine Premiere erlebte.

DSGVO Cookie Consent mit Real Cookie Banner
Visit Us On FacebookVisit Us On YoutubeCheck Our Feed