Neuigkeiten – 08.09.2011

Nachfolgend stelle ich einige ausgewählte Fotos ein, die während der Dreharbeiten in Syrien entstanden sind.

Im Gespräch mit dem ehemaligen US-Botschafter im Irak, Edward L. Peck.

Die Umayyaden-Moschee in Damaskus. Sie ist eine der ältesten Moscheen der Welt und Vorbild für andere Moscheen im Baustil der Pfeilerhallenmoschee. In vorislamischer Zeit wurde sie als eine, Johannes dem Täufer geweihte Kathedrale errichtet.

Auf dem Weg nach Hama. Militärtransporte und Stellungen in der Stadt.

Auf den Straßen versammeln sich Oppositionelle, um gegen das Regime zu demonstrieren. Diese Demonstranten lehnen jegliche Gewalt ab und fordern friedliche Veränderungen, vor allem Zulassung von Parteien, Abbau des Geheimdienstes, Abzug des Militärs und Zulassung oppositioneller Zeitungen.

Folgen der bewaffneten Aufstände: niedergebrannte Polizeistationen und Verwaltungsgebäude. Deutlich sind die Einschüsse an den Außenmauern einer gestürmten Polizeidienststelle zu erkennen. Bei der Erstürmung sollen sieben Polizisten erschossen worden sein.

Schwer verwundete syrische Militärangehörige. Die meisten haben schwere Kopfverletzungen, was auf den Einsatz von ausgebildeten Scharfschützen schließen lässt. Einer der behandelnden Ärzte kommentierte die Verletzungen mit den Worten: „so schießen keine aufgebrachten Bauern“. Angesichts dieser Bilder und Schicksale gewinnt die Forderung nach einem Ende der Gewalt und dem Beginn eines friedlichen Diskurses zusätzliches Gewicht.

In den Straßen demonstrieren Gruppen von meist jugendlichen Anhängern des Präsidenten Assad. Neben der syrischen Flagge ist auch die gelbe Fahne der Hizbollah („Partei Gottes“) z sehen.

Im Gespräch mit Prof. Hussein (Baath-Partei) und dem Stellvertretenen Außenminister Syriens.

Aktuelles – 07.09.2011

Nachdem schon N 24 für seine aktuelle Berichterstattung auf unser Filmmaterial aus Syrien zurückgegriffen hat, strahlt heute Abend ab 23:30 der Norddeutsche Rundfunk/NDR einen aktuellen Beitrag von Dr. Uwe Sauermann über Syrien aus. Wir empfehlen diesen Beitrag trotz der späten Stunde allen Interessierten! 

Aktueller Filmfund: fast 60 Minuten 16-mm-Farbfilm, gedreht von einem Angehörigen einer deutschen Infanterie-Division in den Jahren 1939 und 1940, bereichern ab sofort unseren Archivbestand. Die Aufnahmen entstanden während der Feldzüge in Polen und Frankreich. Ausschnitte folgen nach Abtastung. Das bereits angekündigte privat gedrehte Filmmaterial aus den Niederlanden (1936), das auch eine jüdische Familie zeigt, die im Zuge des Holocaust ermorde wurde, ist abgetastet. Ausschnitte daraus veröffentlichen wir ebenfalls in Kürze.

Wir freuen uns, dass wir mit unserem Dokumentarfilmmaterial Produktionen in Deutschland (Taglich Media), den USA (Creativ Differences) und in Tschechien (Hypermarket Film) unterstützen durften. Wir wünschen allen Kolleginnen und Kollegen Erfolg!

Neuigkeiten – 07.09.2011

In Sachen Syrien erleben wir derzeit eine Propagandaschlacht, die an die Berichterstattung über den Irak, Afghanistan und Libyen erinnert: Berichte aus zweiter Hand, nicht selten politisch motiviert und schwer zu kontrollieren. Das liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass sich derzeit keine ausländischen Journalisten im Land aufhalten, um vor Ort zu berichten. Über die Hintergründe der Aufstände und die Politik der Regierung erfahren wir in der Regel nur aus gefilterter Sicht. Um einen ungefilterten Blick in die Atmosphäre im Land zu ermöglichen, werde ich in den nächsten Tagen meine Erfahrungen vor Ort zusammenfassen und auf meiner Website publizieren.

Nachfolgend stelle ich erste Ausschnitte unserer Filmaufnahmen aus Damaskus und Hama ein. Den Kolleginnen und Kollegen aus den Nachrichtenredaktionen stehen ab sofort etwa 30 Minuten Filmmaterial und diverse Interviews mit Vertretern der Baath-Partei und der syrischen Opposition zur Verfügung. HD im Format 16:9. Kostenlose DVDs mit TC können angefordert werden.

NEUIGKEITEN – 02.09.2011

Aus Anlass der Fachtagung „150 Jahre Farbphotographie“ (28.-30. Oktober, Wolfen), auf die wir bereits vor einigen Tagen hinwiesen, präsentieren wir in unserer Rubrik Filmgeschichte einen Sonderbeitrag von Gert Koshofer. Sein Essay trägt den Titel: 150 Jahre Farbphotographie. Eine Einordnung und Bewertung.

Der Besuch der Tagung dürfte sich nicht nur für Technikbegeisterte lohnen, denn es ist zu erwarten, dass auch seltenes, zeitgeschichtlich interessantes Bildmaterial gezeigt wird. So beschäftigt sich ein Vortrag mit dem Autochrome-Fotografen Hans Hildenbrand, der im Ersten Weltkrieg farbige Propagandafotos von der Westfront aufnahm (Bildbeispiel siehe unten). Weitere Vorträge behandeln die Verwendung der Farbfotografie in den USA, im nationalsozialistischen Deutschland und während des Zweiten Weltkriegs.

Der Anmeldeschluss ist am 28. September. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Infos hier.

Als Appetitanreger bringen wir einige Bildbeispiele (zeitgenössische Drucke):

Hans Hildenbrand: Ballonabwehrkanone (um 1915). Farbenphotographische Gesellschaft Stuttgart Nr. 3544 Serie 104.
Rom, Forum Mussolini (um 1930). Uvachrom Nr. 6262.

Reichsparteitag 1933. Uvachrom Nr. 6321.

NEUIGKEITEN – 27.08.2011

Unsere Rubrik Filmgeschichte hat ein Update zu verzeichnen, das für die Freunde des Ufa-Kinos von Interesse sein wird: Michael A. Krüger hat uns aus seiner Sammlung Bilddokumente zum zweiten Ufa-Farbfilm Die goldene Stadt zur Verfügung gestellt. Den erläuternden Text schrieb Dirk Alt. Herr Krüger wird auf unserer Homepage nach und nach Übersichten über sämtliche Kinoaushangfotos der deutschen Farbspielfilme bis 1945 präsentieren.

Neuigkeiten – 26.08.2011

Da ich Damaskus verlassen und in Richtung Hama (ca. 215 Kilometer) gefahren bin, ist es schwierig, aktuelle Neuigkeiten übers Internet einzustellen. Meine ersten Eindrücke aus Syrien sind folgende: die in vielen unserer Zeitungen zu findende schwarz-weiß-Darstellung wird den realen Gegebenheiten nicht gerecht. Es gibt vielmehr – sowohl auf der Seite der Regierung als auch auf Seiten der Opposition – viele Grauetöne. Alle, die sich als Anhänger der Regierungen bezeichnet haben und mit denen ich sprechen konnte, halten Veränderungen (Zulassung von Parteien, Gründung oppositioneller Medien, Rückstufung der Geheimdienste) für unerlässlich. Alle Anhänger der Opposition, mit denen ich sprechen konnte, teilen diese Ansicht. Einig sind sich alle in der Forderung, dass die Gewalt aufhören muss und dass kein Syrer auf einen Syrer schießen darf. Einig sind sich auch alle, dass jede Einmischung von außen strikt zu unterbleiben hat, weil sie am Ende schädlich ist. Es handelt sich um ein innersyrisches Problem, das man von innen heraus lösen muss. Ob der jetzige Präsident am Ende bleibt oder nicht, ist für meine Gesprächspartner nicht der entscheidende Punkt. Entscheidend ist das Ende der Gewalt und eine friedliche Umgestaltung der Gesellschaft. Erste Schritte sind bereits getan: seit gestern können Parteien gegründet werden. Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich frei reisen und frei berichten kann. Ich werde bei meiner Arbeit beobachtet, aber nicht behindert. ich kann drehen, was ich möchte und habe auch zahlreiche Fotos von Soldaten, Strassensperren und anderen militärischen Einrichtungen gemacht. Das war in vielen anderen Ländern, in denen ich gearbetet habe, nicht immer der Fall.

Nur die bewaffnete Opposition trägt den Dialog, der sich langsam zu entfalten beginnt, nicht mit. Woher das Geld und die Waffen stammen, mit denen die Gruppen gegen Polizeistationen, Militäreinrichtungen und Posten vorgehen, kann nur spekuliert werden. Dass eine Destabilisierung Syriens von Interessen außerhalb des Landes bestimmt sind, ist Konsens bei allen meinen Gesprächspartnern.

Ich konnte unmittelbar nach einem Schusswechsel bei Hama verwundete Soldaten in einem Krankenhaus besuchen. Auffallend: die Verwundeten wiesen alle schwere Kopfverletzungen durch Kugeln auf. (Bilder folgen nach meiner Rückkehr). Diese Verwundung deuten die Ärzte als Beleg für Scharschützen auf Seiten der Opposition. Wörtlich sagte mir ein Arzt: „wer so schießt, ist kein einfacher Bauer“.

Ich kehre in Kürze zurück und werde dann zahlreiche aktuelle Fotos und umfassende Berichte einstellen. Unter den jetzigen Umständen muss ich mich auf diese kurze Beschreibung beschränken.

Gruß

Karl Höffkes

NEUIGKEITEN – 25.08.2011

Unter dem Motto „Auf der Suche nach natürlichen Farben – 150 Jahre Farbphotographie“ veranstaltet die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und das Industrie- und Filmmuseum Wolfen (IFM) im Oktober eine Tagung in der ehemaligen Agfa-Filmfabrik Wolfen (bei Bitterfeld). Die Tagung wird maßgeblich organisiert von Gert Koshofer, der für unsere Rubrik Filmgeschichte einen Beitrag über die Geschichte der farbigen Schmalfilme beigesteuert hat. Wir möchten daher auf diese Tagung besonders hinweisen und unseren interessierten Lesern den Besuch empfehlen.

Aus der Pressemitteilung:

„Vor 150 Jahren, am 17. Mai 1861, hat der schottische Professor James Clerk Maxwell in der Royal Institution of Great Britain in London zum ersten Mal eine Farbaufnahme öffentlich projiziert. Das Jahr 1861 kann somit als Beginn der Farbphotographie angesehen werden, auch wenn ihre allgemeine Verbreitung noch lange auf sich warten ließ. Der Durchbruch der für den Photographen alltäglich einsetzbaren Farbphotographie erfolgte vor 75 Jahren (1936) mit der Einführung der ersten Mehrschichtenfarbfilme von Kodak und Agfa. Anlässlich dieses doppelten Jubiläums findet vom 28. bis 30. Oktober 2011 die Fachtagung „Auf der Suche nach natürlichen Farben – 150 Jahre Farbphotographie“ in der ehemaligen Agfa Filmfabrik Wolfen in Bitterfeld statt. Gemeinsame Veranstalter sind die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) und das Industrie- und Filmmuseums Wolfen (IFM). Zum mehrtägigen Kolloquium treffen sich anerkannte Fachleute. In über einem Dutzend Vorträgen erörtern hochgeschätzte Referenten das Phänomen „Farbe“, den technischen Weg zur Farbphotographie und den Reiz ihrer Anwendung. Zudem stellen sie künstlerische Strömungen, Sammlungen und Archive vor sowie die Arbeit berühmter Photographen mit dem Farbfilm und dessen journalistischen oder propagandistischen Einsatz. Anmeldeschluss für die Teilnahme am Kolloquium ist der 28. September 2011.“

Weitere Informationen hier.

Zum Abschluss der Tagung, am 30. Oktober, 15 Uhr, findet im historischen „UT Connewitz“-Filmtheater in Leipzig eine von Gert Koshofer eingeleitete Vorführung des ersten Agfacolor-Spielfilms Frauen sind doch bessere Diplomaten statt. Eintritt: 5 Euro (Studenten und Rentner: 4 Euro).

Die folgenden Bildproben geben einen kleinen Einblick in die Materie, die Gegenstand der Tagung sein wird:

Hermann Harz: Aral-Tankstelle um 1936
Hermann Harz: Aral-Tankstelle um 1936
Wolfgang Jacobi Hotel Kaiserhof, Berlin 1938
Wolfgang Jacobi: Hotel Kaiserhof, Berlin 1938

Walther Benser KdF-Dampfer
Walther Benser: KdF-Dampfer

Neuigkeiten / 23.08.2011

Melde mich aus Damaskus. Inzwischen konnte ich erste Eindruecke auch ausserhalb von Damaskus gewinnen. Gestern war ich in Hama, etwa 210 Kilometer von Damskus entfert. Bei diesem Besuch ergaben sich interessante Gespraeche sowohl mit Befuerwortern wie mit Oppositionellen. Ich berichte in Kuerze Genaueres.

Neuigkeiten – 19.08.2011

Aufgrund zahlreicher Nachfragen, warum wir in den letzten Tagen nur sehr sporadisch über Neuigkeiten und Neuzugänge berichten, möchte ich kurz mitteilen: Ich bin bis zum 26. 8. in Syrien unterwegs. In den kommenden Tagen werde ich meine Erfahrungen vor Ort an dieser Stelle veröffentlichen, um allen Interessierten ein möglichst authentisches Bild der Ereignisse zu vermitteln. 

Archivmäßig konnten wir in den letzten Tagen zahlreiche Neuzugänge verzeichnen, darunter eine einstündige Filmreise von 1935 von Hamburg nach Marokko, einen 16-mm-Film aus Nürnberg/Reichsparteitagsgelände aus dem Jahre 1942 und einen Privatfilm (von 1938) einer jüdisch-holländischen Familie, die später nach Auschwitz deportiert wurde. Mehrere Pakete sind noch ungeöffnet. ich kann mich darum erst nach meiner Rückkehr kümmern.

Die Nachfrage nach unserem Archivmaterial ist ungebrochen. Das ZDF nutzte in seiner hochgelobten Dokumentation „Geheimakte Mauerbau“ ebenso unser Material, wie viele andere Sender. Details dazu und Ausschnitte aus dem neugefundenen Material folgen nach meiner Rückkehr aus Syrien.

Ich wünsche schöne Sommertage.

Karl Höffkes

NEUIGKEITEN – 17.08.2011

Wir möchten auf eine Filmvorführung mit zeithistorisch interessanten Farbfilmen hinweisen, die unser Mitarbeiter Dirk Alt betreuen wird. Zum Welttag des audiovisuellen Erbes, am 27. Oktober, wird das Berliner Zeughauskino vier Farbtonfilme vorführen, von denen drei wahrscheinlich zum ersten Mal überhaupt öffentlich gezeigt werden.

Auf dem Programm stehen:

Ein Agfacolor-Film, aufgenommen im Herbst 1937 (Die Postkutsche) (Kurzspielfilm, ca. 20 Minuten)

Ein Lied verklingt (1938/39) (Kurzspielfilm, ca. 30 Minuten)

Ich werde nie vergessen (1939) (Werbefilm, ca. 4 Minuten)

Artillerie greift ein! (1940/41) (Propagandafilm, ca. 57 Minuten)

Die Veranstaltung läuft als Sonderprogramm unter dem Titel: „Das Agfacolor-Farbfilmverfahren im Kinoformat 1937-1941″. Details hier.

Der Kurzspielfilm „Ein Lied verklingt“ zeigt die ersten Agfacolor-35-mm-Aufnahmen des damaligen Ufa-Stars Irene von Meyendorff, die später in den Farbfilmen Veit Harlans „Opfergang“ und „Kolberg“ zu sehen war. Für unsere Leser dürfte auch der bislang nur in Ausschnitten im Fernsehen gezeigte Wehrmachtfilm „Artillerie greift ein!“ von Interesse sein. „Artillerie greift ein!“ (Regie: Heinz Paul) ist ein Gemeinschaftswerk von Ufa, OKW und Heeresfilmstelle, von dem wir nachfolgend zwei zeitgenössische Standbilder einstellen. (Quelle: „Der Deutsche Film“ Nr. Nr. 8/9 1942, S. 10/11.)

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