Neuzugänge im Archiv – 10.02.2009

Im Januar dieses Jahres berichteten wir bereits von einer umfangreichen 8-mm Film-Sammlung aus einem ehemaligen Berliner Unternehmerhaushalt. Die Rollen sind inzwischen abgetastet und digital verfügbar. Ein Teil der Aufnahmen war weniger interessant, weil es sich um reine Familienszenen handelt. Umso erfreulicher ist es, dass verschiedene Rollen historisch bedeutsame Szenen festhalten. Aufnahmen von den ersten Luftschäden in Berlin, der mit Tarnnetzen gegen Bombenangriffe gesicherten Straße „Unter den Linden“, Farbszenen aus dem besetzten Holland, vom zerstörten Rotterdam, aus Amsterdam, von Aufmärschen und Aktivitäten der verschiedenen Parteiformationen und von einer NS-Ausstellung gegen den Bolschewismus sind für das Archiv und die historische Forschung von Interesse.

Dokumentarfilm International – 09.02.09

Neuerscheinungen in den Niederlanden: Bei „JUST Entertainment“/Hilversum sind folgende vier Dokumentarfilme auf DVD mit niederländischem Untertitel erschienen:


1. Karl Höffkes: „Das Dritte Reich privat“
2. Karl Höffkes: „Grote Duits Veldslagen (Die großen Deutschen Feldzüge)
3. Karl Höffkes: „De Geschiedenis van de Duitse Wehrmacht“
4. Karl Höffkes: „33 – 45 in Kleur“ (33-45 in Farbe)

Weitere Filme erscheinen in Kürze. Onlineshop und Informationen unter http://www.justentertainment.nl

Unsere Filme sind außerdem in Skandinavien, Frankreich, England, Belgien, Kroatien und Italien im Handel erhältlich.

Neuzugänge im Archiv – 07.02.2009

In Hamburg konnten wir ein kleines, aber interessantes Filmarchiv eines 16-mm-Schmalfilmers erstehen. Die verschiedenen Filme mit einer Gesamtlaufzeit von ca. 90 Minuten zeigen unter anderem die Rückkehr der Legion Condor aus Spanien, einen von einem KDF-Urlauber gedrehten Aufmarsch der spanischen Falange, Aufnahmen vom Tag der Kunst in München und Farbszenen aus Deutschland 1938 mit Motiven von der Reichsautobahn mit Tankstellestopp und ähnlichem. Die Filmrollen befinden sich zurzeit in der Abtastung. Ausschnitte sind in Kürze verfügbar.

Aus aktuellem Anlass – 06.02.2009

Der ARD-Spielfilm „Willkommen zu Hause“ mit Ken Duken in der Rolle des Bundeswehrsoldaten Ben Winter, der aufgrund eines Anschlages der Taliban traumatisiert aus Afghanistan zurückkehrt und nur schwer in die bundesdeutsche Lebenswirklichkeit zurückfindet, hat für ein großes Medienecho gesorgt und ein lang tabuisiertes Thema in den Blick der Öffentlichkeit gerückt.

Ich habe vor wenigen Monaten eine Delegation des Vereins „Lachen helfen e.V.“ einer Privatinitiative deutscher Soldaten für Kinder in Kriegs- und Krisengebieten bei ihrer Reise nach Mazar I Sharif und Faizabad begleitet. Bei dieser Gelegenheit konnte ich auch eine Patrouillenfahrt der Bundeswehr in einen schwer zugänglichen Teil Nordafghanistans drehen. Für aktuelle Beiträge stehen aus dieser Reise rund 90 Minuten Filmmaterial zur Verfügung.

Ein Jahr zuvor führte meine Route von Islamabad über den Khyber-Pass nach Jalalabad und Kabul. Von hier ging es weiter nach Bamyan und Bami amir. Eine zweite Reise ging über Machmudi, durch den Salang-Tunnel nach Mazar I Sharif bis nach Sibirgan. Von dieser Reise, die auf Einladung der Deutschen „Welthungerhilfe“ stattfand, kann ich drei Stunden Material anbieten.

Für Juni ist eine weitere Reise nach Afghanistan geplant. Kolleginnen und Kollegen, die an bestimmten Motiven interessiert sind, setzen sich bitte mit mir in Verbindung.

Neuzugänge im Archiv – 06.02.09

Zu den grausamsten Kapiteln des Zweiten Weltkriegs zählt der Partisanenkampf im ehemaligen Jugoslawien, der von allen Seiten mit außerordentlicher Härte geführt wurde. In Kroatien konnten wir einen ca. neun Minuten langen, privat gedrehten Schmalfilm eines ehemaligen Wehrmachtsangehörigen erwerben, der Szenen aus den Kämpfen gegen die Partisanen zeigt. Ein seltenes Dokument aus dem Krieg auf dem Balkan.

Aus aktuellem Anlass – 05.02.2009

Verschiedene Sender im In- und Ausland haben in Vorbereitung ihrer Dokumentationen zur Erinnerung an den Polenfeldzug vor 70 Jahren auf Material zurückgegriffen, das wir vor kurzem aus Privatbesitz erstehen konnten. Nach Aussagen namhafter Historiker ist es der älteste bislang bekannt gewordene Farbfilm über Juden in Polen, die auf Anordnung der deutschen Besatzung einen gelben Kreis mit einem aufgezeichneten „Judenstern“ tragen mussten. Wegen der großen Nachfrage veröffentlichen wir nachfolgend einige Schlüsselszenen zur Vorabsichtung.

Neuzugänge im Archiv – 04.02.2009

Von einer bekannten norddeutschen Unternehmerfamilie erreichten uns 16-mm Filme mit seltenen Aufnahmen aus Tsingtau und Peking. Die in den Jahren 1936 bis 1943 entstandenen Filme bieten einzigartige Einblicke in das gesellschaftliche System Chinas und das Leben der deutschen Kolonie in Tsingtau. Die Aufnahmen vom Eintopfessen der auslandsdeutschen NS-Gruppe im „Braunen Haus“ im „Prinz-Heinrich-Gebirge“ bei Tsingtau, eines Hitlerjugendlagers von deutschen Jugendlichen aus ganz China und diverser Veranstaltungen sind historisch von besonderer Bedeutung. Szenen aus dem chinesischen Alltagsleben, darunter auch seltene Aufnahmen aus dem Lama-Tempel bei Peking (Filmen und Fotografieren war streng verboten) runden diesen Fund mit einer Gesamtlauflänge von fast 100 Minuten ab.

Neuzugänge im Archiv – 03.02.2009

Neuer Filmfund in Süddeutschland: aus Privatbesitz konnten wir einen ca. 10 Minuten langen s/w-16-mm-Film erwerben, der einen großen SA-Aufmarsch aus dem Jahr 1934 zeigt. Die sehr gut gedrehten Szenen (seltene Nahaufnahmen, ungewöhnliche Perspektiven und hohe SA-Führer) stehen in Kürze für alle Kolleginnen und Kollegen zum Abruf bereit.

Neuigkeiten – 02.02.09

Am 28. Januar zeigte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in seinem Magazin „artour“ einen Beitrag über den aus Sachsen stammenden deutschen Afrikareisenden Paul Graetz, der von 1907 bis 1909 den Afrikanischen Kontinent von Daressalam bis Swakopmund mit einem Auto durchquerte. Wir freuen uns, dass das von Paul Graetz bei dieser Fahrt selbst gedrehte Filmmaterial, das wir dem MDR zur Verfügung stellten, auf diese Weise gewürdigt wurde.

Neuzugänge im Archiv – 01.02.2009

Berlin im Winter 1939. Das verschneite Brandenburger Tor; Frauen, die anstehen, um Holzhohle zu kaufen, Hitler in der Reichskanzlei und Szenen vom Winterhilfswerk. Ein 16-mm Film mit einer Laufzeit von ca. 15 Minuten, der das Leben in Berlin im ersten Kriegswinter lebendig hält.