Neuigkeiten aus dem Archiv – 19.03.2013

Am 22. Mai 1938 versammelten sich die Anhänger des „VNV“, des „Vlaams Nationaal Verbond“ in Gent, um den so genannten 4. Landtag abzuhalten.

Die ideologische Nähe zum Nationalsozialismus ist unübersehbar. Tatsächlich kämpften später viele Flamen auf Seiten der Wehrmacht gegen die Rote Armee.

Aus Antwerpen erreichten uns mehrere Originalfilme aus den Jahren 1930 bis 1938, die die Geschichte des VNV dokumentieren und damit eine Lücke im historischen Bestand unseres Archivs füllen. Die Gesamtlauflänge der Filme, für deren Überlassung wir auch an dieser Stelle noch einmal danken, liegt bei ca. 35 Minuten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 18.03.2012

Gestern Abend liefen im ZDF der erste Teil der vieldiskutierten Trilogie „Unsere Mütter, unsere Väter“ von Nico Hoffmann und anschließend eine gleichlautende Dokumentation. Die darin gezeigten originalen Farbfilmaufnahmen stammten fast ausschließlich aus unserem Archiv.
Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit und wünschen allen Beteiligten Erfolg!

Das ZDF arbeitet derzeit ua. an einer Dokumentation über das Warschauer Ghetto. Hierzu konnten wir Interviewausschnitte ua. mit den Zeitzeugen Nussbaum, Edelmann und Reich-Ranicki beisteuern. In einer weiteren Produktion kommen Interviewausschnitte mit Konrad Kujau zum Einsatz. Um den Zugriff auf die in unserem Archiv lagernden ca. 1200 Interviews zu optimieren, verschlagworten wir schrittweise auch dieses Material.

Neuzugänge im Archiv: aus Privatbesitz erhielten wir vier Rollen Filmmaterial eines ehemaligen Angehörigen eines Pionierbataillons, der seine Aufnahmen aus den Jahren 1938 bis 1941 unter dem Titel „Feldpost Nr. 28051“ zu einem ca. 70 Minuten langen Dokumentarfilm zusammengestellt hat.
Aus dem Nachlass eines Arztes erreichten uns zwei 8-mm-Filmrollen, die hauptsächlich die medizinische Versorgung in Lazaretten an der russischen Front zeigen.
Weitere Neuerwerbungen werden derzeit gesichtet. Ausschnitte stellen wir in Kürze ein.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 11.03.2013

Wie bereits berichtet, konnten wir für unser Archiv drei 16-mm-Farbfilmrollen eines amerikanischen Touristen erwerben, der 1937 Europa besuchte. Der Großteil der dabei entstandenen Aufnahmen – insgesamt etwa 45 Minuten – hält das Leben in Österreich und Deutschland fest.

Einige Szenen aus dem historisch interessanten Material stellen wir an dieser Stelle ein.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.03.2013

Nach dem so genannten „Anschluss“ Österreichs an das Deutsche Reich ließ Hitler diesen Schritt am 10. April 1938 durch eine Volksabstimmung absegnen. Im Vorfeld traten prominente Persönlichkeiten wie der Wiener Kardinal Theodor Innitzer, der Sozialdemokrat und ehemalige österreichische Staatskanzler Karl Renner, der frühere Bundespräsident Michael Hainisch und bekannte Künstler wie Paula Wessely und Paul Hörbiger öffentlich für eine Zustimmung ein.

Die Propaganda war allgegenwärtig. Hakenkreuz-Fahnen und Plakate bestimmten das öffentliche Leben. Presse und Rundfunk, inzwischen fest in der Hand der Nationalsozialisten, trommelten für die Zustimmung.

Am Abend des 10. April berichtete Gauleiter Josef Bürckel aus Wien das Ergebnis der Abstimmung nach Berlin. Nach amtlichen Angaben hatte es eine Zustimmung von 99,73 % gegeben. Im Deutschen Reich, dem sogenannten „Altreich“ stimmten 99,08 % für den Anschluss. Die Wahlbeteiligung in Österreich lag bei 99,71 %, im Altreich bei 99,59 %.

Die eingestellten Aufnahmen stammen aus Tirol und geben Einblicke in die Atmosphäre dieser Zeit. Die Ausschnitte stammen von einer ca. 12 Minuten langen Farbfilmrolle, die wir aktuell für unser Archiv erwerben konnten.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05.03.2013

Der eingestellte Werbefilm für Milch in Glasflaschen stammt aus der Mitte der 1930er Jahre. Die in Berlin ansässige Meierei C. Bolle war ein Milchunternehmen, das im Jahr 1879 von Carl Andreas Julius Bolle gegründet wurde.

Als das kaiserliche Berlin in den siebziger und achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts expandierte, konnte der steigende Bedarf an Milch, Butter und Eiern nicht mehr ausreichend durch die umliegenden Bauern gedeckt werden.

Carl Bolle, ein umtriebiger Unternehmer, erkannte die Zeichen der Zeit und versorgte die Berliner Bevölkerung mit Pferdegespannen, die mit einem Jungen als Kutscher und einem Milchmädchen besetzt waren, das die Milch austrug.

Innerhalb weniger Jahre wurde die Bolle-Meierei zum größten Milchunternehmen weit über die Grenzen Berlin hinaus. Mitbestimmend für den Erfolg war, dass die Milch kontrolliert und gefiltert wurde.

Ab 1900 kam auch pasteurisierte Milch auf den Markt, zunächst in verplombten Flaschen für Kleinkinder und Säuglinge, später auch für die gesamte Bevölkerung. Milch in Flaschen wurde zu einem Verkaufsschlager – und „Bolle“ zu einem Markenzeichen, das jeder Berliner kannte.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 04.03.2013

Ein Rückblick auf den Februar zeigt: die Nachfrage nach Lizenz-Material aus unserem Archiv steigt weiter an. Besonders erfreulich sind dabei die sprunghaft gestiegenen Bestellungen aus dem Ausland.

Unter archivarischen Gesichtspunkten war der Februar ausnehmend erfolgreich. Aus den zahlreichen Neuerwerbungen ragen folgende Funde besonders hervor:

– Der umfangreiche Nachlass eines Angehörigen des Begleitkommandos Adolf Hitlers.
– Drei private 16-mm-Farbfilme einer Reise durch Deutschland aus dem Jahr 1937. Die Aufnahmen zeigen: Dresden, München, Berlin, Wiesbaden, Rothenburg, Heidelberg, eine Rheinreise uva.
– Ein 16-mm-Farbfilm einer Ägyptenexpedition aus dem Jahre 1939 und eine Sammlung Linsenrasterfilme aus den frühen 30er Jahren.
– Eine Rolle mit Werbefilmen der 30er Jahren auf 16-mm.
– Aus Österreich erreichten uns zwei umfangreiche Filmrollen, von denen eine die Tage des Anschlusses in Farbe festhält. Die rund 30 Minuten langen Farbaufnahmen ergänzen hervorragend unseren bereits bestehenden Fundus.
– Besonders bedanken müssen wir uns für eine Schenkung aus Paris. Die in den 30er Jahren entstandenen Filmaufnahmen aus Flandern, Frankreich, Belgien, der Ukraine, Ungarn und Rumänien sind ein außergewöhnlicher Filmschatz für jeden Historiker.
– In Polen fanden wir neben anderen Originalrollen auch die verschollen geglaubten Aufnahmen des jüdischen Schriftsteller Alexander Harkavy, die im Sommer 1931 bei seinem Besuch der jüdischen Gemeinde in Nowogrodek entstanden sind.

Zuletzt eine Übersicht der Zugriffsentwicklung auf unsere Webseite seit Juli 2011. Aktuell liegen wir bei 240.00 Aufrufen im Monat:

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.03.2013

Die eingestellten Ausschnitte stammen aus dem neu erworbenen Filmnachlass eines Angehörigen des Begleitkommandos (wir berichteten darüber) und zeigen Szenen vom Mussolinibesuch in Berlin 1937 bis zur Parade der Legion Condor 1939.

Da der Filmer sich aufgrund seiner Tätigkeit oft in unmittelbarer Nähe Hitlers aufhielt, finden sich auf den Rollen zahlreiche Nahaufnahmen der Mächtigen des NS-Regimes.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 28.02.2013

Alexander Harkavy (1864 – 1939) ist ein jüdischer Schriftsteller, der 1882 in die USA emigrierte und sich besonders um die Erforschung und Pflege der jüdischen Sprache verdient gemacht hat.

Im Sommer 1931 besuchte er Nowogrodek in Polen und ließ dabei einen Film über die dort lebende jüdische Gemeinde drehen. Die Aufnahmen galten lange Zeit als verschollen.

Bei unseren Recherchen stießen wir neben anderen Rollen auch auf den originalen 35-mm-Film aus Nowogrodek. Abgetastet und restauriert, stehen die Filmaufnahmen von 1931 jetzt wieder in ihrer ursprünglichen Länge von rund 40 Minuten der Forschung zur Verfügung.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 27.02.2013

Die im Jahre 1938 entstandenen Aufnahmen halten verschiedene Phasen der militärischen Ausbildung und einen „Tag der offenen Tür“, an dem die Bevölkerung zur Besichtigung der Kaserne eingeladen wurde, fest. Die Szenen stammen von einem ca. 12 Minuten langen 16-mm-Film, der uns freundlicherweise überlassen wurde.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.02.2013

Wie berichtet, konnten wir den kompletten Filmnachlass eines ehemaligen Angehörigen der „Begleitmannschaft“ von Adolf Hitler für unser Archiv erwerben. Neben politischen Großveranstaltungen hielt der engagierte Amateurfilmer auch viele Ereignisse in der damaligen Reichshauptstadt Berlin fest. Die hier eingestellten Szenen stammen aus dem Jahr 1937.

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