Aus aktuellem Anlass – 05.02.2009

Verschiedene Sender im In- und Ausland haben in Vorbereitung ihrer Dokumentationen zur Erinnerung an den Polenfeldzug vor 70 Jahren auf Material zurückgegriffen, das wir vor kurzem aus Privatbesitz erstehen konnten. Nach Aussagen namhafter Historiker ist es der älteste bislang bekannt gewordene Farbfilm über Juden in Polen, die auf Anordnung der deutschen Besatzung einen gelben Kreis mit einem aufgezeichneten „Judenstern“ tragen mussten. Wegen der großen Nachfrage veröffentlichen wir nachfolgend einige Schlüsselszenen zur Vorabsichtung.

Neuzugänge im Archiv – 04.02.2009

Von einer bekannten norddeutschen Unternehmerfamilie erreichten uns 16-mm Filme mit seltenen Aufnahmen aus Tsingtau und Peking. Die in den Jahren 1936 bis 1943 entstandenen Filme bieten einzigartige Einblicke in das gesellschaftliche System Chinas und das Leben der deutschen Kolonie in Tsingtau. Die Aufnahmen vom Eintopfessen der auslandsdeutschen NS-Gruppe im „Braunen Haus“ im „Prinz-Heinrich-Gebirge“ bei Tsingtau, eines Hitlerjugendlagers von deutschen Jugendlichen aus ganz China und diverser Veranstaltungen sind historisch von besonderer Bedeutung. Szenen aus dem chinesischen Alltagsleben, darunter auch seltene Aufnahmen aus dem Lama-Tempel bei Peking (Filmen und Fotografieren war streng verboten) runden diesen Fund mit einer Gesamtlauflänge von fast 100 Minuten ab.

Neuzugänge im Archiv – 03.02.2009

Neuer Filmfund in Süddeutschland: aus Privatbesitz konnten wir einen ca. 10 Minuten langen s/w-16-mm-Film erwerben, der einen großen SA-Aufmarsch aus dem Jahr 1934 zeigt. Die sehr gut gedrehten Szenen (seltene Nahaufnahmen, ungewöhnliche Perspektiven und hohe SA-Führer) stehen in Kürze für alle Kolleginnen und Kollegen zum Abruf bereit.

Neuigkeiten – 02.02.09

Am 28. Januar zeigte der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) in seinem Magazin „artour“ einen Beitrag über den aus Sachsen stammenden deutschen Afrikareisenden Paul Graetz, der von 1907 bis 1909 den Afrikanischen Kontinent von Daressalam bis Swakopmund mit einem Auto durchquerte. Wir freuen uns, dass das von Paul Graetz bei dieser Fahrt selbst gedrehte Filmmaterial, das wir dem MDR zur Verfügung stellten, auf diese Weise gewürdigt wurde.

Neuzugänge im Archiv – 01.02.2009

Berlin im Winter 1939. Das verschneite Brandenburger Tor; Frauen, die anstehen, um Holzhohle zu kaufen, Hitler in der Reichskanzlei und Szenen vom Winterhilfswerk. Ein 16-mm Film mit einer Laufzeit von ca. 15 Minuten, der das Leben in Berlin im ersten Kriegswinter lebendig hält.

Neuzugänge im Archiv – 27.01.2009

Ein deutscher Tourist drehte im Spätsommer 1938 eine Militär-Parade in der französischen Hauptstadt Paris. Aufnahmen französischer Panzerdivisionen und der berühmten Spahi-Reiter, die als Lanzenreiter auf edlen Araberpferden noch im Zweiten Weltkrieg zum Einsatz kamen, sind höchst selten. Umso mehr bedanken wir uns bei der Familie, die uns großzügigerweise diese Aufnahmen überließ. Ein weiteres Stück Zeitgeschichte, das wir dem Vergessen entreißen können.

Neuzugänge im Archiv – 23.01.2009

Eine willkommene Ergänzung des Archivbestandes bilden private Farbfilme aus verschiedenen europäischen Hauptstädten, die ein belgischer Unternehmer im Jahre 1938 drehte. Seine Aufnahmen aus Paris und London zählen zu den besten Farbfilmen, die bislang aus dieser Zeit bekannt geworden sind. Die 30 Minuten langen 16-mm Kodak-Farbfilme sind ab sofort über uns verfügbar.

Neuigkeiten 21.01.2009

Der Fund eines Massengrabes mit mindestens 1800 Leichen in Malbork, dem ehemaligen Marienburg, wird zurzeit in zahlreichen deutschen Printmedien thematisiert und diskutiert.

Kolleginnen und Kollegen, die einen aktuellen Filmbericht zum Thema erstellen wollen, können wir reichhaltiges, privat gedrehtes Filmmaterial aus Marienburg und Umgebung (zum Teil auch in Farbe) aus der Zeit vor 1945 anbieten.

Informationen zur Website – 21.01.09

Allen Interessierten bieten wir ab sofort einen zusätzlichen Service: wer unsere aktuellen Beiträge abonnieren möchte, kann dies durch einen einfachen Klick auf den Punkt „Einträge (RSS)“ tun, der sich am Ende jeder Seite findet.

Meinungen zum Archiv – 21.01.09

Hans-Gunter Voigt, Referatsleiter im Bundesfilmarchiv in Berlin schätzt den Wert der von uns gefundenen Privatfilme von Hermann Göring als außerordentlich hoch ein:

„Es war bekannt, dass Göring gedreht hat, aber wir wussten nie, wo das Material verblieben ist“ so der Filmexperte, der auf 40 Jahre Erfahrung im Umgang mit historischen Filmmaterialien zurück blickt. „Diese Bilder bieten einen sehr hohen historischen Erkenntnisgewinn“. So liege die Bedeutung der Rollen vor allem darin, „dass sie das offizielle Material der NS-Wochenschauen konterkarieren und so ein neues Licht auf die Figur des „Reichsmarschalls“ werfen“.