Neuzugänge im Archiv – 09.04.09

Komplette Filmkonvolute aus den 30er Jahren bis zum Kriegsende sind angesichts der inzwischen vergangenen Zeit und der Verluste in den Wirren der letzten Kriegsjahre selten. Umso wichtiger und historisch von Bedeutung ist ein Fund, den wir in Frankfurt machen konnten. Aus dem Nachlass eines ehemaligen Offiziers einer deutschen Flakeinheit konnten wir mehrere Rollen mit privat gedrehten Aufnahmen erwerben, die die Aufstellung der Einheit, die Ausbildung und den Kriegseinsatz festhalten. Dass der Filmer sein Handwerk verstand und mit gutem Auge die Details festhielt, ist besonders erfreulich. Bislang haben wir rund 50 Minuten des Materials gesichtet und inhaltlich bestimmt. Die Angehörigen, bei denen wir uns für die Filme bedanken, gehen davon aus, dass sich noch weitere Filme finden. Wir sind sehr gespannt und informieren umgehend. Ausschnitte des Materials stellen wir in Kürze ein.

Neuzugänge im Archiv – 07.04.09

Vor wenigen Tagen berichteten wir von einem Filmfund mit Amateuraufnahmen von polnischen Truppen, die im Krakauer Schlosshof Aufstellung genommen haben, um anschließend durch die Stadt zur Front zu marschieren. Die seltenen Aufnahmen liegen inzwischen abgetastet vor. Ausschnitte daraus können wir heute einstellen.

Neuzugänge im Archiv – 07.04.09

Wie bereits berichtet, konnten wir in Wien ein Konvolut privat gedrehter Filme aus den Jahren 1934 bis 1938 erwerben. Die Filme mit einer Gesamtlauflänge von rund 65 Minuten sind inzwischen abgetastet und archiviert. Nachfolgend veröffentlichen wir Auszüge der Aufnahmen vom 9. und 10. April 1938. Die Qualität der Bilder ist ebenso bemerkenswert wie der Blick des Filmers für Details. Die Aufnahmen vermitteln einen unverstellten Eindruck der Atmosphäre der Zeit und sind daher von hoher historischer Bedeutung.

Neuigkeiten im Archiv – 03.04.09

Aus dem Nachlass eines ehemaligen Offiziers aus Bochum konnten wir einen 16-mm Privatfilm erwerben, der das Leben in einer Kavallerieeinheit festhält. Rund 80% der Aufnahmen sind in Farbe gedreht.

Aktuelles – 01.04.09

Zeitgeschichte hat inzwischen auch die deutsche Comicszene erreicht. Das renommierte Comicmagazin „Zack“, das die Jugend-Kultur im Nachkriegdeutschland mitprägte, („Blueberry“, „Michel Vaillant“, „Mick Tangy“) veröffentlicht aktuell ein Heft des aus der Schweiz stammenden Comiczeichners Franz Zumstein über den deutschen Jagdflieger Hans-Joachim Marseille („Der Stern von Afrika“). Ein Schritt, der offene Kritik von renommierter Seite („Spiegel-online“: „Von Ansätzen zur Differenzierung ist … in Zumsteins Comic wenig zu spüren) hervorruft.

Kolleginnen und Kollegen, die sich für das Thema interessieren, können wir privates Filmmaterial über Hans-Joachim Marseilles anbieten, das in Afrika gedreht wurde. Eine kostenlose DVD kann abgerufen werden.


MOSAIK Steinchen für Steinchen Verlag

Neuzugänge im Archiv – 01.04.09

„Ghetto Reichshof“. Bis heute galt der Film als verschollen, selbst im Bundesfilmarchiv existiert nur eine schlechte Teilkopie. Gemeinsam mit Philipp Remy (Produzent zahlreicher Dokumentarfilme wie „Holokaust“ und „Mogadischu“) haben wir jetzt den Originalfilm gefunden: Über die bislang bekannt gewesenen ca. acht Minuten Filmaufnahmen schreibt das Fritz Bauer Institut in der „Cinematographie des Holocaust“:

„Zeszow Reichshof während der deutschen Besetzung im Frühjahr 1940. Der Film enthält Szenen aus dem Ghetto: Ein in Lumpen gehüllter Junge grüßt militärisch auf der Straße. Ein Zivilist gibt ihm dafür etwas Geld. Schild: „Distrikt Krakau Kreishauptmannschaft Reichshof (Rzeszow)“. Ruinen mit Publikumsverkehr, darunter Ghettobewohner mit Armbinden. Marktplatz mit Passantenverkehr. Stadtbilder mit vereinzelten Ghettobewohnern und deutschen Soldaten unter den Passanten. Schild über einem Hauseingang: „Kino Apollo“. Zwei gut gekleidete Ghettobewohnerinnen gehen Arm in Arm die Straße entlang. Gebäude mit Schild: „Deutsches Haus“. Gelage mit Essen und Trinken von Angehörigen der örtlichen deutschen Verwaltung (zivil und uniformiert). Tisch voller Flaschen und Gläser. Singende Männer mit erhobenen Gläsern am Tisch. In vorgerückter Stunde werden von den Zechern jüdische Rituale karikiert: umgehängte Gardine und über den Kopf gezogene Uniformjacke als Gebetschal, sowie mit einem Kissen auf dem Kopf. Ein Zigeuner spielt dazu auf der Geige.“

Der Film mit einer Gesamtlauflänge von rund 25 Minuten wird zurzeit restauriert. Ausschnitte stellen wir in Kürze ein. Für die Pressearbeit kann kostenlos eine DVD angefordert werden

Neuzugänge im Archiv – 01.04.09

In Krakau konnten wir zwei Filmrollen (Laufzeit insgesamt ca. 22 Minuten) mit historisch wertvollen Aufnahmen erwerben: Der erste Film erhält Amateuraufnahmen von polnischen Truppen, die im Krakauer Schlosshof Aufstellung genommen haben, um anschließend durch die Stadt zur Front zu marschieren. Der zweite Film wurde mit großer Wahrscheinlichkeit von einem Angehörigen einer Kraftfahreinheit der SS gedreht. Die Aufnahmen zeigen SS-Einheiten bei der Besetzung Krakaus, SS-Obergruppenführer Theodor Eicke, Führer der „Totenkopfverbände“ und „Inspekteur der Konzentrationslager“, SS-Pioniere beim Bau einer Behelfsbrücke, abgeschossene polnische Kleinpanzer und Details aus der Besatzungszeit in Polen. Ausschnitte werden in Kürze eingestellt.

Neuzugänge im Archiv – 30.03.09

Seltenes Farbfilmmaterial aus dem Berlin des Jahres 1940! Ein begabter Filmenthusiast hat das Leben in der damaligen Reichshauptstadt in außergewöhnlich guten Bildern lebendig erhalten. Bislang haben wir erst einen Teil des übernommenen Materials, das eine Gesamtlauflänge von rund zwei Stunden besitzt, abgetastet. Nachfolgend stellen wir kurze Ausschnitte der Filme: „Zoologischer Garten Berlin, Sommer 1940“, „Botanischer Garten Berlin, 1940/41“ und „Berliner Aquarium 1940“ ein. Für die Pressearbeit kann eine DVD angefordert werden.

Neuzugänge im Archiv – 30.03.09

Wie bereits berichtet, konnten wir hervorragendes Filmmaterial aus dem Besitz eines frühen Filmamateurs aus Berlin erwerben.

Nachfolgend stellen wir Ausschnitte aus zwei der übernommenen Filmrollen vor. Der erste hält das Internationale Treffen von Filmamateuren in Berlin fest; der zweite entstand während der Sommerolympiade. Beide Aufnahmen entstanden 1936.