Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.05.2013

Seit gestern läuft in den deutschen Kinos das Doku-Drama „No Place on Earth – Kein Platz zum Leben“. Es erzählt die Geschichte mehrerer jüdischer Familien in der Ukraine, die während des Zweiten Weltkriegs 500 Tage lang in einem unterirdischen Höhlensystem Schutz vor den deutschen Besatzern fanden.

Wir haben diese Produktion von Beginn an bei der Suche nach historischen Filmaufnahmen unterstützt. Welche Bedeutung dem in unserem Archiv lagernden Dokumentarmaterial inzwischen international beigemessen wird, zeigt auch die Tatsache, dass die im Trailer verwendeten Originalfilmszenen ausschließlich aus unserem Archiv stammen.

Wir bedanken uns bei der Produzentin Janet Tobias für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünschen ihrer Produktion den größtmöglichen Erfolg!

Auszug aus den Credits:

Titles and Additional Graphics       Jason Jameson, Rhys Griffin, Niki Chan, Caroline Flindell

Photographic Stills By                      Christopher Beauchamp

Archival Footage Agentur                Karl Höffkes

Archival Researchers                        Hermann Pölking
Linn Sackarnd

Production Counsel                          Gray Krauss Stratford Des Rochers LLP
Jonathan Gray

Production Accounting                    Nancy L. Adams

Transcription Services                     Echotext

Insurance Providers                         Cohen Partners, LLC

Neuigkeiten aus dem Archiv – 10.05.2013

Sommer 1936. Während in Berlin die Olympischen Spiele stattfinden, genießen viele Deutsche ihren Urlaub am Meer, in den Bergen oder rund um den Bodensee. Rund 40 Minuten lang sind die Aufnahmen, die ein Amateurfilmer während seiner Ferien in und um den Bodensee drehte. Ein Besuch auf der Blumeninsel Mainau fehlt ebenso wenig, wie ein Ausflug über den See.
Die Aufnahmen liegen in ganzer Länge in HD vor.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.05.2013

Nachdem wir, wie bereits gemeldet, zu Beginn des Monats durch die Vermittlung eines aufmerksamen Lesers unserer Website einen Bestand von 12 Filmrollen (Gesamtlaufzeit ca. 2 Stunden) aus den Jahren 1933 bis 1938 erwerben konnten, wurde uns gestern aus Südtirol ein umfangreicher Filmnachlass eines ehemaligen Industriellen angeboten, der bereits Ende der 20er Jahre mit dem Filmen begonnen hat.

Der Bestand von ca. vierzig (!) 16-mm-Rollen – darunter auch Farbaufnahmen aus den 30er Jahren – liegt seit Kriegsende sauber verpackt und ungesichtet in mehreren Kartons.

Wir berichten über Details, sobald wir die Rollen übernommen und gesichtet haben.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 06.05.2013

Wie bereits berichtet, konnten wir vor kurzem ein umfangreiches 16-mm-Film-Konvolut eines ehemaligen AGFA-Direktors für unser Archiv erwerben.

Aus dem rund fünf Stunden langen Material stellen wir als ersten Ausschnitt einige Aufnahmen ein, die während der Sommerolympiade 1936 in Berlin entstanden sind.

Die Szenen zeigen das filmische Können und die hervorragende Qualität der Filme, die komplett in HD vorliegen und unseren Bestand der Jahre 1932 bis 1939 erweitern.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.2013

Gerne weisen wir auf die Filmpremiere der Dokumentation „Wir haben es doch erlebt: Das Ghetto von Riga“ hin, die am 14. Mai 2013 um 18 Uhr im Kino Cinema Münster gezeigt wird.

Der Regisseur des Films, Jürgen Hobrecht, hat für diese Dokumentation auch auf Material aus unserem Archiv zurückgegriffen.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.05.2013

Ein Blick zurück auf den vergangenen Monat, den wir erfreulich erfolgreich abschließen konnten:

1. Für unsere Website können wir exakt 296.372 Zugriffe verbuchen. Ein neuer Höchststand, der sich auch in vielen Zuschriften, Fragen, Anregungen, Tipps und Angeboten niederschlägt.

2. Der Zugriff auf unseren youtube-Kanal hat die 40.000er Marke übersprungen und liegt bei 40.411 im Monat April. Ebenfalls ein neuer Rekord.

3. Das Film-Archiv ist im Monat April erfreulich angewachsen. Durch verschiedene Schenkungen und einige außergewöhnliche Zukäufe (wir berichteten) konnten wir den Bestand um rund 14 Stunden erweitern, die komplett in HD vorliegen.

Da uns heute 12 privat gedrehte Filmrollen aus den Jahren 1934 bis 1939 erreichten, sind wir überzeugt, auch den laufenden Monat mit einem ähnlichen Zuwachs abschließen zu können.

4. Das Lizenzgeschäft mit fertigen Produktionen: die Trilogie „So war Deutschland“ konnten wir an den Verlag „Readers Digest/Das Beste“, den Zweiteiler „Hitlers Berlin in Farbe“ an N24 lizenzieren. Die Firmengruppe DeAgostini/Atlas übernahm von uns einen zeithistorischen Titel zur preußischen Geschichte, der Verlag Morisel einen Film über das „Landleben in Thüringen“ und die Firma Polar Film einen Dreiteiler über die ehemalige DDR. Da wir inzwischen über drei komplette HD-Schnittplätze verfügen, arbeiten wir parallel an vielen neuen Themen, die wir beizeiten bekannt machen.

5. Unser Kerngeschäft ist die Lizenzierung von Filmmaterial an Produktionen und Sender. Insgesamt erreichten uns im Monat April rund 50 Anfragen; so viele wie noch nie. 21 mal konnten wir Material lizenzieren und damit aktuelle Filmprojekte unterstützen. Da viele Filmemacherinnen und Filmemacher noch im Schnitt sind, wird sich diese Zahl im Laufe der kommenden Wochen sicher noch deutlich erhöhen.

Ich bin im Mai für einige Tage im Nahen Osten unterwegs. Wer Filmmaterial besitzt, kann sicher aber jederzeit an mich wenden und einen Termin mit mir ausmachen. Ich bedanke mich für das Interesse an unserer Arbeit und verbleibe mit besten Grüßen auch von allen Mitarbeitern,
Karl Höffkes

Neuigkeiten aus dem Archiv – 02.05.2013

Diese Aufnahmen eines Werbefilms aus den 1930er Jahren, die den Produktionsablauf in einer Zuckerfabrik in Dessau festhalten, sind Teil einer großzügigen Schenkung, die uns aktuell aus Sachsen erreichte. Wir danken für die Überlassung.

Wenn auch Sie interessante Filmaufnahmen besitzen, die für die Zukunft gesichert werden sollen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.05.2013

Mit 57 Dörfern war die Kolonie Halbstadt die größte Siedlung, die mennonitische Siedler aus Westpreußen auf dem Gebiet der heutigen Ukraine gründeten. Das Gebiet wird im Westen vom Fluss Molotschna begrenzt, der der Siedlung ihren russischen Namen „Molotschna“ gab.

Nach der Besetzung Halbstadts durch die Wehrmacht wurden aus Freiwilligen so genannte „volksdeutsche Reiterregimenter“ aufgebaut, die der SS unterstanden. Eines davon, das „1. Volksdeutsche Reiterregiment der Waffen-SS“ hatte in Halbstadt seinen Sitz. Das Regiment hatte etwa 565 Reiter und war in der Torpedofabrik in Tokmak untergebracht. Die Männer wurden zum Ernteeinsatz, zum Partisaneneinsatz und für örtliche Sicherungsmaßnahmen abgestellt. Im Oktober 1943 wurde das Regiment geschlossen nach Warschau überführt.

Das fruchtbare Gebiet um Halbstadt sollte nach der Vorstellung der Nationalsozialisten zu einer Mustersiedlung unter deutscher Führung ausgebaut werden, deren Ziel es war, die Lebensmittelversorgung der deutschen Bevölkerung zu sichern.

Im Sommer 1943 entstanden in und um Halbstadt Filmaufnahmen, die den Stand der Entwicklung und den Einsatz des 1. Volksdeutschen Reiterregiments dokumentieren sollten. Nach langer Suche konnten wir die kompletten Filmrollen (Gesamtlauflänge über zwei Stunden) unversehrt in einer ukrainischen Sammlung finden und für unser Archiv erwerben.

Kurze Zeit nachdem die Aufnahmen entstanden, wurden die Einwohner von Halbstadt in den so genannten Warthegau evakuiert. Hier wurden sie bei Kriegsende von der Roten Armee überrollt und zurück nach Sibirien und Kasachstan deportiert.