Neuzugänge im Archiv – 07.05.10

Einer aufmerksamen Leserin unserer website haben wir einen Filmfund zu verdanken, der uns gestern aus der Nähe von Hannover erreichte: zehn 8-mm-Schmalfilme, entstanden zwischen Juli 1940 und Sommer 1944.

Der Filmer, ein Architekt aus Königsberg, hatte die Bauleitung der Befestigungsanlagen im Bereich Calais bis Brest inne und drehte in dieser Positionen Bilder, die zu filmen ansonsten streng verboten waren: die von Hitler befohlenen Bunkerbauten durch die Organisation Todt an der Atlantikküste.

Neben diesen Aufnahmen finden sich Bilder des zerstörten Calais, Aufnahmen aus Dünkirchen, ein britischer Luftangriff auf Calais, die Markthallen von Paris und von den Waffenstillstandsverhandlungen in Compaigne. Ein kleiner Teil der Aufnahmen ist in Farbe.

Zwei weitere Filme entstanden 1943/44 in Griechenland, wohin der Filmer nach seinem Einsatz in Frankreich versetzt wurde.

DIe Gesamtlaufzeit der Filme liegt bei ca. 80 Minuten.

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Aus einer anderen Quelle erreichten uns zwei 16-mm Filme: ein kleiner Farbfilm von einem Fronturlaub und ein schwarz-weiß-Film aus einer Luftwaffensanitätsstaffel.

Alle Filme werden zur Zeit bearbeitet. Wir berichten weiter.

Neuzugänge im Archiv – 06.05.10

Nachfolgend zeigen wir zwei Filme aus dem Filmnachlass von Elly Beinhorn und Bernd Rosemeyer, der uns wie berichtet von ihrem Sohn Bernd Rosemeyer jun. übergeben wurde.

Beide waren begeisterte Hobbyfilmer, die sowohl ihre Reisen als auch die sportlichen Ereignisse auf Zelluloid festhielten.

Der erste Film zeigt Aufnahmen von einem Flugplatz in der Türkei.

Rasanter geht es im zweiten Film zu; hier sehen wir Aufnahmen eines Autorennens.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 05.05.10

Aus dem Ruhrgebiet erreicht uns als Resonanz auf die Galileo-Sendung soeben ein Angebot über 8-mm-Filme, die ein Feldwebel der Wehrmacht während der Feldzüge gegen Polen und Russland drehte. Etwa 15 Minuten der insgesamt 70 Minuten langen Originalfilmaufnahmen sollen in Farbe gedreht sein.

Wir sichten in Kürze und informieren nach Ankauf des Materials.

Neuzugänge im Archiv – 05.05.10

Der auf Pro7-Galileo ausgestrahlte Beitrag über unser Archiv (wir berichteten), hat auch zahlreiche Zuschauer auf uns aufmerksam gemacht, die uns privat gedrehtes Filmmaterial anbieten. Aus Fürth erreichten uns heute vier 16-mm-Filmrollen, die ein Angehöriger einer Panzerjägerabteilung im Jahr 1941 während der Aufstellung und Ausbildung seines Regiments in Antwerpen drehte.

Die rund 50 Minuten langen Filmaufnahmen sind professionell und mit gutem Auge gedreht und ergänzen unseren Filmbestand über Panzerjägereinheiten durch eine Fülle von historisch interessanten Einstellungen.

Wir danken der Familie, die uns das Originalfilmmaterial übereignete, für das entgegengebrachte Vertrauen. Ausschnitte stellen wir nach der Digitalisierung ein.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.10

In München trafen wir Peter Schamoni („Majestät brauchen Sonne“), der an einer Filmdokumentation über seinen in Russland gefallen Vater und seinen von den Nationalsozialisten in ein Konzentrationslager eingelieferten Onkel arbeitet und bei der historischen Recherche auf die Dokumente und Bestände unseres Archivs zurückgreift.


Peter Schamoni zählt zu den erfolgreichsten deutschen Regisseuren und gehört zu den Unterzeichnern des sogenannten „Oberhausener Manifests“, das den radikalen Bruch mit dem bisherigen deutschen Filmschaffen besiegelte („Papas Kino ist tot“). Mit seinem Spielfilmdebüt „Schonzeit für Füchse“,  gewann er drei Deutsche Filmpreise sowie den „Silbernen Bären“ der Berliner Filmfestspiele.

Als Produzent feierte er seinen größten Erfolg mit dem Kultfilm „Zur Sache Schätzchen“, einer Komödie aus dem Münchner Studentenmilieu, deren Hauptdarsteller Uschi Glas und Werner Enke zu Ikonen der 68er Bewegung wurden.

1973 wurde er für sein Porträt des Wiener Künstlers Friedensreich Hundertwasser Hundertwassers Regentag für den Oscar nominiert.

Mit „Frühlingssinfonie“ verfilmte er 1983 an den Originalschauplätzen in der damaligen DDR die Liebesgeschichte von Robert und Clara Schumann (gespielt von Herbert Grönemeyer und Nastassja Kinski). Eine der seltenen filmischen Kooperationen zwischen Ost- und Westdeutschland.

2009 erhielt Peter Schamoni als Autor, Regisseur und Produzent den Bayerischen Filmpreis in der Kategorie Ehrenpreis für ein Lebenswerk. Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer würdigte Schamoni als „großen und unverwechselbaren Filmkünstler“.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Peter Schamoni.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 03.05.10

Wir freuen uns, ab sofort exklusiv den gesamten Filmnachlass von Bernd Rosemeyer und Elly Beinhorn zu betreuen und anbieten zu können. Die Originalfilmrollen werden zur Zeit digitalisiert und verschlagwortet.

In München übergab uns Bernd Rosemeyer jun. den umfangreichen Filmnachlass seiner Eltern, die begeisterte Filmer waren und ihre großen sportlichen Erfolge auf mehreren Stunden Zelluloid festhielten.

Bernd Rosemeyer war neben Rudolf Caracciola einer der berühmtesten deutschen Automobilrennfahrer vor dem Zweiten Weltkrieg. Zunächst fuhr er Motorradrennen für NSU und DKW. Aufgrund seines großen Talents wurde er 1935 Werksfahrer der Rennabteilung der Auto-Union. Nur ein Jahr später wurde er Europameister.

Am 25. Oktober 1937 durchstieß er als erster Rennfahrer die Geschwindigkeitsgrenze von 400 km/h (gemessen: 406, 32 km/h über 1 km).

Bernd Rosemeyer heiratete am 13. Juli 1936 die berühmte und erfolgreiche Fliegerin Elly Beinhorn und hatte mit ihr einen Sohn, Bernd Rosemeyer jun., der später Sportarzt wurde.

Am 28. Januar 1938 starb Bernd Rosemeyer bei einem Versuch, einen neuen Geschwindigkeitsrekord aufzustellen, als sein Wagen auf der Autobahn von einer Windboe erfasst wurde und sich mehrfach überschlug.

Wir danken der Familie Rosemeyer für das entgegengebrachte Vertrauen und freuen uns, den historisch bedeutenden Filmnachlass betreuen und anbieten zu können.

Neuigkeiten aus dem Archiv – 01.05.2010

Wir sind zurück von einer Reise quer durch Deutschland, bei der wir zahlreiche neue Kontakte knüpfen und wertvolle Filmbestände übernehmen konnten. Wir berichten ab Montag detailliert.

Aufgrund der Galileo-Sendung über unser Archiv (1,5 Millionen Zuschauer) haben wir Hunderte von emails, darunter auch elf Angebote über Privatfilmbestände erhalten, die wir in den nächsten Wochen sichten werden. Wir sind gewiss, dass wir aufgrund der Sendung weitere Hinweise auf Privatfilmmaterial erhalten werden.

Besonders erfreulich: Die Besucherzahl unserer website ist im Monat April auf eine neue Höchstzahl gestiegen: fast 62.000 Zugriffe signalisieren ein stetig wachsendes Interesse an unserer Arbeit.