Neuigkeiten aus dem Archiv – 07.04.10

Aus den USA erreicht uns soeben das Angebot einer bekannten und international angesehenen Filmproduktion zur Zusammenarbeit für eine geplante Dokumentation über den Luftkrieg.

Die Einschätzung des Regisseurs, dass unser Archiv „die weltweit wichtigste Quelle für privat gedrehtes Filmmaterial zum Thema Nationalsozialismus und Drittes Reich sei„, gilt uns als Verpflichtung, unsere Anstrengungen auszubauen und unseren Filmbestand durch weitere Funde zu verbreitern.

Am 08.04.10 sind wir unterwegs, um in der Nähe von Brauschweig einen Bestand zu übernehmen, der uns von den Erben eines begeisterten Filmers angeboten wurde. Die etwa 20 Rollen tragen die Jahreszahlen 1938 – 1944. Über den Inhalt berichten wir nach Sichtung.

Aus England erreichten uns heute zwei 16-mm-Rollen mit privat gedrehten Aufnahmen aus den Jahren 1929/30, gedreht während einer Reise eines britischen Unternehmers durch Deutschland.

Neuzugänge im Archiv – 07.04.10

Als historisches Kleinod entpuppten sich drei 16-mm-Filme, die uns aus einem Nachlass übereignet wurden. Auf rund 45 Minuten Film hat ein begabter Filmenthusiast ein technisches Fortbewegungsmittel festgehalten, das heute aus fast allen Städten verschwunden ist: die Straßenbahn.

Der Bogen der Aufnahmen ist weit gespannt: Vom Bau einer Straßenbahn über die technische Wartung, von schön gedrehten Fahrten, den Aufgaben eines Schaffners bis hin zum richtigen Verhalten als Fahrgast.

Ein kulturhistorischer Schatz, der unseren Archivbestand ab sofort erweitert.

Neuzugänge im Archiv – 07.04.10

Die unverstellte Atmosphäre des Jahres 1939 gibt ein 16-mm-Film wieder, der uns ebenfalls aus Süddeutschland erreichte. Der ca. 20 Minuten lange Film hält die Fahrt und den Aufenthalt einer Schulklasse im Landschulheim Schloss Harburg fest.

Sport, militärähnlicher Drill und die Einordnung in die Gemeinschaft prägen den Tagesablauf. Entstanden sind die Aufnahmen im Sommer 1939, wenige Wochen vor Kriegsbeginn.

Filmfunde wie diese sind für die historische Beurteilung der Zeit von besonderer Bedeutung. Wir bedanken uns daher sehr für die Überlassung des Materials!

Zu Schloss Harburg fanden wir folgende Informationen:

„Auf einem schroff abfallenden Felsen bewacht die Harburg den südöstlichen Eingang zum Ries. In ihrer Unberührtheit zählt sie zu den besterhaltenen Burganlagen Bayerns, in ihrer Ausdehnung übertrifft sie sogar die größte deutsche staufische Kaiserpfalz in Wimpfen.

Ihr zu Füßen liegt idyllisch die kleine Stadt Harburg, eingebettet zwischen Fluss und Hang. Schön ist der Blick von der alten Steinbrücke an der Wörnitz zu den Jurafelsen. Und gewichtig thront auf einem breiten Jurarücken die alles überragende Burg, ehemals Reichsburg der Kaiser aus dem schwäbischen Haus der Hohenstaufen.“

Neuzugänge im Archiv – 07.04.10

Aus Süddeutschland erreichten uns diverse 16-mm-Filme, die wir aufgearbeitet und digital abgetastet haben. Der erste Film zeigt Aufnahmen der Augsburger Feuerwehr im Jahre 1937.

Der 16 Minuten lange, professionell gedrehte Film hält eine Übung der Feuerwehr fest, die ausrückt, um einen Brand in einer Schule zu löschen.

Dass Bilder wie diese, nur wenige Jahre später als Folge des Luftkriegs in ganz Deutschland zum Alltag gehören würden, ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand.

Wir danken den Rechteinhabern für die großzügige Überlassung dieses historisch wertvollen Materials!

Neuigkeiten aus dem Archiv – 07.04.10

Gestern Abend lief im ZDF unter dem Titel „Kopfjagd in Ostafrika“ der erste Teil der dreiteiligen Dokumentation „Das Weltreich der Deutschen“. Die weiteren Teile „Sturm über Südwest“ und „Abenteuer Südsee“ sendet das ZDF am 13.4. und 20.4.

Wir haben für alle drei Teile dokumentarisches Filmmaterial zugeliefert.

Den Kolleginnen und Kollegen wünschen wir guten Erfolg!

Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.04.10

Aus Paris (Flach Film) erreicht uns eine Anfrage zu einer Dokumentation über die Auschwitz-Alben von Lili Jacob und Karl Höcker. Wir können diese Dokumentation mit bislang nie gezeigten Aufnahmen unterstützen.

Wikipedia: „Auschwitz-Album werden zwei Fotoalben genannt, die Fotografien aus dem Konzentrationslager Auschitz-Birkenau vor seiner Befreiung am 27. Januar 1945 zeigen. Die Aufnahmen darin wurden von SS-Angehörigen gemacht und gesammelt. Die Fotoalben mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten sind auf verschiedenen Wegen überliefert worden.

Ein erstes Auschwitz-Album wurde 1945 von Lilly Jacob während ihrer Haft im Konzentrationslager Dora-Mittelbau entdeckt und 1980 der Jerusalemer Holocaust-Gedenkstätte Yad Vaschem übergeben. Davor wurden bereits ab 1946 verschiedene Aufnahmen aus diesem Album veröffentlicht. Es zeigt die Abläufe im Inneren des Vernichtungslagers Ende Mai oder Anfang Juni 1944 aus der Sicht der SS-Männer.

Ein zweites Auschwitz-Album erwarb im Dezember 2006 daUnited States Holocaus Memorial Museum von einem anonym gebliebenen ehemaligen Oberst der US-Army, der es 1946 gefunden hatte, mit 116 Aufnahmen, die der SS-Obersturmführer Höcker als führender Offizier der Wachmannschaft gemacht hatte. Der Großteil des Fotoalbums zeigt Angehörige des Lagerpersonals bei Schießübungen und bei Freizeitaktivitäten. Seine Aufnahmen waren bis 2006 in der Öffentlichkeit unbekannt geblieben.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.04.10

Wir freuen uns, Dokumentationen des SFB, der broadviewtv, des WDR und der renommierten französischen Filmproduktion CC&C (Apocalypse/Der Krieg, soeben als Dreiteiler in der ARD gelaufen) mit Material aus unserem Archiv unterstützt zu haben.

Allen Kolleginnen und Kollgen wünschen wir gute Einschaltquoten und Erfolg!

Neuigkeiten aus dem Archiv – 27.03.10

Im Rahmen der Vorarbeiten zu einer mehrteiligen historischen Film-Dokumentation sind wir in der kommenden Woche zunächst einige Tage im europäischen Ausland, um die verantwortliche Produktionsfirma wissenschaftlich zu beraten.

Von dort reisen wir weiter, um mit einem Sender zu verhandeln, der 25 Dokumentationen von Karl Höffkes zur Ausstrahlung erwerben will.

Neuigkeiten und Meldungen über filmische Neueingänge können wir daher erst wieder in der Woche nach Ostern einstellen.

Wir wünschen allen, die unsere Arbeit begleiten, schöne Frühlingstage und ein erholsames Osterfest.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.03.10

Zwei 16-mm-Rollen, die wir aus einem Nachlass erwerben konnten, werfen Fragen auf: die erste Rolle beginnt mit bekannten Aufnahmen einer NS-Wochenschau; danach jedoch folgen Bilder einer Großveranstaltung, die uns vollkommen unbekannt sind. Wir setzen uns wegen dieser Aufnahmen mit dem Bundesfilmarchiv in Berlin in Verbindung und informieren an dieser Stelle weiter.

Die zweite Rolle zeigt einen Festumzug im Raum Danzig, Mitte der 30er Jahre, der von Turnerverbänden, Handwerksgilden und Trachtengruppen geprägt ist. Die Aufnahmen werden zur Zeit digitalisiert und danach historisch eingeordnet. Auszüge folgen.

Neuzugänge im Archiv – 26.03.10

Ein umfangreiches Konvolut privat gedrehter 8-mm-Schmalfilme eines ehemaligen Wehrmachtsangehörigen erreichte uns aus Stuttgart. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1940 – 1943 und zeigen, anders als die NS-Wochenschauen, das wahre Gesicht des Krieges.

Die aus diesem Konvolut stammenden Aufnahmen aus Polen, auf denen auch Juden zu sehen sind, die Armbinden mit dem sogenannten „Judenstern“ tragen müssen, dokumentieren die rassistische Komponente der NS-Weltanschauung.

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