Im Zuge der aktuellen Sichtungsreise nach Ludwigsburg, Stuttgart, München und Nürnberg konnten insgesamt 12 Rollen mit privat gedrehtem 16-mm-Filmmaterial aus den Jahren 1931 bis 1945 für unser Archiv erworben werden. Die bis heute unbekannten Aufnahmen ergänzen vor allem unseren Filmbestand zur Frühzeit des Nationalsozialismus.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 04.07.2012
Die Umbauten an unseren Archiv- und Sichtungsräumen sind abgeschlossen. Ab sofort stehen unseren Kunden die neuen Räumlichkeiten zur Verfügung.
Durch den Kauf von zwei AVID-HD-Schnittplätzen können wir unser Material ab sofort nicht nur auf Digi-Beta und DVC-Pro, sondern auch auf XD-Cam und dateibasiert auf Festplatte liefern.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 04.07.2012
Julien Bryan (1899 – 1974) war ein US-amerikanischer Dokumentarfilmer. Die größte Bekanntheit erlangten seine Filme über das Alltagsleben in Deutschland, Polen und der Sowjetunion zwischen 1935 und 1939.
Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkrieges produzierte Bryan mehrere Filme über die Belagerung Warschaus durch die Wehrmacht im September 1939. Er gilt als einziger ausländischer Journalist, der sich damals in der polnischen Hauptstadt aufhielt. Über den Polnischen Rundfunk wandte er sich mit einem Appell an den US-amerikanischen Präsidenten Franklin Delano Roosevelt, der Zivilbevölkerung Warschaus, die unter den Luftangriffen der Deutschen litt, zu helfen.
Sein Dokumentarfilm Siege (1940), aus dem die eingestellten Szenen stammen, wurde für den Oscar in der Kategorie „Bester Kurzfilm“ nominiert und 2006 als „einzigartiges, erschütterndes Dokument der grausamen Brutalität des Krieges“ in das US- amerikanische National Film Registry aufgenommen.
Wir bedanken uns für diese Aufnahmen beim United State Holocaust Memorial Museum in Washington.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.07.2012
Im Jahre 1929 entstanden diese historisch einzigartigen Aufnahmen: bei einem Besuch in Weimar im Friedrich Nietzsche Archiv, hielt eine Besucherin die Schwester des großen deutschen Philosophen, Frau Elisabeth Förster – Nietzsche im Film fest. Therese Elisabeth Alexandra Nietzsche (10. Juli 1846 in Röcken – 8. November 1935 in Weimar), war die zwei Jahre jüngere Schwester des Philosophen Friedrich Nietzsche. Als alleinige Nachlassverwalterin ihres Bruders war sie Gründerin und Leiterin des Weimarer „Nietzsche-Archivs“, das bis heute existiert.
Mit im Bild auch Siegfried Wagner, ein Sohn Richard Wagners, der bis zu seinem Tode 1930, ein Jahr nachdem diesen Aufnahmen entstanden, die Bayreuther Festspiele leitete.
Aus dem Nachlass der Filmerin konnten wir ca. 60 Minuten Filmmaterial erwerben, das in den Jahren 1929 und 1932 entstand und zahlreiche außergewöhnliche Aufnahmen aus Weimar und Umgebung, sowie wichtiger Persönlichkeiten aus Kultur und Politik bewahrt.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 28.06.2012
Bilder vom Einsatz des Reichsarbeitsdienstes im Emsland. Der Reichsarbeitsdienst (abgekürzt RAD) war eine der zahlreichen NS-Organisationen im Deutschen Reich der Jahre 1933–1945. Zunächst auf freiwilliger Basis errichtet, bestand ab Mitte 1935 eine sechsmonatige Arbeitsdienstpflicht für alle jungen Männer. 1939 wurde der Reichsarbeitsdienst auch auf die weibliche Jugend ausgedehnt. Der Einsatz war nicht nur ein wichtiger Baustein der Wirtschaft im Dritten Reich, sondern auch Teil des nationalsozialistischen Erziehungssystems.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 27. Juni 2012
Wir bitten die Besucher unserer Website um Nachsicht, dass wir in letzter Zeit nur sporadisch Teile von neugefundendem Filmmaterial einstellen konnten. Die Nachfrage der Sender und Produktionen im In- und Ausland nach bewegten Bildern ist inzwischen so groß, dass wir mit der Zulieferung mehr als ausgelastet sind. Wir freuen uns über diese Entwicklung und bedanken uns aktuell bei ORF3, MDR, TagTraum, Agenda-Media, NBC-network, N 24, ZDF, La Compaigne des Phares, Junius IX, Deutsche Welle, SWR und BBC für die angenehme Zusammenarbeit.
Zu den besonderen Neuerwerbungen der letzten Tage zählen neben privaten Farbaufnahmen aus Danzig und Ostpreußen Ende der 30er Jahre, Filme von der Grundsteinlegung vom „Haus der Kunst“ in München, von einer Marokkoreise (1938) und von verschiedenen Kriegsschauplätzen des Zweiten Weltkriegs, die zeitnah gesichtet und verschlagwortet werden.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 27.06.2012
Die Aufnahmen, die kurz nach Beendigung des Polenfeldzuges entstanden sind, verdanken wir einem Angehörigen der 257. Infanterie-Division, dessen gesamten Filmbestand wir übernommen haben. Auf rund 70 Minuten hat er den Weg der Division bis weit nach Russland hinein festgehalten. Die Qualität der Bilder ist trotz der inzwischen vergangenen Jahre noch immer bemerkenswert gut.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.06.2012
Dass auch gut gedrehte Aufnahmen aus den 50er Jahren inzwischen einen historischen Wert besitzen, beweist ein Film, der eine Übung der Freiwilligen Feuerwehr in Willebadessen zeigt. Wir hoffen, damit gleichzeitig den zahlreichen Wünschen nachzukommen, die uns um weiteres Filmmaterial aus Willebadessen gebeten haben. Viel Vergnügen.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 26.06.2012
In der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift schmalfilm berichtet Dirk Alt über Leben und Werk des Filmamateurs Walther Bever-Mohr aus Schwelm, der in den 1940er Jahren zu den bekanntesten privaten Filmschaffenden in Deutschland gehörte und von 1952 bis zu seinem Tod 1955 dem Bund deutscher Filmamateure (BDFA) als Präsident vorstand. Sein Filmnachlass befindet sich in unserem Archiv. Unser Dokumentarfilm über Walther Bever-Mohr befindet sich derzeit in der Vertonung und wird im Herbst auf DVD erscheinen.
Mit freundlicher Erlaubnis der schmalfilm-Redaktion stellen wir einen Auszug des Artikels ein. Der aktuelle schmalfilm berichtet außerdem über die vielfältige Verwendung des Super-8-Formates u.a. in Werbe- und Spielfilmen, die Herstellung von Rohfilm durch die Wolfener Firma Filmotec und weitere technisch und technikgeschichtlich reizvolle Themen.
Neuigkeiten aus dem Archiv – 19.06.2012
Vor kurzem wurden wir auf die Sammlung von William Gillespie (Sydney) aufmerksam, der in langwieriger Arbeit Material aller Art zur deutschen Filmgeschichte der 30er/40er Jahre zusammengetragen hat und inzwischen auch Forschern und Institutionen aus Deutschland wieder zugänglich macht.
Leider können wir die Internet-Seite seiner Sammlung nicht direkt verlinken, da darauf nach deutschem Recht problematisches Werbematerial zu NS-Propagandafilmen ausgestellt ist.
Um dennoch auf das Vorhandensein dieser Sammlung aufmerksam machen zu können, haben wir William Gillespie für einen Gastbeitrag zu unserer Rubrik Filmgeschichte gewonnen, der hier in Deutsch und Englisch nachzulesen ist.






