Neuzugänge im Archiv – 19.01.10

Im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in Berlin im Jahre 1936, die die Nationalsozialisten zur Eigendarstellung nutzen wollten, begann eine umfassende Mobilisierung im Deutschen Reich.

Ein privat gedrehter Schmalfilm, den wir in Norddeutschland erwerben konnten, hält eine der vom Propagandaministerium veranlassten Aktivitäten fest.

Neuzugänge im Archiv – 19.01.10

Im Winter 1943 besuchte der rumänische Mininsterpräsident und Generalstabschef Ion Victor Antonescu den deutschen Reichskanzler Adolf Hitler in dessen Hauptquartier Wolfschanze in Ostpreußen.

Ein Treffen, das auf einem 16-mm-Farbfilm festgehalten wurden, den wir aus einem russischen Archiv erwerben konnten.

Neuzugänge im Archiv – 18.01.10

Als am 10. Dezember 1931 der erste deutsche farbige Kinofilm mit dem Titel „Bunte Tierwelt“ uraufgeführt wurde, begann eine neue Ära des Filmschaffens: der „Bunten Tierwelt“ folgten in den kommenden Jahren eine Reihe weiterer in Agfacolor gedrehter Kulturfilme und  – in der zweiten Kriegshälfte – auch acht Farbfilmspielfilme: „Die Goldene Stadt“, „Das Bad auf der Tenne“, „Münchhausen“, „Immensee“, „Opfergang“, „Die Frau meiner Träume“ und „Kolberg“ und „Die Große Freiheit Nr. 7“.

Während die Spielfilme komplett erhalten sind, gibt es im Bereich der Kulturfilme bis heute Lücken im Bestand des Bundesfilmarchivs.

Umso erfreulicher ist es, dass uns ein engagierter Sammler seine komplette 35-mm-Filmsammlung mit farbigen und schwarzweißen Kulturfilmen aus den 30er und 40er Jahren anvertraute, die die vorhandenen Lücken füllen und die wir komplett restauriert und digitalisiert haben.

Nachfolgend stellen wir Ausschnitte aus einem schwarz-weiß Film aus Schlesien und einem Farbfilm aus Württemberg vor.

Neuzugänge im Archiv – 18.01.10

Das zurückliegende Wochenende führte uns in den äußersten Südosten Deutschlands, wo wir den Filmnachlass eines ehemaligen Panzersoldaten übernehmen konnten.

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass alle Filme noch komplett vorhanden waren. Rund 200 Minuten Privatfilmmaterial (darunter etwa 15 Minuten in Farbe) aus der Zeit der Aufstellung der Einheit, dem West- und Russlandfeldzug ergänzen ab sofort unsere Archivbestände.

Nach digitaler Aufbereitung stellen wir Ausschnitte ein.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 14.01.10

In Warschau stieß das von uns neu gefundene Material aus dem Ghetto Warschau auf großes Interesse. Die bislang unbekannten, privat gedrehten Filmaufnahmen, zeugen von der menschenfeindlichen Politik der nationalsozialistischen Führung und ihrer Helfer.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 14.01.10

70 Jahre nach dem Westfeldzug (10. 5. – 22. 6. 1940), arbeiten in Frankreich diverse Produktionen und Sender an Dokumentarfilmen zum deutsch-französischen Krieg.

Frankreich hatte, gemeinsam mit Großbritannien, Deutschland am 3. 9. 1939 den Krieg erklärt, nachdem die Wehrmacht in Polen einmarschiert war. Nicht wenige Historiker sehen in dieser Erklärung und der nachfolgenden Besetzung der Niederlande, Belgiens, Luxemburgs und Frankreichs durch Hitler den Grund für die Ausweitung des deutsch-polnischen Konfliktes zum Weltkrieg.

Um das in unserem Archiv umfangreich vorhandene privat gedrehte gedrehte Filmmaterial deutscher Soldaten aus dem Westfeldzug zu sichten, konnten wir in den vergangenen Tagen vier französische Dokumentarfilmregisseure begrüßen, die intensiv mit uns über die damaligen Ereignisse diskutierten.

Aus den USA erreichten uns Anfragen zu Material über die Reichsparteitage, zum Fotografen Prof. Heinrich Hoffman, zu Prof. Dr. Karl Brandt, dem Begleitarzt Hitlers und zu Material aus dem Ghetto Warschau.

In allen Fällen konnten wir mit neu gefundenem Filmmaterial weiter helfen.

Neuzugänge im Archiv – 14.01.10

Alte Filmaufnahmen aus Ostpreußen sind angesichts der dramatischen Ereignisse der letzten Kriegsmonate und den systematischen Plünderungen in der Zeit der Vertreibung ein seltenes Gut. Um so erfreulicher ist es, wenn doch hin und wieder Filmrollen den Weg zu uns finden, die das Leben in Ostpreußen bewahren.

Aus dem Nachlass eines Arztes erhielten wir einen Film mit ca. 12 Minuten Laufzeit, der Bilder aus Masuren enthielt.

Wir danken sehr für die Überlassung dieses historisch wertvollen Materials!

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Neuzugänge im Archiv – 14.01.10

Über die Stärke und den Ausbildungsstand der Schweizer Armee im Vorfeld des Zweiten Weltkriegs ist wenig bekannt. Private Filmaufnahmen aus dieser Zeit sind so gut wie keine vorhanden.

Um so bedeutender ist ein Fund, den wir schon vor einiger Zeit auf unserer Seite ankündigten und heute in Auszügen vorstellen: Filmaufnahmen eines Schweizer Rekruten, gedreht im Sommer 1939.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 13.01.10

Die Bilanz des zurückliegenden Jahres ist in jeder Hinsicht positiv:

Unsere website wurde mit wachsendem Interesse angenommen, der Archivbestand an historischem Filmmaterial wuchs um rund 100 Stunden und der Fotobestand stieg um mehr als 4.000 Aufnahmen (darunter rund 700 Farbdias).

Das wachsende Interesse an unserer Arbeit schlug sich deutlich an den zahlreichen Anfragen nieder, die uns nicht nur aus Deutschland und Europa, sondern vermehrt auch aus den USA, Russland, Israel, den arabischen Staaten und Japan erreichten. Unser Material wird inzwischen weltweit von Dokumentarfilmern geschätzt und eingesetzt.

Dass die Abverkaufszahlen der DVDs von Karl Höffkes im In- und Ausland im 2. Halbjahr 2009 einen neuen Höchststand erreicht haben, ist für uns ein deutliches Signal für das wachsende Interesse an deutscher Geschichte und zugleich Verpflichtung, unsere historische Forschungsarbeit weiter zu führen.

Neuzugänge im Archiv – 13.01.10

Aus Brandenburg erreicht uns soeben ein 16-mm-Film aus dem Jahr 1938, der sich schon bei der ersten Durchsicht als geschichtliches Kleinod entpuppte: ein unbekannter Filmer hat darauf das allgemeine Leben und einen historischen Umzug in Torgau/Elbe mit einem Kodakolor-Farbfilm festgehalten. Die rund 16 Minuten sind in einem erstklassigen Zustand, die Farben leuchtend klar und sauber.

Torgau erlangte Ende des Zweiten Weltkriegs internationale Berühmtheit, als sich am 25. April 1945 sowjetische und amerikanische Truppen an der Elbe bei der Stadt trafen und am 26. April 1945 dieses Ereignis nochmals für die Kameras in Szene setzten.

Eine der vielen historischen Unrichtigkeiten, die bis heute Bestand haben: Der erste Kontakt der beiden Armeen während des Krieges in Europa fand nämlich bereits am 25. April 1945 in Strehla, rund 30 Kilometer von Torgau entfernt, statt.

Der Film wird zur Zeit abgetastet. Auszüge stellen wir in Kürze ein.