Neuzugänge im Archiv – 17.11.09

„Erntedankfest in Holzweissig 1935“: Privataufnahmen eines Hobbyfilmers, der einen typischen Maifumzug im Dritten Reich festgehalten hat. Aufmärsche wie dieser bestimmten in vielen kleinen Orten und Städten das Bild des 1. Mai, der von den Nationalsozialisten als „Tag der Arbeit“ zum Feiertag erklärt wurde.

Neben den traditionellen Erntewagen dominierten im Dritten Reich vor allem die verschiedenen Gliederungen der Partei die Maiaufzüge und unterstrichen damit die ideologische Ausrichtung dieses Feiertages.

Wie hier in Holzweissig in der Nähe von Bitterfeld/Wolfen in Sachsen-Anhalt marschierte nicht selten das ganze Dorf mit; Zuschauer gab es so gut wie keine.

Neuzugänge im Archiv – 14.11.09

Bei der Sichtung von drei privat gedrehten 16-mm-Filmen aus Frankfurt, die uns von der Familie des Filmers zur Verfügung gestellt wurden, fanden wir auf der ersten Rolle neben rein familiären Aufnahmen etwa fünf Minuten Farbmaterial von einem Treffen deutscher Marineoffiziere.

Während eine der beiden anderen Rollen ausschließlich Urlaubsaufnahmen aus den 30er Jahren enthielt, hält die dritte Rolle den Alltag deutscher Luftwaffen-Soldaten in den Niederlanden fest.

Von Interesse für die Erforschung der Besatzungspolitik der deutschen Seite sind die Szenen, die den ungezwungenen Alltag zwischen deutschen Soldaten und niederländischen Frauen festhalten.

Neuzugänge im Archiv – 14.11.09

In Österreich konnten wir einen 9,5-mm Film mit einer Lauflänge von rund 15 Minuten erwerben, den ein Amateurfilmer 1938 bei einem Besuch italienischer Faschisten in Wien gedreht hat.

Wie uns angedeutet wurde, sind weitere privat gedrehte Originalfilme aus den Jahren 1936 bis 1940 vorhanden.

Wir sind bemüht, den gesamten Bestand zu erwerben, um ihn der historischen Forschung zugänglich zu machen.

Ausschnitte aus dem neu erworbenen Film stellen wir in Kürze ein.

Neuigkeiten im Archiv – 13.11.09

„Damals im Münsterland – Filmschätze aus den 30er Jahren“ hieß der Vortrag von Karl Höffkes im Jakob-Kaiser-Haus des Deutschen Bundestages, zu dem der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn (CDU) in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Freunde des Münsterlandes in Berlin e.V. geladen hatte. Die zahlreichen Gäste, darunter auch die Abgeordneten Reinhold Sendker, Wahlkreis Warendorf-Beckum und Karl Schiewerling, Wahlkreis Coesfeld-Steinfurt, verfolgten mit Interesse Höffkes´ Ausführungen über die Bedeutung privat gedrehter Filme für die Geschichtswissenschaft und mit sichtbarem Vergnügen die Filmaufnahmen aus dem Dorfleben von anno dazumal. Plattdeutsche Kommentare und launige Zwischenrufe der „Exil-Münsterländer“ gestalteten den Abend im Bundestag ebenso informativ wie unterhaltsam.


Von links nach rechts: Karl Schiewerling, MdB, Jens Spahn aus Borken, MdB, Karl Höffkes, Reinhold Sendker, MdB

Neuigkeiten aus dem Archiv – 13.11.09

In Berlin konnten wir drei Rollen mit 16-mm-Filmmaterial erwerben, die um 1932/33 gedreht wurden. Der unbekannte Amateurfilmer hat vor allem in Dresden und Umgebung gefilmt. Seine Aufnahmen halten nicht nur die Schönheit Dresdens fest, sondern dokumentieren auch die politischen Ereignisse in der Stadt an der Elbe.

Aus Dessau erreichten uns zwei 9,5-mm Filme, die im Jahre 1936 entstanden sind. Die gut gefilmten Aufnahmen zeigen die Feiern zum 1. Mai in Berlin.

Auszüge stellen wir in Kürze ein.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 13.11.2009

Die im Pabel-Moewig-Verlag (Bauer-Media-Group) erscheinende Fachzeitschrift „Militär & Geschichte“ legt Ihrer neusten Ausgabe den Dokumentarfilm „Im Kessel von Demjansk“ von Karl Höffkes bei.

Wir freuen uns über diese erneute Zusammenarbeit und wünschen den Kollegen von der schreibenden Zunft großen Erfolg!

Neuzugänge im Archiv – 10.11.2009

Im Jahr 1966 drehte ein Berliner Amateurfilmer die deutsch-deutsche Grenze und die Berliner Mauer. Die eindrucksvollen Aufnahmen bewahren ein Kapitel der deutschen Nachkriegsgeschichte, das mit dem Fall der Mauer endgültig der Vergangenheit angehört.

Neuzugänge im Archiv – 09.11.09

Eine Filmaufnahme aus den 20er Jahren hält Szenen aus Gablonz an der Neiße lebendig. Gablonz hat eine bewegte Geschichte: zunächst Teil der österreichisch-ungarischen Doppelmonarchie, besetzten nach Ende des Ersten Weltkriegs und der Schaffung der Tschechoslowakei im Dezember 1918 tschechische Einheiten den Ort. Das Münchner Abkommen vom 29. September 1938 gliederte Gablonz zurück an das Deutsche Reich. Während des Krieges wurde die tschechische Minderheit verfolgt; die jüdische Bevölkerungsgruppe deportiert und ermordet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die meisten deutschen Bewohner auf Grund der Benes-Dekrete vertrieben.

Aufnahmen aus Gablonz sind aufgrund der Kriegsereignisse selten; umso erfreulicher, dass ein Stück Filmgeschichte erhalten geblieben ist.

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