Neuzugänge im Archiv – 03.02.2009

Neuer Filmfund in Süddeutschland: aus Privatbesitz konnten wir einen ca. 10 Minuten langen s/w-16-mm-Film erwerben, der einen großen SA-Aufmarsch aus dem Jahr 1934 zeigt. Die sehr gut gedrehten Szenen (seltene Nahaufnahmen, ungewöhnliche Perspektiven und hohe SA-Führer) stehen in Kürze für alle Kolleginnen und Kollegen zum Abruf bereit.

Neuigkeiten – 02.02.09

Am 28. Januar zeigte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in seinem Magazin „artour“ einen Beitrag über den aus Sachsen stammenden deutschen Afrikareisenden Paul Graetz, der von 1907 bis 1909 den Afrikanischen Kontinent von Daressalam bis Swakopmund mit einem Auto durchquerte. Wir freuen uns, dass das von Paul Graetz bei dieser Fahrt selbst gedrehte Filmmaterial, das wir dem MDR zur Verfügung stellten, auf diese Weise gewürdigt wurde.

Neuzugänge im Archiv – 01.02.2009

Berlin im Winter 1939. Das verschneite Brandenburger Tor; Frauen, die anstehen, um Holzhohle zu kaufen, Hitler in der Reichskanzlei und Szenen vom Winterhilfswerk. Ein 16-mm Film mit einer Laufzeit von ca. 15 Minuten, der das Leben in Berlin im ersten Kriegswinter lebendig hält.

Neuzugänge im Archiv – 27.01.2009

Ein deutscher Tourist drehte im Spätsommer 1938 eine Militär-Parade in der französischen Hauptstadt Paris. Aufnahmen französischer Panzerdivisionen und der berühmten Spahi-Reiter, die als Lanzenreiter auf edlen Araberpferden noch im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kamen, sind höchst selten. Umso mehr bedanken wir uns bei der Familie, die uns großzügigerweise diese Aufnahmen überließ. Ein weiteres Stück Zeitgeschichte, das wir dem Vergessen entreißen können.

Neuzugänge im Archiv – 23.01.2009

Eine willkommene Ergänzung des Archivbestandes bilden private Farbfilme aus verschiedenen europäischen Hauptstädten, die ein belgischer Unternehmer im Jahre 1938 drehte. Seine Aufnahmen aus Paris und London zählen zu den besten Farbfilmen, die bislang aus dieser Zeit bekannt geworden sind. Die 30 Minuten langen 16-mm Kodak-Farbfilme sind ab sofort über uns verfügbar.

Neuigkeiten 21.01.2009

Der Fund eines Massengrabes mit mindestens 1800 Leichen in Malbork, dem ehemaligen Marienburg, wird zurzeit in zahlreichen deutschen Printmedien thematisiert und diskutiert.

Kolleginnen und Kollegen, die einen aktuellen Filmbericht zum Thema erstellen wollen, können wir reichhaltiges, privat gedrehtes Filmmaterial aus Marienburg und Umgebung (zum Teil auch in Farbe) aus der Zeit vor 1945 anbieten.

Informationen zur Website – 21.01.09

Allen Interessierten bieten wir ab sofort einen zusätzlichen Service: wer unsere aktuellen Beiträge abonnieren möchte, kann dies durch einen einfachen Klick auf den Punkt „Einträge (RSS)“ tun, der sich am Ende jeder Seite findet.

Meinungen zum Archiv – 21.01.09

Hans-Gunter Voigt, Referatsleiter im Bundesfilmarchiv in Berlin schätzt den Wert der von uns gefundenen Privatfilme von Hermann Göring als außerordentlich hoch ein:

„Es war bekannt, dass Göring gedreht hat, aber wir wussten nie, wo das Material verblieben ist“ so der Filmexperte, der auf 40 Jahre Erfahrung im Umgang mit historischen Filmmaterialien zurück blickt. „Diese Bilder bieten einen sehr hohen historischen Erkenntnisgewinn“. So liege die Bedeutung der Rollen vor allem darin, „dass sie das offizielle Material der NS-Wochenschauen konterkarieren und so ein neues Licht auf die Figur des „Reichsmarschalls“ werfen“.

Neuigkeiten – 19.01.09

Als neuen Geschäftspartner begrüßen wir herzlich Carsten Möhle aus Windhoek, der sich seit vielen Jahren um das Erbe des legendären Afrikareisenden Paul Graetz verdient gemacht hat. Paul Graetz durchquerte von August 1907 bis Mai 1909 mit einem von ihm eigens für diesen Zweck umgebauten Auto Afrika. Sein Weg führte ihn dabei durch weitgehend unbekanntes Land von Daressalam bis Swakopmund. Die spannenden Einzelheiten seiner Reise sind in dem Buch „Im Auto quer durch Afrika“ festgehalten. Die während seiner Reise von Paul Graetz gedrehten Filme galten lange Zeit als verschollen. Es ist allein dem Enthusiasmus und dem Forschungsdrang von Carsten Möhle zu verdanken, dass jetzt, rund einhundert Jahre später, ein erster Teil der Original-Filme aufgetaucht ist. Die historisch bedeutsamen Aufnahmen werden zurzeit digital abgetastet und sind in Kürze verfügbar. Interviewwünsche an Carsten Möhle werden gerne von uns weitergeleitet.

Neuzugänge im Archiv – 19.01.2009

Ein historisch bedeutsamer Fund sind die privaten Filmaufnahmen eines Arztes, der auf dem Hilfskreuzer Atlantis seinen Militärdienst versah.

Hilfskreuzer wurden während des Zweiten Weltkriegs eingesetzt, um feindliche Handelsschiffe aufzubringen. Da ihnen eine ausreichende Panzerung und schwere Bewaffnung fehlte, um in einem offenen Seegefecht gegnerischen Schiffen entgegentreten zu können, tarnten sie sich durch mitgeführte Aufbauten als japanisches Fischerboot oder als Frachter eines x-beliebigen Staates. Auf deutscher Seite existierten neun Hilfskreuzer, die ausgerüstet mit leichten Kanonen und Torpedos bis Kriegsende 136 alliierte Schiffe kaperten oder versenkten. Der erfolgreichste Hilfskreuzer war die „Atlantis“, dessen Einsätze auf den jetzt aufgefundenen Filmen in einzigartiger Weise dokumentiert sind.