Neuigkeiten aus dem Archiv – 12.06.2017

Vom 3. bis zum 5. Juni 1939 trafen sich fast 300.000 Soldaten zum 1. Großdeutschen Reichskriegertag in Kassel. Er hieß „Großdeutsch“ weil inzwischen Österreich, das Sudetenland und das Memelgebiet an das Reich „angeschlossen“ sind.

Allein die Versorgung der Teilnehmer war eine logistische Herausforderung. Die „Leistersche Wiese“ wurde zur Großküche umfunktioniert. 20 Tausend-Liter-Kessel wurden aufgestellt, um Kaffee und Tee zuzubereiten. 360.000 Portionen mit Essen wurden gekocht. Es gab Erbsensuppe mit Speck, Gulasch mit Pilzen und Ochsenfleisch mit Nudeln.

Ein gut gedrehter 8-mm-Film, den wir vor kurzem erwerben konnten, hält aber nicht nur die Ereignisse in Kassel fest. Der Amateurfilmer, ein Angehöriger des Reichskriegerbundes aus Österreich, filmt auch die Vorbereitungen und die Anfahrt im Kreise seiner Kameraden über Nürnberg bis nach Kassel: seine ca. 20 Minuten langen Aufnahmen sind ein weiterer Mosaikstein der historischen Ereignisse in unserem Archivbestand.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 08.06.2017

Wie bereits berichtet, konnten wir den kompletten Filmnachlass eines Flugzeugführers einer JU 52 erwerben, der bei seinen Einsätzen ua. in Frankreich, Griechenland, Afrika, Syrien, Irak, Rumänien und Russland stets seine Kamera mit sich führte. Die mehr als zwei Stunden langen Aufnahmen sind exzellent gefilmt und liegen ab sofort in einer 2K-Abtastung vor.

Die eingestellten Ausschnitte stammen aus den Jahren 1939 und 1940 und zeigen Szenen der Ausbildung und erster Einsätze während des Westfeldzuges.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.06.2017

Auch auf den ersten Blick eher unscheinbare Filmaufnahmen, wie diese Szenen aus dem Jahre 1922, sind historische Kostbarkeiten. Sie halten eine Zeit lebendig, die inzwischen untergegangen ist und geben uns Einblicke in das Leben unserer Vorfahren, die ohne diese Filmquellen nicht möglich wären.

Wir danken sehr für die Überlassung dieser 35-mm-Filmrolle, die die Feier zum 20jährigen Jubiläum der Firma Becker & Haag festhält.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.06.2017

Derzeit läuft in den Kinos die viel diskutierte Filmbiografie „Beuys“. Der von zero one Film produzierte Film über einen der außergewöhnlichsten deutschen Künstler feierte seine Premiere bei den diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale).

Auch zu diesem besonderen und viel gelobten Film konnten wir historisches Material aus unserem Archiv beisteuern.

Beuys. Der Mann mit dem Hut, dem Filz und der Fettecke. 30 Jahre nach seinem Tod erscheint er uns als Visionär, der seiner Zeit voraus war. Geduldig versuchte er uns schon damals zu erklären, dass „Geld keine Ware sein darf“. Er wusste, dass der Geldhandel die Demokratie unterwandern würde. Doch mehr als das. Beuys boxt, parliert, doziert und erklärt dem toten Hasen die Kunst. Wollen Sie eine Revolution ohne Lachen machen? fragt er grinsend. Sein erweiterter Kunstbegriff führte ihn mitten in den Kern auch heute relevanter gesellschaftlicher Debatten.
Aus einer kongenial montierten Collage unzähliger, bisher unerschlossener Bild- und Tondokumente stellen Regisseur Andres Veiel und sein Team ein einzigartiges Zeitdokument zusammen: „Beuys“ ist kein klassisches Porträt, sondern eine intime Betrachtung des Menschen, seiner Kunst und seiner Ideenräume.

Das im Film vorkommende Archivmaterial wurde aus 400 Stunden Bildmaterial, 300 Stunden Audiomaterial und über 20.000 Fotos ausgewählt, obwohl anfangs nur ein Drittel der Dokumentation mit Footage geplant war. Die Schnittzeit lag bei 18 Monaten.

Beuys wurde von der Berliner zero one film GmbH in Kooperation mit Terz Filmproduktion, SWR, ARTE und WDR produziert. Die Produktion wurde von der Film- und Medienstiftung NRW, dem Medienboard Berlin-Brandenburg sowie der Filmförderungsanstalt (FFA), der BKM, MEDIA und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF) gefördert.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.06.2017

Olympiade 1936 in Berlin – ein Großereignis für jeden Amateurfilmer! Immer wieder erreichen uns Aufnahmen, die das Geschehen lebendig erhalten. So wie auf diesem ca. 18 Minuten langen 16-mm-Film, den wir zusammen mit weiteren Privatfilmaufnahmen von einer Familie aus Bremen vor kurzem zugesandt bekamen. Wir danken!

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.05.2017

Eine ganz besondere Filmrolle entdeckten wir unlängst in Berlin: 35-mm-Farbaufnahmen aus den Jahren 1943/44. Der etwa 10 Minuten lange Film zeigt ua. Bruno Mondi und Veit Harlan in einem Segelboot in Plön; wahrscheinlich während der Dreharbeiten zu „Immensee“ oder „Opfergang“, eine Filmcrew beim Dreh, Ludwig Schmitz und Werner Finck bei Drehaufnahmen für den Film „Opfergang“; letzterer in Wehrmachtsuniform. Aufnahmen vom UFA-Filmgelände in Babelsberg im Winter uva. .

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 29.05.2017

Zwei Neuerwerbungen, die sich auf interessante Weise ergänzen, erweitern ab sofort unser Archiv. Es handelt sich dabei um zwei privat gedrehte Farbfilme aus dem Sommer des Jahres 1939, dem letzten Friedenssommer vor dem Zweiten Weltkrieg.

Während die erste Rolle von einem amerikanischen Touristen stammt, der Frankreich, die Niederlande, Belgien und das Deutsche Reich bereiste und dabei seine Eindrücke auf Farbfilmen festhielt, stammt der zweite Film von einem deutschen Amateurfilmer, der aus seiner Sicht während einer Urlaubsreise durch seine Heimat die Atmosphäre des Sommers 1939 in farbigen Bildern bewahrte.

Ein Blick „von außen“ und einer „von innen“ – zwei unterschiedliche Sichtweisen auf den gleichen Zeitraum. Insgesamt rund 40 Minuten lebendige Zeitgeschichte in Farbe: Deutschland und Europa im Sommer 1939!

Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.05.2017

Eine militärische Auseinandersetzung mit Großbritannien lag zunächst nicht im Blickfeld Hitlers. Erst als sein Plan, die Welt in Interessensphären zwischen Deutschland als bestimmender Kontinentalmacht und Großbritannien als führender Seemacht aufzuteilen, an der Haltung von Premierminister Winston Churchill scheiterte, ließ er im Juli 1940 unter dem Codenamen „Operation Seelöwe“ Pläne zur Invasion Englands ausarbeiten, um den Krieg im Westen noch vor dem Feldzug gegen die Sowjetunion mit einem Sieg über Großbritannien zu beenden.

Zur Vorbereitung der Invasion begann am 13. August 1940 die „Luftschlacht um England“. Gleichzeitig wurden an entlegenen Stellen Landungsboote und Transportschiffe getestet, mit denen Truppen und Material aus dem besetzten Frankreich über den Kanal nach England gebracht werden sollten. Da diese Übungen unter strengster Geheimhaltung abliefen, existieren davon so gut wie keine Filmaufnahmen.

Umso bedeutender ist eine 16-mm-Filmrolle, die wir im Nachlass eines Ingenieurs gefunden haben, der bei der „Operation Seelöwe“ eingesetzt war. Seine ca. 15 Minuten langen Aufnahmen sind wahrscheinlich die einzigen privat gedrehten Filmszenen, die die Vorbereitungen für die Invasion Englands dokumentieren.

„Seelöwe“ zerschlug sich wenig später, weil die deutsche Luftwaffe zu keinem Zeitpunkt die Luftüberlegenheit über England gewinnen konnte. Ende des Jahres 1940 wurde der Invasionsplan, den Hitler ohnehin nur halbherzig verfolgte, vollständig aufgegeben.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 24.05.2017


Wie bereits berichtet, konnten wir den kompletten Filmnachlass von Generalleutnant Max Fremerey erwerben. Die Rollen mit einer Gesamtlaufzeit von fast zwei Stunden liegen inzwischen in einer HD-Abtastung vor.

Max Fremerey trat 1910 als Fahnenjunker in das Dragoner-Regiment 7 ein. Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde er als Hauptmann in die Reichswehr übernommen. 1924 wurde er Chef der 3. Eskadron im 8. Preußischen Reiter-Regiment. Am 1. Oktober 1934 zum Oberstleutnant befördert, erfolgte am gleichen Tag die Ernennung zum Kommandeur des Reiter-Regiments 17. Am 1. April 1937 Beförderung zum Oberst. Bei der Mobilmachung Kommandeur des Infanterie-Regiments 480. Am 1. Juni 1941 Beförderung zum Generalmajor. 1941 wurde ihm das Deutsche Kreuz in Gold, im Sommer 1942 das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Ende September 1942 Versetzung in die Führerreserve. Am 1. Februar 1943 Ernennung zum Kommandant von Hannover. Am 1. Oktober übernahm er, inzwischen zum Generalleutnant befördert, als Kommandeur die 155. Reserve-Panzer Division, die er bis zur Auflösung der Division im April 1944 führte. Am 20. Mai 1944 übernahm er die 233. Reserve-Panzer Division. Als Kommandeur dieser Einheit geriet er bei der Kapitulation am 8. Mai 1945 in alliierte Kriegsgefangenschaft, aus der er im Juli 1947 entlassen wurde

Seine privat gedrehten Filme, aufgenommen an der West- und Ostfront, haben die Kriegswirren unbeschadet überstanden und sind nun Teil unseres Archivbestandes.

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Neuigkeiten aus dem Archiv – 16.05.2017

Wir dürfen mitteilen, dass unsere Agentur alle Rechte der Boehner – Film aus dem Nachlass der CineMedia Film Aktiengesellschaft Geyer-Werke übernommen hat.

Boehner – Film wurde Mitte der 1920er Jahre von Fritz Boehner in Dresden gegründet und zählt mit über 2000 Dokumentar-, Industrie- und Kulturfilmen zu den bedeutendsten Filmproduzenten Deutschlands.

Zu den bekanntesten Filmen von Fritz Boehner gehören:

Durch diesen Ankauf konnten wir unseren Bestand an historischen Aufnahmen der Jahre 1925 bis 1945 um mehrere hundert Stunden Film erweitern.

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